Posts mit dem Label DAX-Unternehmen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label DAX-Unternehmen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Das waren die 46. und 47. Kalenderwochen: Eurobonds & Angela Merkel – Gewalt an Frauen & Kriegswaffen – DAX-30 Unternehmen & Renate Künast


weitere Links finden Sie unten
Ja, was denn nun? Mal wird der Bundeskanzlerin von ihren europäischen Kollegen vorgeworfen, dass die Deutschen zu sparsam seien und zu wenig konsumierten. Und dann das! Jean-Claude Trichet flüstert Angela Merkel gehässig ins Ohr, dass ja schließlich auch Deutschland ordentlich Schulden mache und nicht auf andere Sünder herabschauen sollte. Gewiss. Leider. Die standhafte Weigerung der deutschen Regierungschefin, den Eurobonds, also noch mehr potentiellen (irgendwann sehr reellen) Schulden zuzustimmen, provoziert und die Nerven liegen blank. Fast scheint es, als würde sich Merkel als nahezu einzige nicht von den nebulösen Göttern, genannt „Die Märkte“  gehorsam treiben lassen. Früher hieß die dafür zuständige Gottheit „Mammon“. Das Mantra „Stabilität“  soll das launische Wesen beruhigen. Theoretische Modelle dienen zudem, die jeweils eine oder andere Argumentation zu unterstützen: das vermehrte Drucken von Papiergeld kann Inflation zur Folge haben oder auch nicht. In gewissen Momenten ist der ohnehin nicht beliebte Vertrag von Lissabon gültig, in andern nicht. Gewohnte Denkpfade werden nur ungern verlassen, ist doch kaum zu ahnen, welches auf das heutige Wirtschaftssystem folgen oder wie es modifiziert werden soll. Als studierte Physikerin weiß die Bundeskanzlerin um die gelegentlich unkalkulierbare Diskrepanz zwischen theoretischer Berechnung und praktischem Messergebnis. Als Angehörige eines der MINT-Berufe weiß sie, dass Modelle auch mal revidiert werden müssen – und zwar gründlich. Das Modell Euro hätten eine stärkere Verankerung in der europäischen Realität und vielleicht auch mehr Zeit gut getan. Statt so unterschiedliche Länder unter eine abstrakte Währung zu zwingen, wäre möglicherweise eine stärkere Berücksichtigung historischer, kultureller und schließlich wirtschaftlicher Tatsachen von nachhaltigerer Wirkung. Massenstreiks, Krawalle und Occupy werden den Märkten noch zu schaffen machen. Märktedämmerung?
Der Weltentwicklungsbericht 2012 der Weltbank scheint es zu bestätigen: Frauen können mit Geld und Gut umgehen; u.U. sogar besser als Männer. Verfügen Frauen über den gleichen Zugang zu Saatgut, Beruf und Arbeit wie Männer, lässt sich die Produktivität um 25% steigern. Woran liegt’s?  Vielleicht, weil es meist Frauen resp. Mütter sind, die sich in der überwiegenden Zahl um das Wohlergehen von Nachwuchs und Familie kümmern – müssen? Es soll für alle reichen, jeden Tag.
Ein ganzheitlicher Ansatz scheint dem Wirtschaften gut zu tun. Wie wäre es z.B., wenn nicht nur Maschinen auf der Habenseite einer Bilanz stünden, sondern zu einem gewissen Teil auch die geschulten Arbeits-Kräfte, das Personal? Was wäre dann ein Unternehmen „wert“; sagen wir wie Nokia Siemens. Was wäre, wenn volkswirtschaftlicher Kollateralschaden mit einem gewissen Faktor auch in der gesamten Bilanz des Unternehmens, das ihn z.B. durch Missmanagement verursacht, zu Buche schlüge? Was wäre, wenn die Untergottheit Wachstum eine Neudefinition erfahren würde?
In der Zukunft wird „Personal zur zentralen strategischen Ressource“ – sagen McKinseys Spezialisten. Individuelle Arbeitszeitkonten sollen künftig den Arbeitnehmern beim  Werkzeugmaschinen- und Laserspezialist Trumpf gestatten, ihre Arbeit an der Lebensrealität zu gestalten; viel arbeiten, wenn noch keine familiären Verpflichtungen ihren Tribut fordern und von der angesparten Zeit leben, wenn der Nachwuchs die Aufmerksamkeit beansprucht. Kurz, Wirtschaftswissenschaftler kommen  allmählich zu dem Schluss, dass eine „Professionalisierung der Gesellschaft“, eine mehr oder weniger kontinuierliche Verfügbarkeit von Arbeitskraft, eine „Humanisierung der Gesellschaft“ mit einschließen muss. Eine machbare Koordination von Arbeit, familiären Aufgaben, Weiterbildung kommt letztlich auch Männern zugute. Der Tunnelblick bisherigen Wirtschaftens - mit dem wesentlichen Fokus auf den maximalen Profit und eben Wachstum - wird sich wohl weiten müssen.
Überhaupt, was wäre, wenn mehr Frauen in Industrienationen Schlüsselpositionen in Wirtschaft und Politik inne hätten? Wüchse ihr Einfluss insgesamt – auch international -  desto größer wäre die Chancen auf eine Verbesserung der  Situation von Frauen, auch in Ländern, wo die Lage denkbar schlecht ist. Der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November zeigt, dass die global am weitesten verbreitete Ausgrenzung die gegen Frauen ist. Mehr oder weniger gewalttätig. Vergewaltigung stellt eine der billigsten und effektivsten Kriegswaffen dar. Der Schaden beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Frauen im besiegten Land sondern hat „schwerwiegende Folgen für die innere Verfasstheit der gesamten Gesellschaft eines Landes“. Das weiß Margot Wallström, UN-Sonderbeauftragte, aus ihrer Erfahrung im Kongo zu berichten. Aber auch in den Kriegen Europas gehörte diese Art der Kriegsführung durchaus zum Instrumentarium – bis jüngst im ehemaligen Jugoslawien. Eine breite, internationale Aufarbeitung dieser Kriegsverbrechen würde vermutlich manche Demarkationslinie verschieben. Derzeit plant der UN-Sicherheitsrat immerhin eine stärkere Sanktionierung und Ächtung solcher Taten.  Säßen (mehr?) Frauen am Verhandlungstisch der bevorstehenden Afghanistankonferenz, könnten afghanische Mädchen hoffen, nicht zwangsverheiratet zu werden – zum überwiegenden Teil unter 14 Jahren - und afghanische Frauen darauf, dass die auf dem Papier stehenden Rechte tatsächlich umgesetzt werden. Welcher Mittel bedarf es hingegen, um häusliche Gewalt gegen Frauen v.a. gegen Frauen mit Behinderung im eigenen Land einzudämmen? Mit mehr Frauen an den Hebeln der Macht, würde so mancher zusätzliche Aspekt Einzug in den gesellschaftlichen Konsens halten.
Aber die zu bohrenden Bretter sind dick, sehr dick. Ganz aktuell fragt Renate Künast, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen nach, weshalb die vollmundige Selbstverpflichtung der DAX-30-Unternehmen ausgerechnet „Aufsichtsrats- und Vorstandspositionen“ aussparen.... Warum wohl? Und wie wird die Antwort lauten?


