Dienstag, 30. Oktober 2012

Links zu den 41.- 42. Kalenderwochen


Kristina Schröder eröffnet erste internationale Konferenz zum Thema Männerpolitik
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat am 22. Oktober in Berlin die erste internationale Konferenz zum Thema Männerpolitik eröffnet. Die Tagung wird vom Bundesfamilienministerium und dem österreichischen Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz ausgerichtet. 

Politik:

EU will mehr Macht für Frauen – oder auch nicht
Die Entscheidung über mehr weibliche Aufsichtsräte ist vertagt. Das Gezerre um die Quote geht also unvermindert weiter, die Fronten sind verhärtet
Von Stefanie Bolzen
Der Luxemburger Yves Mersch soll nicht ins Direktorium der Europäischen Zentralbank einziehen – weil er ein Mann ist

Kristina Schröder
Frau Ministerin macht Männern Mut
Von Jannis Brühl, Berlin
Mit den Frauenrechtlerinnen hat Kristina Schröder Ärger. Auch weil sie sich um die Gleichberechtigung der Männer sorgt. Bei ihrer ersten Konferenz zum Thema pocht die Familienministerin auf mehr männliche Kita-Mitarbeiter. Und räumt Ängste der Frauen aus, sie könnten darunter leiden.

Deutschland rutscht bei der Gleichstellung ab
Das Thema Gleichberechtigung steht auf der politischen Agenda ganz oben, doch getan hat sich wenig: Im weltweiten Vergleich stieg Deutschland auf den 13. Platz ab. Sieger sind die nordischen Länder.
Von Ileana Grabitz
Seit Jahren diskutieren Politiker darüber, wie man in den verschiedensten Lebensbereichen die Gleichstellung von Männern und Frauen bewerkstelligen kann. Doch wie der diesjährige "Global Gender Gap Report" nahe legt, ist der Graben zwischen den Geschlechtern trotz aller Bemühungen nahezu unverändert geblieben.

Bündnis findet Partner
Guten Tag, Lahn-Dill-Kreis (24.10.2012, PM) Knapp fünfzig Landkreise und kreisfreie Städte hatten sich Ende letzten Jahres um die Gründung eines vom Bundesfamilienministerium geförderten regionalen Bündnisses „Mehr Frauen in Führungspositionen“ beworben. Einen der zehn Zuschläge hatte der Lahn-Dill-Kreis erhalten. Landrat Wolfgang Schuster hat jetzt sieben namhafte heimische Unternehmen als Bündnispartner begrüßen können.

Streit um Frauenquote: Reding sagt Präsentation ab
EU-Kommissarin wollte gesetzliche Regelung vorstellen
Die Präsentation von Vorschlägen der EU-Kommission für eine Frauenquote in Aufsichtsräten ist wegen eines Streits unter den Kommissaren kurzfristig vertagt worden. "Ich werde nicht aufgeben", kündigte die federführende Justizkommissarin Viviane Reding über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter an.

Kein Sieg für die Frauen
Von Stefanie Bolzen
Mit dem Votum gegen Yves Mersch haben die EU-Abgeordneten nicht nur der Frauenquote, sondern auch sich selbst einen Bärendienst erwiesen. Die Europäische Union geht durch die schwerste Krise ihrer Geschichte, und die Zentralbank spielt bei deren Überwindung eine fundamentale Rolle. Hilft es da dem Projekt Frauenquote, wenn eine Postenbesetzung zum politischen Spielball wird?

Frauen in Führungspositionen:
Frauenquote erzeugt ungewohnten Applaus im Bundestag
Gesetzliche Vorgaben für eine weibliche Besetzung von Führungspositionen sorgen weiter für Zündstoff. Im Bundestag wurde darüber emotional debattiert. Die Opposition jubelte einer CDU-Rednerin zu.
Koalition und Opposition haben sich im Bundestag einen heftigen Schlagabtausch über eine Frauenquote in Spitzenpositionen von Unternehmen geliefert. In einer emotional geführten Debatte lehnten die meisten Redner von Union und FDP diese Pläne am Freitag strikt ab.