MODELL FÜR DIE ZUKUNFT
Wie wollen wir arbeiten?
von Armin Lehmann
Die Gesellschaft wird immer älter, es fehlt an Fachkräften, Beruf und Familie lassen sich oft nur schwer vereinbaren: Zahlreiche Prognosen zeichnen ein düsteres Bild der künftigen Arbeitswelt. Doch es kann auch ganz anders kommen.
Die jüngste Revolution, die sogar die altehrwürdige Gewerkschaft der IG Metall feierte, fand kürzlich in Ditzingen, Baden-Württemberg, statt. Beim Werkzeugmaschinen- und Laserspezialisten Trumpf können sich die Arbeitnehmer künftig ihre Arbeitszeiten selbst zusammenbauen.

MENSCHENRECHTE
Gewalt gegen Frauen gefährdet den Frieden
Die Gewalt an Frauen und Kindern in Kriegs- und Konfliktregionen will der UN-Sicherheitsrat per Resolution stoppen. Nach wie vor ist jedoch der politische Wille der Staaten gering, endlich mehr gegen das Problem zu tun.

Frauen mit Behinderungen häufig von Gewalt betroffen
Studie weist dreifach erhöhtes Risiko aus
Frauen mit Behinderungen werden viel häufiger Opfer von Gewalt als nicht behinderte. Sie sind zwei- bis dreimal häufiger sexuellem Missbrauch in Kindheit und Jugend ausgesetzt als der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt, wie es in einer vom Bundesfamilienministerium veröffentlichten Studie heißt. Mit 58 bis 75 Prozent erlebten auch im Erwachsenenalter fast doppelt so viele Frauen körperliche Gewalt als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt (mit 35 Prozent).

Häusliche Gewalt weiter konsequent bekämpfen
Thüringen (Fraktion DIE LINKE THL) - „Politik und Gesellschaft dürfen in ihrem Kampf gegen Gewalt an Frauen nicht nachlassen“, fordert Karola Stange, Gleichstellungspolitikerin der Linksfraktion, anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Ein wichtiger Schritt dazu sei die durch DIE LINKE seit vielen Jahren geforderte bundeseinheitliche Notrufnummer, die nun als Hilfetelefon auf den Weg gebracht wurde.

Null Toleranz gegenüber Gewalt an Frauen
Anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen erklärt die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Karin Roth:  Jede und Jeder hat das Recht, gewaltfrei zu leben. Gewalt schränkt die Betroffenen in ihrer Entfaltung und Lebensgestaltung ein. Frauen sind in besonderem Maße von Gewalt betroffen. Gewalt an Frauen findet alltäglich und mitten unter uns statt.

Politik:

ZWANGSVERHEIRATUNGEN
Wider der Vereinfachung
Was hat die öffentliche Debatte über Zwangsverheiratungen verändert – in der Politik, in den Medien, in der Gesellschaft, im Leben der Opfer? Was ändert die aktuelle Studie des Bundesfamilienministeriums? Meltem Kulaçatan kommt zu einem nüchternen Ergebnis.
VON Meltem Kulaçatan
Vor rund einer Woche präsentierten die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer die Ergebnisse der Studie zur Zwangsverheiratung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Sahra Wagenknecht
Das Politische ist privat
Als "schöne Kommunistin" ist sie bekannt geworden. Nun ist sie zuerst einmal "die Freundin" von Oskar Lafontaine. Was bleibt von Sahra Wagenknecht?
Von Sophie Albers
Sie nehme sich das Recht auf persönliches Glück, sagt Sahra Wagenknecht, als sie im Warteraum von Michel Friedmans Streitshow auf die Aufzeichnung wartet, um mal wieder aufrecht und analytisch vom Ende des Kapitalismus zu träumen. Vor den Mindestlöhnen und der Regulierung der Finanzmärkte geht es bei Kaffee (Milch, kein Zucker) und Keksen um Lebensstandards und Goethe.

Die Koalition stellt sich die Frauenfrage
von Fatina Keilani
Im künftigen Senat dominieren die Männer / Mögliche Kandidatinnen geben sich zurückhaltend
Berlin - Im Berliner Koalitionsvertrag ist die Förderung von Frauen in Führungspositionen vereinbart, doch in der Praxis scheint sich die Suche nach fähigen und willigen Frauen für Senatsämter schwierig zu gestalten. Es werden wie immer verschiedene Namen gehandelt. Eine klare Aussage ist derzeit von niemandem zu bekommen – schon allein, um den eigenen Namen nicht vorzeitig zu verbrennen. Bei der SPD ist bisher mit Dilek Kolat immerhin eine Frau für Arbeit und Soziales gesetzt; zu vergeben ist das auch künftig von der SPD geführte Bildungsressort. Das solle an eine Frau gehen, die „von außen“ kommt, ist zu hören.

Einsam in der Politik
An den Hebeln der Macht sitzen immer noch meistens Männer, zumal in der Kommunalpolitik. Angela Platsch sieht fehlende Netzwerke als einen wichtigen Grund.
Von Helge Jost Kienel
Coburg - Die Frau gehört an den Herd und nicht in die Politik: Bis weit in die 70er Jahre war diese Losung weit verbreitet, ja beinahe gesellschaftsfähig. Heute wird Deutschland von einer Kanzlerin regiert, überall haben sich Frauen in der Politik durchgesetzt - zumindest auf den ersten Blick. Doch im Coburger Stadtrat sitzen gerade einmal neun Frauen unter 31 Männern. Und im Landkreis sieht es nicht viel besser aus.