Unions-Frauen für Quotenmodell aus Hamburg
Berlin. Koalition und Opposition haben sich im Bundestag einen heftigen Schlagabtausch über eine Frauenquote in Spitzenpositionen von Unternehmen geliefert. In einer emotional geführten Debatte lehnten die meisten Redner von Union und FDP diese Pläne strikt ab. Allerdings wurde in der Aussprache auch ein Riss in der Union deutlich. Unter dem Beifall von vielen Unionsfrauen warb die CDU-Abgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker offensiv für solche Vorgaben. Frauen in Top-Positionen der Wirtschaft seien kein "Luxusthema", erklärte sie an die Adresse auch der vielen männlichen Quoten-Gegner in den eigenen Reihen.


Hauptstadt:

Politik:

Alexis Tsipras verurteilt Merkels Politik in öffentlichem Brief
Der Chef der Syriza-Partei will sich mit Angela Merkel in Griechenland nicht treffen und zog es stattdessen vor, sich in einem offenen Brief an sie zu wenden. Darin kritisiert er die Sparpolitik Angela Merkels. Sie vernichte das griechische Volk. Diese Politik der Angst und Erpressung müsse aufhören.

Frauen in der Politik brauchen mehr Mut und Selbstvertrauen
BERGSTRASSE. RECHTZEITIG, BEVOR DIE PARTEIEN IHRE KANDIDATEN FÜR DIE ANSTEHENDEN WAHLEN NOMINIEREN, MACHEN SICH DIE BEIDEN BERGSTRÄSSER KREISFRAUENBEAUFTRAGTEN MELANIE KNAUF UND NICOLE SCHMITT FÜR „MEHR FRAUEN IN POLITISCHEN MANDATEN“ – SO DAS MOTTO“ STARK.

Mit Multipler Sklerose und viel Gottvertrauen
Malu Dreyer ist bekennende Katholikin – und die nächste SPD-Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Mit der "Welt" sprach sie über das neue Amt, ihre Familie, ihre Freizeit und ihre Krankheit.
Von Hannelore Crolly

Jahrestagung des Referates Wirtschaft-Arbeit-Soziales
Kassel. Der demographische Wandel stellt für Politik und Wirtschaft, Unternehmen, Handwerks- und Ausbildungsbetriebe und Arbeitsagenturen eine große Herausforderung dar. Ein zentrales Problem dabei ist der sich abzeichnende Fachkräftemangel. Unter sozialen Gesichtspunkten stellt dieser aber nicht nur ein Problem dar, sondern beinhaltet auch neue Chancen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt.

MERKEL, CLINTON, MADONNA
Regieren Frauen bald die Welt?
BILD.DE ZEIGT: SO KÖNNTE EINE WEIBLICHE WELTREGIERUNG AUSSEHEN
Von ANDREAS THEWALT
Geht es um die Euro-Krise, läuft nichts ohne Bundeskanzlerin Angela Merkel. Geht es um die Außenpolitik der Supermacht USA, dann sagt auch dort eine Frau, wo es lang geht – Außenministerin Hillary Clinton.

"Frauen sind wichtiger Erfolgsfaktor für Wirtschaft BW"
Achte Frauenwirtschaftstage in Baden-Württemberg
 "Die Frauenwirtschaftstage machen die Bedeutung von Frauen für das Wirtschaftsleben Baden-Württembergs deutlich. Denn Frauen in Führungspositionen, Unternehmerinnen, Ingenieurinnen oder Forscherinnen sind für die Wirtschaft Baden-Württembergs ein wichtiger Erfolgsfaktor", erklärte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid zum morgigen Beginn der Frauenwirtschaftstage 2012. Vom 17. bis 20. Oktober 2012 finden zum achten Mal in Folge landesweit die Frauenwirtschaftstage statt, die vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft initiiert werden.