Hauptstadt:

Im Bundestag notiert: Bundesgleichstellungsgesetz
Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/AW) Die SPD-Fraktion will von der Bundesregierung wissen, welche Konsequenzen sie aus dem Zweiten Erfahrungsbericht zum Bundesgleichstellungsgesetz zieht. In ihrer Kleinen Anfrage (17/7703) verlangt sie zudem Auskunft darüber, mit welchen konkreten Maßnahmen sie den Frauenanteil in Führungspositionen in Bundesbehörden erhöhen will und in welchen Behörden entsprechende Personalentwicklungskonzepte existieren.


Kongress "Zusammen erreichen wir mehr! Vielfalt leben – Chancengleichheit fördern – Vereine gründen" für Migrantinnen
Am 19. und 20. November veranstaltete das Bundesfamilienministerium mit 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Tagung "Zusammen erreichen wir mehr! Vielfalt leben - Chancengleichheit fördern - Vereine gründen", um Migrantinnen bei der Selbstorganisation zu unterstützen. Die Veranstaltung richtete sich sowohl an bereits bestehende Migrantinnenorganisationen als auch Migrantinnen, die sich zukünftig gerne organisieren würden.


Wirtschaft:

Gleichstellung der Geschlechter: ein Entwicklungsziel, von dem auch die Wirtschaft profitiert
Bern - Könnten Frauen in sämtlichen Bereichen arbeiten und alle Berufe ausüben, liesse sich die Produktivität in manchen Ländern um 25 % steigern. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie wichtig die Gleichstellung der Geschlechter für die Entwicklung ist. Mit diesem Thema befasst sich der Weltentwicklungsbericht 2012 der Weltbank. Der im September 2011 in Washington lancierte Bericht wurde gemeinsam mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) am Montag in Genf und am Dienstag in Bern vorgestellt.

US-Studie
Zahl der Frauen in Führungsetagen steigt
Der Frauenanteil in den Vorstandsetagen der weltweit größten Unternehmen ist seit 2004 einer US-Studie zufolge um 1,1 Prozentpunkte gestiegen. In den 200 umsatzstärksten Unternehmen liege der Anteil bei 13,8 Prozent.
Die Zahl der Frauen in den Vorstandsetagen der weltweit größten Unternehmen ist einer US-Studie zufolge in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. In den 200 umsatzstärksten Unternehmen liege der Anteil weiblicher Vorstände bei 13,8 Prozent, berichtete die Organisation "Corporate Women Directors International" am Freitag (Ortszeit) bei der Weltbank in Washington.

Noch immer verdienen Frauen 23% weniger als männliche Kollegen – Diskussion mit weiblichen Abgeordneten und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. in FFB
Von DIETER METZLER, Fürstenfeldbruck –
In Deutschland hat die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft ein hohes Niveau erreicht, viele Hürden wurden überwunden. Doch nicht überall: Vor allem in der Arbeitswelt stoßen Frauen zu oft noch auf Grenzen. Sie verdienen durchschnittlich 23 Prozent weniger als die männlichen Kollegen, sie arbeiten häufiger in Niedriglohn- und Teilzeitjobs als Männer und sie sind kaum in Führungspositionen vertreten.


Deutsche halten Arbeitsmarkt für ungerecht
Unsicherheit statt gleicher Chancen und Bezahlung
Mehrheit plädiert für gleichen Lohn für Frauen und Männer
Kaum ein Deutscher glaubt an Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Weniger als ein Drittel der Befragten sieht annähernd gleiche Aufstiegschancen und weniger als 40 Prozent sind der Ansicht, dass Leistung lohnt. 75 Prozent der Deutschen hält den Arbeitsmarkt insgesamt für unsicher. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen infas-Umfrage der Bertelsmann Stiftung.

Demografische Vollbremsung
Zu wenige Mädchen interessieren sich für einen technischen Beruf, zu wenige Frauen sitzen in den Führungsetagen der Unternehmen im Wartburgkreis.
Von Silvia Rost
Eisenach - Mit einem Kolloquium widmete sich der Firmenausbildungsverbund Wartburgkreis (FAV) dem Thema "Weibliche Fach- und Führungskräfte in den Unternehmen der Wartburgregion". Dazu hatte der FAV Führungskräfte aus Industrie, Schulleiter, Koordinatoren für die Berufswahl an den Schulen in das Steigenberger-Hotel Eisenach eingeladen. Referenten aus Politik und Wirtschaft beleuchteten das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln.

VDE-Studie: Exzellente Karrierechancen für Frauen in der Elektro- und IT-Branche 
    VDE erstellt erste deutschlandweite Studie zu MINT-Absolventinnen in der Elektro- und IT-Branche
    Mittelstand droht im Wettbewerb um weibliche Fachkräfte Anschluss zu verlieren
Gemischte Teams arbeiten effizienter als reine Männerteams, Frauen studieren intensiver, haben bessere Fremdsprachenkenntnisse und mehr Praxiserfahrung, sind bei der Bewerbung häufig erfolgreicher als ihre Kollegen, verdienen beim Berufseinstieg mindestens so viel wie ihre männlichen Kollegen, besetzen jede zehnte MINT-Stelle, davon einen großen Anteil mit Führungsverantwortung, und interessieren sich insbesondere für forschungs- und anwendungsnahe Tätigkeiten.

Gesellschaft:

Elitetruppe KSK will künftig Frauen rekrutieren
Anwärterprogramm soll entsprechend entschärft werden
Die Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) rekrutiert einem Bericht des "Spiegel" zufolge künftig erstmals auch Frauen. Wie das Magazin in seiner neuesten Ausgabe berichtet, soll die Einheit ab Mitte kommenden Jahres durch Soldatinnen verstärkt werden. Dafür soll das Aufnahmeprogramm, das die Anwärter für die Eliteeinheit durchlaufen müssen und das etwa Gewaltmärsche und psychologische Tests vorsieht, entsprechend etwas entschärft werden.


Frauen im Islam
Welche Chancen hat der islamische Feminismus?
Von SUSANNE SCHRÖTER
In den späten achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts bildete sich in Kuala Lumpur, der Hauptstadt von Malaysia, eine kleine Gruppe politisch engagierter Journalistinnen, Anwältinnen und Wissenschaftlerinnen, um zu erörtern, ob die neue islamische Ordnung, deren Durchsetzung diese Frauen gerade miterlebten, tatsächlich durch den Koran gerechtfertigt sei.

Tunesien | Sabine Kebir
Eine Ironie der Geschichte
Kollidieren seit Jahrzehnten gesicherte Frauenrechte mit der inneren Demokratisierung? Nach dem Wahlsieg der islamischen Ennahda-Partei ist das eine offene Frage
Der Kampf für Frauenrechte hat in Tunesien eine über hundertjährige Geschichte. Sie begann nach dem Eindruck der Menschenrechtsaktivistin Rachida Enneifer als „Geschichte männlicher Feministen“. 1887 nämlich publizierte Scheich Mohamed Snussi ein Buch mit dem Titel Die Entfaltung der Blume oder die Frau im Islam, in dem er Bildung für Mädchen forderte.

STRIPPEN GEGEN DEN STAAT
Warum zieht die ganze Welt plötzlich blank?
ISRAEL, ÄGYPTEN, CHINA – NACKT-PROTEST GILT DERZEIT ALS WIRKUNGSVOLLE FORM DER DEMONSTRATION
Egal, ob es um Frauenrechte, Freiheit oder die Finanz-Krise geht, nackte Haut scheint sich derzeit zum neuen „Protest-Plakat“ zu entwickeln.
In Ägypten zog die sogenannte „Nackt-Bloggerin“ Aliaa Magda El Mahdy (20) blank und die Blicke auf sich. Ihre Botschaft sollte keine politische, aber eine ganz weibliche sein.

Unterstützung für ägyptische Bloggerin
Nackte Solidarität
Von Sebastian Gierke
Aliaa Magda Elmahdy wird in Ägypten als geistig gestört und als Prostituierte beschimpft, nachdem die Bloggerin Nacktfotos von sich im Internet veröffentlichte. Jetzt zeigen sich Dutzende Frauen im Nachbarland Israel solidarisch - und lassen ebenfalls die Hüllen fallen. Auch Elmahdy kämpft weiter und kritisiert scharf die ägyptischen Männer.

Stoppt die Familienpolitik: Die meisten Frauen wollen bei ihren Kindern sein
Birgit Kelle
Eine neue Studie des österreichischen Familien- und Jugendministeriums hat die Diskussion um alte und neue Frauenrollen in Österreich heftig entfacht. Laut Ergebnis des so genannten »Jugendmonitors« kann sich jede zweite Österreicherin zwischen 14 und 24 Jahren vorstellen, als Hausfrau zu leben. Was für Feministinnen als eine Art »backlash« in verkrustete Rollenstrukturen anmutet, hat seine Ursachen offenbar in der Wirtschaftskrise, in Erschöpfung durch die permanente Doppelbelastung von Karrierefrauen und in einer großen Sehnsucht nach Familie.

Rechtsradikale Frauen
Die Mär vom Nazi-Betthäschen
Stumm, verlässlich, arglos - so lauten die Klischees über Beate Zschäpes Rolle in der Zwickauer Terrorzelle. Doch war sie tatsächlich nur eine willfährige Nazi-Braut? Eine dienstbare Killer-Servicefrau? Sehr unwahrscheinlich, sagen Rechtsextremismus-Experten.
Sie nannte sich Susanne, Manuela oder Susi. Sie liebte Katzen, war nett zur Bäckersfrau und grüßte freundlich. Beate Zschäpe trug keine Nazi-Kluft, sie liebte Schwarz und Rot, vielleicht auch Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die Männer, mit denen sie zusammenlebte, bevor beide sich eine Kugel in den Kopf schossen.

KOMMENTAR EHRENSENATOREN
34 Männer und keine einzige Frau
Wären die Ehrensenatoren der Universität Tübingen ein Gremium, das gelegentlich geschlossen in Erscheinung tritt, fiele es öffentlich noch mehr auf: Unter den 34 lebenden Trägern der höchsten Auszeichnung, welche die Universität zu vergeben hat, ist keine einzige Frau.
ULRIKE PFEIL
Und in der 88-jährigen Geschichte der lebenslangen Ehrung sieht es nicht viel besser aus: Nur vier der bisher 197 verliehenen Titel gingen an Senatorinnen.
Die erste war 1961 Margarete Fischer-Bosch, die letzte Hedwig Rieth. Die 2006 verstorbene Sozialdemokratin und Frau des früheren Landeskonservators Gustav Adolf Rieth hatte einiges zur Kunstsammlung der Uni beigetragen. Bis auf die wenigen Ausnahmen blieben Frauen bei der Wahl der universitären Schutzpatrone ausgeblendet.

Klassische Rollenverteilung als Auslaufmodell
Vorstellungen über die Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen sind in den vergangenen Jahren zunehmend egalitär geworden.


Gesundheit:

Umfrage: Alleinerziehende Mütter stärker Burnout-gefährdet als Banken-Vorstände
Hamburg (ots) - Nur drei Prozent der Deutschen glauben, dass Vorstandsvorsitzende von Banken Burnout-gefährdet sind. Deutlich mehr Stress lastet demnach auf Ärzten in der Notaufnahme. 24 Prozent der Bundesbürger halten sie für besonders gefährdet, einen Zusammenbruch zu erleiden. Dahinter folgen alleinerziehende Müttern mit drei Kindern (22 Prozent).

Die Sache mit dem Einparken: Hirnforschung jenseits von Rollenklischees
Die moderne Hirnforschung sieht mögliche Begabungen von Frauen und Männern nicht mehr als biologisch vorgegeben und damit unveränderbar an. Viele Studien stellen noch nicht einmal Geschlechterdifferenzen fest.

Depressionen - wirklich ein Frauenleiden?
Hamburg (ots) - Psychische Erkrankungen werden immer häufiger diagnostiziert. Nach Angaben des aktuellen Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) sind die psychisch bedingten Fehlzeiten seit 2006 kontinuierlich gestiegen, allein von 2009 bis 2010 um knapp 14 Prozent. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der TK bestätigt diesen Trend: Knapp ein Drittel der Befragten hat demnach schon einmal unter seelischen Beschwerden gelitten.

Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Frauen
Für eine effektive Frauenarbeit im Bereich HIV/Aids gründete sich im Jahr 2006 die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Frauen. Sie vertritt das Thema Frauen im Kontext von HIV und Aids innerhalb der Deutschen AIDS-Hilfe und in der Öffentlichkeit. Sie befördert Austausch, bündelt Ressourcen, entwickelt Qualitätsstandards und baut Vernetzungsstrukturen auf.


Ausland:

Brasilien
Kampf gegen Korruption und Männerherrschaft
von Alexander Busch
Präsidenten Dilma Rousseff räumt seit ihrem Amtsantritt gnadenlos auf. Nun geht es zwei Konstanten der brasilianischen Politik an den Kragen: Korruption und Männerherrschaft.
Sechs Minister hat die einstige Guerillakämpferin Dilma Rousseff entlassen, seit sie zu Jahresbeginn als Staatspräsidentin die Nachfolge ihres Parteifreundes Lula da Silva angetreten hat. Bei fünf der geschassten Kabinettsmitglieder war Korruption der Entlassungsgrund.