Hauptstadt:

Wirtschaft:

Studie: Weiter zu wenige Frauen im Top-Management
München (dpa) - Trotz Fortschritten schaffen es in Deutschland nach wie vor zu wenige Frauen ins Top-Management. Einer Studie zufolge liegt die Bundesrepublik bei der Teilhabe von Frauen am Wirtschaftsleben weltweit unter den ersten zehn Staaten, dennoch gebe es noch enormen Aufholbedarf.


Ausland:

Frau ruft per Youtube um Hilfe vor brutalem Exfreund
Behörden in Argentinien reagierten nicht auf Anzeigen
Eine junge Frau aus Argentinien hat ihren gewalttätigen Exfreund mit einem Film auf der Internet-Videoplattform Youtube angeklagt und die Gesellschaft sowie die Behörden um Hilfe gebeten. "Ich mache dieses Video, um die gesamte Gesellschaft um Hilfe zu bitten", sagt die 23-jährige Zulma Abdala teilweise unter Tränen. "Mein Kind und meine Familie könnten sterben, ich bin auch in Gefahr. Ich habe Angst, sehr viel Angst. Bitte helft mir!"

PUSSY RIOT
Schöne Aktivistin sagt sich von Ehemann los
Die beiden zu Straflager verurteilten Frauen der kremlkritischen Punkband Pussy Riot haben sich in einem Brief von dem russischen Künstler Pjotr Wersilow losgesagt.
Pikant: Die schöne Nadeschda Tolokonnikowa ist mit Wersilow verheiratet, hat Tochter Gera (4) mit ihm. Ihr Ehemann habe sich ohne Auftrag als offizieller Vertreter der Gruppe ausgegeben und das Prinzip der Anonymität von Pussy Riot verletzt, schrieb die 22-Jährige nach Medienberichten vom Freitag.

Mehr Geschlechtergerechtigkeit? Zur Frauenquote in Afrika
Allen Mädchen dieser Welt gehört seit diesem Jahr erstmalig ein ganzer Tag – der heutige 11. Oktober. Der Welt-Mädchentag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf die Rechte von Mädchen aufmerksam zu machen. Dabei ist der UN besonders wichtig, dass Rechte wie Schulbildung und Mitbestimmung im gesellschaftlichen Leben nicht nur auf dem Papier zu finden sind, sondern auch in der Wirklichkeit durchgesetzt werden. Diese Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis greift auch die Diskussionsveranstaltung „Mehr Geschlechtergerechtigkeit? Zur Frauenquote in Afrika“ auf.

TV-DUELL MIT PRÄSIDENT OBAMA
Twitter-Sturm gegen Romney
REPUBLIKANER-KANDIDAT ERNTET MIT MISSVERSTÄNDLICHEN ÄUSSERUNGEN ÜBER FRAUEN HOHN UND SPOTT
Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Mitunter eine bittere Erfahrung, die nun auch der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney (65) machen musste. Wie schon beim ersten TV-Duell gegen Präsident Barack Obama (51) war er es, der einen irren Twitter-Sturm auslöste.


Montag, 8. Oktober 2012

Quote im Praxistest....