Prominenter Banker zieht in Montis Kabinett ein
Der designierte Ministerpräsident Mario Monti übernimmt zusätzlich das Amt des Wirtschafts- und Finanzministers. Ein weiteres Superministerium des deutlich verkleinerten Kabinetts geht an einen prominenten Bankchef.
Rom - Der künftige italienische Ministerpräsident Mario Monti hat im Eiltempo eine neue Regierung für das hoch verschuldete Euro-Land gebildet. Er selber werde zusätzlich das Ressort des Wirtschafts- und Finanzministers übernehmen, erklärte Monti am Mittwoch im Anschluss an Gespräche mit Staatsoberhaupt Giorgio Napolitano.
Der Chef der Bank Intesa Sanpaolo, Corrado Passera, soll neuer Minister für Infrastruktur, Industrie und Transport werden.

Erklärungsbedarf zur chronischen Lohndifferenz
Lohnungleichheit Mann - Frau
hus. Die Arbeitswelt mag oft unfair sein. Ist es «fair», wenn die Lauten trotz vergleichbarer Arbeit mehr verdienen als die Leisen (weil sie in Lohnverhandlungen forscher auftreten) oder wenn die Zürcher mehr verdienen als die Berner (weil Talente in Zürich stärker gesucht sein mögen) oder wenn die Schweizer mehr verdienen als die Deutschen und die meisten anderen (weil es der Schweizer Wirtschaft immer noch relativ gut geht)? Man nennt das Markt, und der Markt bringt nicht immer appetitliche Ergebnisse.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/erklaerungsbedarf_zur_chronischen_lohndifferenz_1.13318730.html

Freitag, 28. Oktober 2011

Das waren die 42. & 43. Kalenderwochen: "Ich habe heute eine Wette gewonnen." (Kristina Schröder) –"Gehen Sie zurück auf Los...." (Monopoly)

Weitere Links finden Sie unten
Freiwillige Selbstverpflichtung, Flexiquote, Stufenplan, gesetzliche Selbstverpflichtung.... Das sind die Resultate des Treffens zwischen den Ministerinnen Schröder und von der Leyen und den Personalvorständen der DAX-Konzerne. Die vielen 0000 des Women-on-Board-Index, kurz WoB-Index, offenbaren dagegen, wie es um die Anzahl von Frauen in den DAX-Unternehmen tatsächlich bestellt und wie weit der Weg zur Schlossallee noch ist: http://www.fidar.de

"Gehen Sie zurück auf Los, gehen Sie nicht über die Parkstraße, ziehen Sie nicht 4.000,- Mark ein."

Die Beharrungskräfte sind stark in diesem Land und lassen eine erschöpfte und wenig überzeugt wirkende Familienministerin vor die Kameras treten, die diese Schlappe tapfer als Erfolg feiert: "Die Unternehmen haben sich ambitionierte Ziele gesetzt, zu denen sie auch öffentlich stehen können." Kurze Zwischenfrage: hatten diese Unternehmen nicht seit 2001 Zeit, die freiwillig vereinbarten Ziele umzusetzen? Aber auch hierauf weiß die Familienministerin zu antworten: "mehr, als sich in den letzten Jahren zum Thema Frauen in Führungspositionen getan hat." http://www.tagesschau.de/inland/frauenquote154.html
Gemessen an der Entwicklung der vergangenen 10 Jahre stimmt die Aussage. Schade nur, dass von den Frauen kaum eine so recht mitfeiern will. Schon gar nicht Ursula von der Leyen.
Dennoch hat die gesamte Diskussion bereits soviel Druck aufgebaut, dass in einigen Chefetagen viel passiert ist. Diejenigen, die sowieso schon immer gegen eine unfreundliche Frauenquote waren und eher auf Familienfreundlichkeit setzen, übersehen, dass eine Familien-Beruf-Balance, erst dank konkreter Quoten-Drohung ernsthaft debattiert und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe überhaupt wahrgenommen wurde. Zur gesamten Gesellschaft gehören eben auch Unternehmen, große und kleine, private und staatliche. Frauenquote und ein Mehr an Familienkompatibilität schließen sich nicht aus, sondern bedingen einander - jedenfalls in Deutschland. Unternehmen, vorwiegend im technischen und IT-Bereich, mögen nun erleichtert aufatmen, da ja ohnehin nicht genügend Frauen für die Besetzung entsprechender Posten bereitstünden, offenbaren aber vergangene Versäumnisse. Wer Frauen in diesem Kontext den schwarzen Peter zuschieben will, nicht das Richtige studiert zu haben, sollte bedenken, was womöglich Schule und Universität dazu beigetragen haben und noch beitragen, um technische und naturwissenschaftliche Fächer im Verlauf der Ausbildungskarriere für viele Mädchen unattraktiv werden zu lassen. Der Unterricht in diesen Disziplinen folgte und folgt(?) häufig der wettbewerbsorientierten Herangehensweise von Jungen. An den überwiegend männlich dominierten technischen Fakultäten der Unis lockte es dann wahrscheinlich nicht genügend junge Frauen, zumal sie kaum realistische Aussichten auf eine adäquate Anstellung hatten.  
Werden nun mit Ausbleiben einer gesetzlich festgelegten Quote die Anstrengungen, für ein Mehr an weiblicher Teilhabe in traditionellen Männerdomänen nachlassen? Wenn nur gebellt wurde ohne die Möglichkeit, ggf. wirklich zuzubeißen? Einen solchen wachhabenden Hund wird keiner ernst nehmen, ihn bellen lassen und wie gewohnt seinen Weg fortsetzen. Ein schwaches Knurren ist Schröders "Drohung", diejenigen Unternehmen mit einer Geldstrafe von 25.000.- Euro zu belegen, die ihre freiwillig vereinbarte Frauenquote nicht erfüllt haben. Das mag für Normalsterbliche viel Geld sein; gemessen an den Summen, die ein DAX-notiertes Unternehmen bewegt..... Nun ja. Vielleicht ein bisschen teuer, für das ein oder andere Lippenbekenntnis, wenn aber dafür alles so bleibt wie es ist....
Bleibt nur noch, auf Brüssel zu hoffen, auf die Hilfe von EU-Komissarin Viviane Reding und auf ein Gesetz? Warum nicht, reicht der Arm Brüssels doch weit in die privaten Kühlschränke, in denen vorschriftsmäßig gekrümmte Gurken für die gesunde Ernährung und in die Wohnzimmer, wo zunehmend vorschriftsmäßige Beleuchtungskörper für Licht sorgen.
Jetzt also nicht nachlassen; denn die Versuchung könnte groß sein, sich der gestellten Aufgabe mit der Eleganz der Piratenpartei zu entziehen, die eine Unterscheidung in Geschlechter für überholt hält und eher ein Gender 2.0 propagiert: "Die Piratenpartei lehnt die Erfassung des Merkmals, 'Geschlecht' durch staatliche Behörden ab". Men-Talk.