Nach langer Pause ist der Herbst da und mit ihm die Stürme.
Der Zankapfel um eine gesetzliche Frauenquote ist wieder ganz frisch. In Brüssel sagt die EU-Kommissarin Viviane Reding Ja und 97 Länder Nein zu justiziablen 40 Prozent. Diese Entscheidung sei von nationalem Belang - so das Argument. Ganz anders verhält es sich natürlich bei der Frage um Gurkenkrümmung und Glühlampe. Natürlich! Dann also national. Im leicht erhöhten Wahlkampffieber stimmt der Bundesrat, auf Initiative der SPD, fraktionsübergreifend für eine gesetzlich festgeschriebene Frauenquote; der Bundestag hält dagegen. Die Verquickung von Arbeits- und Familien-/Frauenpolitik könnte neben EU-Krisenpolitik durchaus eine interessante Möglichkeit zur Positionierung der Parteien bieten.
Was aber passiert, wenn Frauen ausdrücklich die Hälfte der zu vergebenden Posten in vorderster Reihe bekommen müssen – aufgrund einer verbindlichen Quote, wie zum Beispiel bei Bündnis 90/Die Grünen. Leider nicht viel! 11 BasiskandidatEN bringen sich in Position gegen den kampferfahrenen Jürgen Trittin, der ums Austeilen sicher nicht verlegen ist. Elf politisch z.T. in Landesverbänden erfahrene und teils auf dem Parkett noch unerfahrene Männer im Alter zwischen 22 und 75. Der berufliche Hintergrund könnte unterschiedlicher nicht sein: jeweils ein Krankenpfleger, Tiermediziner, Anwalt, Physiker, Restaurator, Ingenieur und Brauereimitbesitzer, Weltreisender und Student der Politik- und Sozialwissenschaft, Betriebswirt, Student der Philosophie und Wirtschaftswissenschaften, Hotelfachmann, Werbetechniker stellen sich zur Wahl. Hier ausschließlich Machtkalkül zum Zweck einer steilen Politikerkarriere zu unterstellen, dürfte schwerfallen. 0 in Worten Null BasiskandidatINNen sind auf der Liste zu finden. Keine einzige versucht sich gegen die Frontfrauen, Claudia Roth, Renate Künast oder Katrin Göring-Eckardt bei der Urwahl ins Rennen zu bringen. Warum? Begeben sich Frauen gar nicht erst ins Risiko, sich zu exponieren und damit angreifbar zu machen, wenn sie sich angesichts der (bereits bekannten) Konkurrenz kaum Chancen ausrechnen? Ist es das Ich-glaube-nicht-dass-ich-das-kann- Syndrom?
Kalkulieren aber die KandidatEN von der Basis mit einem ernsthaften Sieg? Und Werner Winkler sah sich immerhin schon dem Spott der heute-Show ausgesetzt.
Die Macht der Präsenz, die Notwendigkeit des Trommelns, um Inhalte überhaupt öffentlich zu vermitteln, ist leider nicht zu unterschätzen; eben sowenig die Chuzpe, Unperfektes und Learning-by-doing zuzulassen. Manche Führungsfrau lernt genau das von Männern – mit Glück von wohlwollenden Mentoren; mit Pech durch den harten Alltag. Inhalte jedoch, ohne dass eine erkennbare Persönlichkeit dahintersteht, haben wenig Überlebenschancen oder werden von anderen usurpiert - ein bekanntes Phänomen in Meetings. Die größere Scheu vor dem Risiko birgt, positiv betrachtet, die Fähigkeit von Frauen, zum Beispiel vorsichtiger zu expandieren und auf diese Weise nachhaltiger zu wirtschaften. Negativ gedeutet, würde so stets eine Quote erforderlich sein, die Frauen-die-sich-nicht-trauen in Führungsaufgaben schubst.
Allerdings bedarf es einer soliden Portion Mut, sich einer häufig angriffslustigen Öffentlichkeit zu stellen und viel Zähigkeit, die eigenen Inhalte so oft – möglichst in Übereinstimmung mit der eigenen Persönlichkeit – zu wiederholen, bis sie gehört werden. Der gerade frisch gebackene Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück macht es vor. Je mehr Frauen aber am Ruder sind, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Mechanismen ändern werden; dass Frauen auch dann Gehör finden, wenn sie nicht im ausschließlich männlichen Habitus kommunizieren. Wenigstens sollte frau es wagen, wo bereits eine 50:50 Quote den Weg ebnet.
Die gute Nachricht zum Schluss: Hildegard von Bingen (1098 -1179) wird nun vom Papst Benedikt XVI in ihrer Eigenschaft als Kirchenlehrerin anerkannt, nachdem er sie am 10. Mai heilig gesprochen hat. Die Schriften und Erkenntnisse, der Ratgeberin von Fürsten und Päpsten, werden nun noch verstärkte Berücksichtigung in der katholischen Theologie finden. Ein selten vergebener Titel, der  unter 35 doctores ecclesiae nun einer vierten Frau zuteil wurde – 833 Jahre nach ihrem Tod. Die Quote hat sich also sprunghaft von 8 auf 10 Prozent erhöht. Es geht voran!



Unions-Frauen rebellieren gegen deutsche Kanzlerin
Merkel soll Abstimmung im Bundestag über Einführung der Frauenquote ohne Fraktionszwang erlauben, damit Mehrheit für Quote zustande kommen kann - FDP will Machtwort gegen Quote hören
Berlin - 

Bundesrat stimmt über Frauenquote ab
Die gesetzlich festgelegte Frauenquote in Führungsetagen ist heute Thema im Bundesrat. Es wird damit gerechnet, dass der SPD-Vorstoß eine Mehrheit findet. Auch Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) gehört zu den Befürwortern.
Beim Thema "Frauenquote" will die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Nägel mit Köpfen machen. 

Warum immer mehr Frauen in der Politik Karriere machen
Matthias Korfmann und Birgitta Stauber-Klein
Essen.   Hannelore Kraft, Annegret Kramp-Karrenbauer und jetzt Malu Dreyer: Noch nie waren die Zeiten für Frauen, die in der Politik Karriere machen wollen, so günstig wie heute. Zu diesem Schluss kommen mehrere Politikwissenschaftler. Grund dafür sei unter anderem die Sehnsucht nach einem anderen Politikstil.


Name-dropping...

Hauke Stars:
Ab Dezember 2012 bei der deutschen Börse für Informationstechnologie zuständig, zuvor Hewlett-Packard Schweiz

Marissa Mayer:
Wechsel von Google zu Yahoo im Juli 2012. Aktuell schwanger.

Regine Stachelhaus:
Juristin, seit Juni 2010 IT-Vorstand bei Eon. Zuvor 24 Jahre bei Hewlett-Packard.

Bettina Anders:
Seit Oktober 2007 Vorstandsmitglied der Ergo Versicherungsgruppe.

Martina Koederitz:
Leitet seit Mai 2011 das Deutschlandgeschäft von IBM.

Edeltraud Leibrock:
Informationstechnologie bei KfW-Bankengruppe, zuvor 2 Jahre CIO bei der Bayern LB.

Stefanie Kemp:
Krankenpflege – Pharmaindustrie – Vorwerk Gruppe
Seit 2006 leitet sie bei der Vorwerk-Gruppe alle IT-Aktivitäten. War bei Hypovereinsbank und Thomas Cook tätig.

Barbara Saunier:
Informationstechnologie bei Beiersdorf. CIO und Leiterin der IT-Tochter Beiersdorf Shared Services.

Marianne Janik:
Juristin, eine von sechs Frauen in der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland. Seit 2006 verantwortlich für öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheitswesen.

Luisa Deplazes Delago:
Neu im Personalvorstand von SAP, zuvor 20 Jahre bei Procter & Gamble.

Links zu den 39. - 40.Kalenderwochen


Politik:

Unions-Frauen rebellieren gegen deutsche Kanzlerin
Merkel soll Abstimmung im Bundestag über Einführung der Frauenquote ohne Fraktionszwang erlauben, damit Mehrheit für Quote zustande kommen kann - FDP will Machtwort gegen Quote hören
Berlin - Der deutschen Regierungskoalition steht eine heftige Auseinandersetzung über die Frauenquote in der Wirtschaft ins Haus. Die Frauen in der Unions-Fraktion verlangten eine Abstimmung im Bundestag über die Einführung der Quote ohne den sonst üblichen Fraktionszwang für die Abgeordneten.