Humor ist, wenn frau trotzdem lacht:
Standup Christian Ehring
Der extra 3 Moderator ist begeistert von der Flexi-Quote - und will die auch für seine Steuererklärung.


Eine historisch-philosophische Betrachtung:
Genderkolumne | Katrin Rönicke
Wo sind die Heldinnen?
Was hält so viele Frauen davon ab, ihre politische und ökonomische Wirkungsmacht in der Gesellschaft in gleicher Weise wahrzunehmen, wie die Männer? Eine Ursachensuche


Wirtschaft:

Contra Frauenquote
Wir brauchen eine Mütterquote statt eine Frauenquote
Kommentar von FOCUS-Online-Korrespondentin Martina Fietz
Nicht eine Quote bringt mehr Frauen in Chefetagen, sondern nur ein neues Verständnis von Familie und Beruf.
Hört man Ursula von der Leyen zu, dann könnte man auf die Idee verfallen, in der deutschen Wirtschaft stünden hunderte top-qualifizierter Frauen im Wartestand auf eine Führungsposition. Allein die fest geknüpften männlichen Netzwerke verhinderten ihren Aufstieg. Die Realität sieht allerdings anders aus.

Der Hightech-Verband BITKOM erklärt anlässlich des heutigen Treffens der DAX-Vorstände mit der Bundesregierung
„Individuelle Selbstverpflichtungen der Unternehmen zur Verbesserung der Karrierechancen von Frauen sind der richtige Weg für die kommenden Jahre“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „

Bitkom stellt sich gegen die Frauenquote
Der Branchenverband Bitkom hält eine feste Frauenquote von 30 Prozent in der IT für nicht durchsetzbar.

Kritik an Dax-Konzernen wegen wachsweicher Frauenquoten
Großkonzerne bekennen sich zu mehr Frauen im Management
Firmen stellen freiwillige Selbstverpflichtung vor
Deutschlands Großkonzerne stoßen mit ihrer neuen Selbstverpflichtung zur Frauenförderung in Führungsetagen auf harsche Kritik.

Im Familienbetrieb führen Frauen
In mittelständischen Unternehmen haben oftmals Geschäftsführerinnen das Sagen – ganz ohne Quote
In den DAX-Konzernen sind Frauen im Vorstand noch so selten wie weiße Elefanten. Doch in kleinen und mittelständischen Betrieben sind häufig Frauen an der Spitze.

Leserbrief: Dr. Peter Lachmann zur Frauenquote in der Politik
Dr. Peter Lachmann aus Arnstadt
Zum Beitrag "Thüringer Unternehmerinnen lehnen Frauenquote in der Wirtschaft ab" (TA vom 18. Oktober) fragt sich unser Leser Dr. Peter Lachmann aus Arnstadt, warum Führungspositionen überwiegend von Männern besetzt sind. Und während Deutschland eine Selbstverpflichtung zur Quote feiert, ist die in anderen Ländern längst Gesetz.

FREIWILLIGE SELBSTVERPFLICHTUNG
Dax-Konzerne wollen Frauenquote abwenden
Von 190 Dax-Vorständen sind sieben weiblich. Das wollen die Unternehmen jetzt ändern. Ganz gemächlich innerhalb der nächsten neun Jahren und auch nicht ganz so freiwillig, wie sie behaupten.
Stunde der Wahrheit für DAX-Personalvorstände: FidAR fordert verbindliche Vorgaben für mehr Frauen in Aufsichtsrat und Vorstand
Stunde der Wahrheit für DAX-Personalvorstände: FidAR fordert verbindliche Vorgaben für mehr Frauen in Aufsichtsrat und Vorstand

Die Chefs sind männlich
Die Frauenquote soll den Anteil weiblicher Führungskräfte erhöhen. Deutschland hinkt im Vergleich mit anderen Ländern hinterher.

Angela Merkel muss sich um die Frauenquote in ihrem Betrieb keine Sorgen machen: An der Spitze steht eine Kanzlerin, und in fünf von 14 Ministerien sitzen ebenfalls Frauen im Chefsessel. Damit wären zumindest die geforderten 30 Prozent erfüllt.

Autor: Dorothea Siems
Quotenfrau, nein danke!
Drei Frauen - drei Meinungen zur Frauenquote. So präsentieren sich die in der Regierung für das Thema zuständigen Ministerinnen Ursula von der Leyen, Kristina Schröder und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Die Arbeitsministerin will die knallharte Gesetzeskeule. Die federführende Frauenministerin favorisiert eine Mischung aus Regulierung und unternehmerischer Freiheit. Und die liberale Justizministerin möchte am liebsten, dass sich die Politik auch in Zukunft ganz aus der Frage heraushält, wie die Topposten in der Wirtschaft besetzt werden.

Wirtschaft der Region lehnt Frauenquote ab
Mit der Frauenquote für Chefetagen, zu der die Regierung deutsche Großkonzerne heute in Berlin drängt, macht sich die Politik bei der Wirtschaft im Nordwesten keine Freunde. Von unserer Zeitung befragte Top-Manager lehnten das Vorhaben ab.
Von Christian Schaudwet

"Chefs betreiben Männerförderung"
Harte Frauenquote oder mehr Kita-Plätze? Barbara Unmüßig vom Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung sagt Deutschland sei in Sachen Gleichberechtigung ein Entwicklungsland.
VON CAROLINE KIEKE
Barbara Unmüßig, Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung, ist für die Frauenquote. "Um die Macht teilzuhaben. Darum geht es", sagt sie im "Streit der Woche" in der sonntaz.

"Die reine Männerwirtschaft geht zu Ende "
Die DAX-Konzerne wollen den Frauenanteil in Führungspositionen freiwillig erhöhen, lehnen aber gesetzliche Regelungen entschieden ab. Leitartikler fordern Chancengleichheit und bessere Rahmenbedingungen für Frauen.