Bundesrat stimmt über Frauenquote ab
Die gesetzlich festgelegte Frauenquote in Führungsetagen ist heute Thema im Bundesrat. Es wird damit gerechnet, dass der SPD-Vorstoß eine Mehrheit findet. Auch Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) gehört zu den Befürwortern.
Beim Thema "Frauenquote" will die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) Nägel mit Köpfen machen. Dem SR sagte Kramp-Karrenbauer, "ich bin davon überzeugt, dass wir eine gesetzliche Regelung brauchen". Sie selbst gehöre zu den Unterzeichnerinnen der überparteilichen "Berliner Erklärung" vom Dezember 2011, in der eine solche Regelung gefordert werde.

Warum immer mehr Frauen in der Politik Karriere machen
Matthias Korfmann und Birgitta Stauber-Klein
Essen.   Hannelore Kraft, Annegret Kramp-Karrenbauer und jetzt Malu Dreyer: Noch nie waren die Zeiten für Frauen, die in der Politik Karriere machen wollen, so günstig wie heute. Zu diesem Schluss kommen mehrere Politikwissenschaftler. Grund dafür sei unter anderem die Sehnsucht nach einem anderen Politikstil.

Grinsekatze im Dirndl
Von ROLAND TICHY
CDU/CSU haben keine Quote, aber viele Frauen. SPD und Grüne sind Frauenquotenfans ohne Frauen. Was lehrt das die Wirtschaft?
In der CDU gibt es nur die schwächste Form einer Frauenquote für politische Ämter – trotzdem ist die Union die Partei der Frauenpower. Da ist Angela Merkel, die aus der Rolle der Parteivorsitzenden und Bundeskanzlerin längst in das Fach Staatsfrau auf Europaniveau gewechselt ist. Im Bundeskabinett sitzen vier Frauen vier Männern gegenüber und darunter mit Ursula von der Leyen eine mit Anspruch aufs höchste Amt.

Regierung will mehr Migranten und Frauen in Arbeit
Berlin. Die Regierung schlägt Alarm: Die deutsche Wirtschaft muss mehr auf ausländische Fachkräfte und Frauen setzen, um ihre Wettbewerbsstärke in einer alternden Gesellschaft zu sichern.
Berechnungen zufolge wird Deutschland bis 2060 ein Fünftel der Bevölkerung verlieren - etwa 17 Millionen Einwohner. Jeder Dritte wird dann 65 Jahre oder älter sein.

"Frauen denken vom Ende her"
Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) über ihre Rückkehr nach Bayern, die besondere Stärke von Politikerinnen – und darüber, für wen sie am liebsten kocht
Von Jochen Gaugele und Claus Christian Malzahn
Die Stadt platzt aus allen Nähten – und strahlt in der Oktobersonne: Als die "Welt am Sonntag"-Redakteure am Tag der Deutschen Einheit nach München kamen, um Ilse Aigner zu interviewen, zeigte sich die süddeutsche Metropole von ihrer besten Seite.
  
Wirtschaft:

Frauen verdienten 2010 in Führungspositionen 30 % weniger als Männer
WIESBADEN – Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von weiblichen Führungskräften war im Jahr 2010 in Deutschland mit 27,64 Euro um 30 % niedriger als der von männlichen Führungskräften (39,50 Euro). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Verdienst­strukturerhebung 2010 weiter mitteilt, gab es ähnlich hohe Verdienstunterschiede bei Technikern (30 %) und akademischen Berufen (28 %).

Frauen in Führungspositionen: Vorurteile halten sich hartnäckig
BZ-SERIE "Herausforderung Führung" (7): Frauen in Führungspositionen.
von: Rudolf Kast
Lieber ein Knöllchen als ein Gespräch mit dem Chef - das ist das Ergebnis einer Umfrage der Personalberatung DDI Deutschland, Meerbusch. Selten wurden Manager und Politiker, die Führungsleistung zu erbringen haben, so kritisch hinterfragt wie in der gegenwärtigen Situation. Aber selten war Führung, die Orientierung und Perspektive bietet, so wichtig wie heute. In der Serie beleuchten wir Aspekte der Herausforderung Führung.

Frauen beflügeln den Aktienkurs
von Christian Schnell
Es ist im Moment in der Politik eine der am meisten diskutierten Fragen: Braucht Deutschlands Wirtschaft eine Frauenquote bei Führungskräften oder nicht? Unerbittlich stehen sich die Befürworter und die Gegner derzeit im Bundestag gegenüber. Siegen die Befürworter, dann könnten die Aufsichtsräte deutscher Großunternehmen schon bald zu 20 Prozent aus Frauen bestehen, später dann sogar zu 40 Prozent.

«Den Jungs eine Ansage machen» - Frauen im Ingenieurstudium
Ein Hörsaal mit Ingenieurstudenten ähnelt manchmal Gruppenfotos von Regierungschefs: lauter Männer - und Angela Merkel. Denn in technischen Studiengängen sind genau wie in der Politik Frauen nach wie vor in der Minderheit. Doch das Bild wandelt sich.

Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth
„Die Kunden müssen das Auto bezahlen können“
von Henrik Mortsiefer
Seit 2009 ist Wilfried Porth bei Daimler Personalvorstand und Arbeitsdirektor. Mit dem Tagesspiegel sprach der 53-jährige Manager über Kaufprämien für Elektrofahrzeuge, Frauenquoten in der Industrie und das Sparprogramm bei Mercedes.

Geschlechtergraben bei den Ökonomen
Frauen ticken anders als Männer
hus. Ökonomen sind gefragte Experten in Politik, Wirtschaft und Medienwelt. Die Finanzkrise, die kaum einer vorausgesehen hatte, schadete zwar dem Ruf der Zunft, doch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten wird der Ruf nach «Experten» dennoch eher lauter als leiser. Die Antworten aus der Zunft hängen allerdings zum Teil davon ab, ob man ein männliches oder weibliches Wesen konsultiert. Darauf deutet jedenfalls eine amerikanische Umfrage bei je rund 200 Ökonominnen und Ökonomen hin.

Nur wenige Frauen in Hamburgs Aufsichtsräten
Die meisten Vertreterinnen kommen von der Arbeitnehmerseite. Die Arbeitgeber präferieren immer noch männliche Aufsichtsräte.
Von Daniela Stürmlinger
Hamburg. Sie sehen meist eintönig aus, die Bänke der Vorstände und Aufsichtsräte bei Hauptversammlungen großer Hamburger Unternehmen. Ältere Herren in akkurat sitzenden schwarzen, grauen oder blauen Anzügen prägen das Bild auf den Stühlen der Kontrolleure. Damen bleiben in der Unterzahl.


Gesellschaft:

OKTOBERFEST 2012
Claudia und Lucia Effenberg im Rosa-Rausch
ZUR DAMENWIESN VON REGINE SIXT BRINGEN PROMI-MÜTTER IHRE SCHÖNEN TÖCHTER MIT
Von JUDITH BONESKY Mussten Draussen bleiben: DIRK STEINBACH und STEPHAN KÜRTHY
Schade, ich hätte meine feschen männlichen Kollegen gern mitgebracht, aber gestern Mittag hieß es ganz offiziell: „Die Buam müssen draussn bleibn!“

Kleiner Südkoreaner erträgt Frauen in High Heels nicht
24-Jähriger klaute dutzende Stöckelschuhe
Weil er nicht von Frauen überragt werden will, hat ein kleiner Südkoreaner dutzende Stöckelschuhe gestohlen. Der 1,65 Meter große Lee habe in den vergangenen Monaten Stöckelschuhe aus Schulen, Restaurants und Häusern in seiner Nachbarschaft in der südlichen Stadt Busan gestohlen, teilte die Polizei mit.

Damit Frauen sich nicht mehr so oft selbst im Weg stehen
Würden sich Frauen nicht selbst im Weg stehen, hätten sie mehr Informationen, könnten sie Unsicherheiten ablegen: Wie viel mehr wäre ihnen möglich. Das war gestern der Tenor einer Pressekonferenz, mit der für einen Wirtschafts– und Politiktag für Frauen (Virtuelle Realitäten, Hirnhälften und Frauen vernetzen“) geworben wurde. Am 20. Oktober werden in der VHS Trends aus der Persönlichkeitsstärkung, der neuen Medien und der politischen Bildung präsentiert.