Pro/Contra: Frauenquote
Frauenanteil in Führungspositionen
Gibt es bald mehr Führungskräfte mit Kindern?
Quelle: Zeitfixierer
Am Montag trafen sich die Dax-Konzerne mit der Familienministerin Schröder und Arbeitsministerin von der Leyen.

Dossier zur Frauenquote: Unternehmen veröffentlichen Ziele
Frauenquote ja oder nein? Das Treffen zwischen den dreißig größten börsennotierten deutschen Unternehmen und der Regierung brachte zwar Bewegung, aber nicht unbedingt Fortschritt in die Diskussion.

Politik:

Viele Staaten haben gesetzliche Regelungen für weibliches Führungspersonal
Mehr Frauen in die Führungsetagen der Wirtschaft – das haben sich Politik und Unternehmen schon länger auf die Fahne geschrieben. Doch zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft eine große Lücke. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) waren 2010 nur 2,9 Prozent der Vorstandsposten von Banken und Sparkassen mit Frauen besetzt, in den Versicherungen 2,5 Prozent. Und das, obwohl in diesen Branchen insgesamt mehr Frauen als Männer arbeiten.


Frauenquote: Hamburg kritisiert Ministerin Schröder
Hamburg will verbindliche Frauenquote in Unternehmen
Hansestadt will "in Kürze" Gesetzesinitiative vorlegen
Die Hamburger Justizsenatorin Jana Schiedek (SPD) hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) in der Debatte um eine Frauenquote in deutschen Unternehmen scharf kritisiert. Die von Schröder vorgeschlagene gesetzliche Verpflichtung zur Abgabe einer Selbstverpflichtung sei "nichts weiter als ein Feigenblatt", sagte Schiedek dem "Hamburger Abendblatt".

Kommentar und Kritik der Grünen-Fraktionschefin, Renate Künast:

WEIBLICHE FÜHRUNGSKRÄFTE
Autor: Dorothea Siems
CDU-Ministerinnen streiten über die Frauenquote
Frauenministerin Kristina Schröder sieht die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft als Erfolg. Ursula von der Leyen hingegen besteht auf einem Gesetz. http://www.welt.de/politik/deutschland/article13665629/CDU-Ministerinnen-streiten-ueber-die-Frauenquote.html

Ministerinnen streiten über die Frauenquote
Autor: Dorothea Siems
30 Konzerne wollen ihren Anteil an weiblichen Führungskräften auf bis zu ein Drittel steigern
Koalition hat keine einheitliche Linie zur Quote. FDP lehnt jegliche gesetzliche Regelung ab
Bundesfrauenministerin Kristina Schröder sieht die deutsche Wirtschaft bei der Frauenförderung auf einem guten Weg. "Ich habe heute eine Wette gewonnen", sagte die CDU-Politikerin nach einem Treffen mit den Personalvorständen der 30 größten börsennotierten Unternehmen.

Wirtschaft: Von einem Zwang per gesetzlicher Frauenquote wollen die Dax-Konzerne nichts wissen - ganz im Gegensatz zu Arbeitsministerin von der Leyen
"Unternehmen profitieren von mehr Frauen in der Führung"
Von unserem Korrespondenten Martin Ferber und dpa
Auf dem Podium, immerhin, sitzen genauso viele Frauen wie Männer, ganz ohne Quote, ganz ohne Gesetz. Vier Frauen, vier Männer. Bei genauerem Hinsehen allerdings tritt der Unterschied zutage: Während die Bundesregierung gleich mit drei Ministerinnen - Kristina Schröder, Ursula von der Leyen (beide CDU) und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) - und einem Mann, Wirtschaftsstaatssekretär Bernhard Heitzer, vertreten ist, ist das Verhältnis auf der Seite der Wirtschaft, den 30 größten deutschen Unternehmen, genau andersherum: Nur eine Frau, Regine Stachelhaus von Eon, wird flankiert von drei Männern: Christian Schwolow und Thomas Sattelberger von der Deutschen Telekom sowie Harald Krüger von BMW.

PROBLEME DER PIRATEN MIT DER FRAUENQUOTE
Von wegen transparent
KOMMENTAR VON INES KAPPERT
Bei der Piratenpartei ist viel von Transparenz, viel von Lernen und viel von Bürgerbeteiligung die Rede. Von allem will man mehr, denn nur so ließen sich die Etablierten in Politik und Wirtschaft wieder in die Verantwortung nehmen.
Gleichzeitig reagieren die parlamentarischen Newcomer auf die Kritik, kaum Frauen in den Reihen zu haben und auch kaum Wählerinnen, mit dem frechen Verweis, man blicke Leuten nicht zwischen die Beine, man sei "postgender".

Piratenchef Sebastian Nerz
"Politik ist kein einfaches Feld"
Piratenchef Sebastian Nerz über Meinungsbildung in einer basisdemokratischen Partei, Sexismus, Extremismus und die Schwierigkeit, sachlich über Israel und den Holocaust zu reden.

Hauptstadt:

Gesetzentwurf zur Familienpflegezeit auf den Weg gebracht
Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Berlin: (hib/SKE) Menschen, die ihre Angehörigen pflegen und gleichzeitig arbeiten, sollen Privates und Berufliches künftig einfacher vereinbaren können. Der Familienausschuss befürwortete am Mittwoch Mittag einen Gesetzentwurf der Bundesregierung (17/6000) zur sogenannten Familienpflegezeit mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP.

Zustimmung zum Menschenrechtsbericht der Bundesregierung
Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe
Berlin: (hib/KRU) Die Fraktionen des Bundestags haben den Neunten Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik in den auswärtigen Beziehungen und in anderen Politikbereichen (17/2840) weitgehend zustimmend zur Kenntnis genommen. Besonders gewürdigt wurde die übersichtliche Darstellung sowie die Straffung des Papiers im Vergleich zum Achten Bericht.

Grüne wollen Gleichstellung im Rahmen der Bundeswehrreform fördern
Verteidigung/Antrag
Berlin: (hib/AMR) Die Bundesregierung soll sich stärker für die Gleichstellung von Frauen und Männern bei der Bundeswehr einsetzen. Dies fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag (17/7351), der am Donnerstag im Bundestag beraten wird. Angesichts der bevorstehenden Bundeswehrreform müsse die angestrebte Gleichstellung konsequenter umgesetzt werden.