Gesundheit:

Zahl der Suizidtoten angestiegen
Berlin – In Deutschland haben sich im Jahr 2010 knapp 7.500 Männer und etwas mehr als 2.500 Frauen das Leben genommen. Zum ersten Mal seit Jahren sei damit die Zahl der Suizide in Deutschland wieder angestiegen, sagte der Vorsitzende des Nationalen Suizidpräventionsprogramms, Armin Schmidtke, heute anlässlich des Weltsuizid­präventionstages am 10. September. Knapp dreimal mehr Menschen seien 2010 durch Suizide als durch Verkehrsunfälle gestorben. „Die Suizidprävention steht dazu allerdings in keinem Verhältnis“, kritisierte Schmidtke.

Ärztinnenbund für feste Frauenquote
Köln – Der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) fordert eine verbindliche, feste Frauenquote im Gesundheitswesen. Die „Flexi-Quote“ von Familienministerin Christina Schröder (CDU) lehnen die Ärztinnen ab. Nach dem Modell sollen Unternehmen den Frauenanteil bei ihrem Führungspersonal selbst festlegen. Aus Sicht des DÄB ist dies im Gesundheitswesen nicht zielführend.

Metall-Metall-Prothesen
Für Männer gut, für Frauen weniger
Vor allem Männer profitieren von hüftkopferhaltenden Oberflächenprothesen. In einer Studie waren bei ihnen nach zehn Jahren noch fast alle Prothesen intakt, bei den Frauen deutlich weniger.
Von Peter Leiner
OXFORD. Britische Orthopäden hatten zunächst über die Haltbarkeit und Verträglichkeit der BHR-Prothese (Birmingham Hip Resurfacing) nach fünf Jahren berichtet: Zu diesem Zeitpunkt waren noch 95 Prozent intakt.

Generika werden weiblich
Patrick Hollstein
Berlin - 2012 ist für die Generikahersteller nicht nur das Jahr der Patentabläufe, sondern auch – das Jahr der Frau. In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Anbieter Kontrazeptiva auf den Markt gebracht. Jetzt geht es für die Firmen darum, Patientinnen, Gynäkologen und Apotheker auf die neue Marke einzuschwören und attraktive Produktpakete zu schnüren. Bei den großen Herstellern laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Aliud/Stada und Ratiopharm/Teva machen den Anfang.


Ausland:

Berufungsprozess um Pussy Riot vertagt
Ein Moskauer Gericht hat das Berufungsverfahren gegen drei Frauen der Polit-Punkband Pussy Riot überraschend auf den 10. Oktober vertagt.
Die Richterin gab einem Antrag einer der inhaftierten Künstlerinnen statt, ihren Anwalt auszutauschen. Ihre Position stimme nicht mit der ihrer Verteidiger überein, sagte Jekaterina Samuzewitsch (30) am Montag im Gerichtssaal.

Werbung in Saudi-Arabien
Ikea retuschiert Frauen aus dem Katalog
Das schwedische Unternehmen Ikea hat aus seinem Katalog für Saudi-Arabien Abbildungen von Frauen entfernen lassen. Politiker sind empört - und der Konzern entschuldigt sich eilig.
Ist eine Frau im Schlafanzug heikel? Nach Ansicht von Ikea schon. Zumindest hat die schwedische Möbelkette in ihrem Katalog für Saudi-Arabien eine entsprechende Abbildung wegretuschieren lassen.

Quote oder kämpfen? Frauenmangel in politischen Ämtern
Am 12. und 13. Oktober müssen die Bürger der Tschechischen Republik an die Urne. Es stehen die Wahlen in die Kreisvertretungen an. Die Wahlwerbetrommel wird bereits gerührt und die Opposition hofft auf eine deftige Schlappe der Regierungsparteien.