Gesundheit & Medizin:

Ärzte Zeitung online
Caritas will Frauenquote von 50 Prozent einführen
WÜRZBURG (dpa). Der Deutsche Caritasverband will in den Vorstandsetagen seiner Unternehmen eine Frauenquote von 50 Prozent einführen.
Obwohl bei dem Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche etwa 80 Prozent der Mitarbeiter weiblich seien, hätten in der Führungsetage bisher die Männer das Sagen, sagte Verbandspräsident Peter Neher am Donnerstag in Würzburg nach Abschluss einer dreitägigen Delegiertenversammlung.

Ärzte Zeitung
Pädiater sorgen sich um Gesundheit von Jungen
BAD ORB (ras). Jungen werden nach Einschätzung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) bei Erziehung und Gesundheit zunehmend benachteiligt.
Eine Ursache dafür sei der hohe Frauenanteil unter Lehrern und Ärzten. Ihre wachsender Anteil führe dazu, dass den spezifischen Bedürfnissen von Jungen nicht mehr entsprochen werden könne, stellte Dr. Tilmann Kaethner, Vorstandsmitglied im BVKJ, fest.

Ärzte Zeitung
Private Klinikbetreiber halten nichts von Frauenquoten
Weibliche Führungskräfte sind bei den Privaten keine Seltenheit. Und: Allein die Qualifikation entscheidet.
BERLIN (maw). Bei den großen privaten Klinikbetreibern in Deutschland spielt das Thema Frauenquote im Gegensatz zu den 30 im Dax notierten Unternehmen keine Rolle bei der Besetzung von Management-Positionen. Das geht aus einer Blitzumfrage der "Ärzte Zeitung" hervor.

Gesellschaft und Kunst:

Festhalten am traditionellen Rollenbild - Umfrage: Fast die Hälfte aller Männer befürwortet Modell der Frau als Hausfrau und Mutter - Mehr als ein Drittel der Frauen sind der gleichen Meinung
Baierbrunn (ots) -

Leitartikel: Es geht nicht um Frauen 4
Frau sein dieser Tage ist wirklich nicht leicht. Frauen gelten als stille, unbedingt zu hebende Reserve der Arbeitsgesellschaft (Fachkräftemangel), sie sollen gleichzeitig mehr Kinder bekommen (demographischer Wandel) und den Nachwuchs bitte auch zu sozial-integeren, produktiven Kräften unserer Gesellschaft formen (frühkindliche Förderung).
Von Susanne Keeding


Rollenbilder in den Naturwissenschaften
Ringvorlesung, Ausschreibungen und Publikation zu Frauen und Forschung
Welche Rolle spielt die Kategorie Geschlecht in Naturwissenschaften und Technik? Diese Frage beschäftigt Wirtschaft und Politik, die mit maßgeschneiderten Kampagnen mehr Frauen in männerdominierte Studien locken und mit speziellen Förderungen Forscherinnenkarrieren ankurbeln wollen, gleichermaßen wie die Wissenschaft selbst.

Pädagogische Hochschule Freiburg wird mit dem TOTAL E-QUALITY-Prädikat ausgezeichnet
Helga Epp M. A.   Pressestelle
Die Pädagogische Hochschule Freiburg erhält das TOTAL E-QUALITY-Prädikat und wird damit für eine in der Praxis gelebte Chancengleichheit und für ihre herausragende Gleichstellungsarbeit ausgezeichnet.

Noch heute gilt die Tochter von Papst Alexander VI. als Giftmischerin, Ehebrecherin, Blutschänderin. Das wird Lucrezia Borgia nicht gerecht, sagen Historiker.
Autor: Berthold Seewald
„Lucrezia Borgia ist die unseligste Frauengestalt der modernen Geschichte.“ Mit diesen Worten eröffnete der große Italien-Kenner Ferdinand Gregorovius (1821-1891) seine Biografie jener faszinierend schrecklichen Frau, „welche in der einen Hand die Giftphiole, in der anderen den Dolch trägt“.

Antonio Banderas würde sich wünschen, eine Woche lang in den Körper einer Frau zu schlüpfen.
Antonio Banderas würde gerne wissen, wie es ist, eine Frau zu sein.
Der gebürtige Spanier, der ab morgen, 20. Oktober, in Pedro Almodóvars neuem Film 'Die Haut, in der ich wohne' zu sehen ist, hätte großen Spaß daran, einmal eine Frau zu sein. "Ich wäre sehr neugierig auf diese Welt, die man als Mann ja nie richtig versteht. Ich würde versuchen, diese Gefühlswelt zu ergründen. Vor allem würde ich herausfinden wollen, wie sich Frauen gegenüber Männern fühlen und welche Aggressionen sie gegenüber ihnen verspüren." Nur einen Tag lang das Leben einer Frau zu führen, wäre ihm jedoch zu wenig. "Das müsste schon mindestens eine Woche sein."

Die Macht der Frau
Was früher Sex-Appeal hieß, nennen Soziologen heute "erotisches Kapital". Auch Männer haben inzwischen den Faktor Schönheit als Karrierehilfe für sich entdeckt


International:

Frauenverband gründete politische Partei
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte ruft Übergangsregierung zu Unterstützung der neuen Partei auf
Frankfurt am Main/Wien - Die Vorsitzende des "Verbands der arabischen Frauen" ("Rabitat al-mar'a al-arabiya") Hoda Badran hat die Gründung einer politischen Partei in Ägypten zur Verbesserung der Lage der ägyptischen und arabischen Frauen bekanntgegeben, wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Montag in einer Aussendung mitteilte. Der Antrag auf Gründung der neuen Partei mit dem Namen "Union der Frauen Ägyptens" ("Itihad nisa' misr") wurde demnach am Sonntag eingereicht.

Erste freie Wahlen in Tunesien
Es liegt eine feierliche Stimmung über dem Land
Tunis (RPO). Noch nie haben die Menschen in Tunesien in freien Wahlen ihren Willen kundtun können. An diesem Sonntag war der große Moment gekommen. An den Wahllokalen bilden sich lange Schlangen. 70 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.

Bericht zur gesellschaftlichen Position chinesischer Frauen
Einem am Freitag veröffentlichten Bericht zur gesellschaftlichen Position der Frauen in China zufolge hat sich die soziale Stellung der chinesischen Frauen beträchtlich verbessert. Die Untersuchung wird gemeinsam durch das Staatliche Statistikamt und den Gesamtchinesischen Frauenbund abgehalten. Die ersten zwei Erhebungen fanden jeweils in den Jahren 1990 und 2000 statt.