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Frauen wirtschaften anders. Eine Binsenweisheit. Gegenstand einer Studie der KfW war das unternehmerische Verhalten der Führungsfrauen im Mittelstand, die hier bekanntermaßen eine höhere Dichte aufweisen als in großen Unternehmen. Ein vorsichtigeres Investionsverhalten – v.a. in kleineren Betrieben – trägt also durchaus eine weibliche Handschrift. Unternehmen denen eine Chefin vorsteht, wachsen zwar langsamer, dafür aber stetiger und nachhaltiger. Erfreulich für die Mitarbeiter. Auch in Kreditverhandlungen neigen Frauen mehr zur Selbstkritik als Männer in der gleichen Situation. Dieses Verhalten – häufig als Schwäche im Wettlauf um höhere Posten gewertet – betrachten Banker dagegen als die bessere Gesprächsvorbereitung. Nachteile scheinen sich für die investitionsbereiten Unternehmerinnen dadurch auch nicht zu ergeben; denn im Ergebnis sind sie bei der Zusage von Krediten nicht weniger erfolgreich als die männlichen Mitbewerber. Unabhängig ob Kinder im Spiel sind, wird der Lebensinhalt nicht nur im unternehmerischen Erfolg gesucht; denn "etwa die Hälfte der Unternehmerinnen haben überhaupt keine Kinder". Einem Größer-Weiter-Mehr können UnternehmerINen offenbar weitaus weniger abgewinnen als UnternehmER . Vielleicht gar nicht so schlecht? Lehman Brothers, Griechenlandkrise, dicht gefolgt von einer anstehenden Portugal-, Spanien- und Italienkrise zeugen nicht gerade von einem tragfähigen System. Welchen Kriterien folgen sog. Ratingagenturen, bei der Bewertung von Unternehmen oder ganzen Volkswirtschaften? Sind diese Beurteilungen wahrer als der konkrete Gewinn, Sachwert oder der Wissenspool in einem Betrieb. Wie ist z.B. die Verschwendung von Potential einzuschätzen, wie sie derzeit durch eine reelle 50 prozentige Arbeitslosenquote unter jungen Spaniern gegeben ist?
Weibliches Wirtschaften – übrigens nicht unbedingt an das Geschlecht gebunden – könnte selbstbewusster auftreten.
Mittelstand
Jeden fünften Betrieb steuert eine Chefin
Im Mittelstand gibt es viel mehr Chefinnen. Vor allem die weibliche Vorsicht kann Betrieben zugute kommen: Sie reagieren im Abschwung schneller, investieren aber weniger.
Von Holger Paul und Julia Löhr
http://www.faz.net/artikel/C31151/mittelstand-jeden-fuenften-betrieb-steuert-eine-chefin-30438645.html
Wollen Frauen in großen Unternehmen vorankommen, gilt es, zunehmend Machtspiele und Dominanzgebaren in den beruflichen Alltag zu integrieren. Je höher frau die Karriereleiter erklimmt, desto dünner wird die Luft, die sie in der Regel zu atmen gewohnt ist, desto fremder das kommunikative Umfeld. Galten bis dahin soziale Kompetenzen wie Sensibilität, Konsens- und Teamfähigkeit als lobenswerte Eigenschaften, so sollten mit der Eroberung des Chefsessels Machtbewusstsein und Kampfbereitschaft in den Fokus rücken. Die erforderliche Kehrtwende erscheint nicht jeder oder jedem als erstrebenswert. Für manche bedeutet dieses durch Alphamännchen über viele Generationen etablierte und häufig als Naturgesetz empfundene
Verhalten schlicht Rückschritt. Vielleicht etwa vergleichbar mit dem Tragen eines Degens auf offener Straße - was vor 200 Jahren durchaus noch zum Outfit des Herren gehörte. Wie aber lassen sich Kompetenz oder Durchsetzungsfähigkeit messen und überhaupt, was gilt als effizient? Während einer Diskussion Anderen laut ins Wort fallen, möglichst unter Verzicht auf den inhaltlichen Zusammenhang? Mit raumgreifende Gesten, ausgestreckten Beinen und hinter dem Kopf verschränkten Armen den Anspruch von Terrain und Macht bekunden? In einem anderen Kontext zeugt ein solches Benehmen eher von versäumter Erziehung, Egozentrik und Missachtung des Gegenübers. Teamfähigkeit ist hier kaum zu erwarten. Diskussionen werden durch häufige und ablenkende Unterbrechungen, die nur den eigenen Standpunkt kundtun in die Länge gezogen. Verhandlungen können zudem äußerst ineffizient verlaufen, wenn die Fähigkeit des Zuhörens fehlt. Manchmal kostet das sogar richtig Geld; nämlich dann, wenn ein Auftrag verloren geht, da sich der potentielle Kunde oder die Kundin durch Powertalk überfahren fühlt.
Spielregeln der Macht – ein Stolperstein für Frauen am Weg nach oben?
„Weibliche Eigenschaften“ wie Sensibilität, Kommunikationsfähigkeit, Konsensorientierung, Teamfähigkeit u.ä. werden von Fachliteratur und Medien immer wieder als karriereförderlich beschrieben. Tatsächlich kommen Frauen (und übrigens auch Männer) mit diesen „Sozialkompetenzen“ genau bis an den unteren Rand der Gläsernen Decke.
Dennoch ließe sich etwas von der typisch männlichen Kommunikationsform abgucken: die eigenen Qualitäten schätzen lernen - wenngleich (noch) nicht im Mainstream verankert - und diese Wertschätzung in kurzen klaren Ansagen zu vermitteln.
Die fußballspielenden Frauen machen es gerade vor. Verboten, verlacht – immer noch – lenken sie dank unaufgeregter Kontinuität die mediale Aufmerksamkeit allmählich und stetig auf ihren Fußball. Seit 40 Jahren.
Was Sie schon immer über Frauenfußball wissen wollten.
Spielen Frauen anders?
Oliver Fritsch und Anna Gauto
Frauenministerin Irene Alt: Frauen-Fußballerinnen machen Gleichstellung vor
http://www.eifelzeitung.de/?artikel=64070
Seit 40 Jahren dürfen die Schweizerinnen mitbestimmen, wer die politische Macht im Land erhält. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum des Frauenwahlrechts.
Früher erkämpft – heute selbstverständlich
Bundesrat würdigt Wegbereiterinnen des Frauenstimmrechts
Was sonst noch passierte:
Wirtschaft:
"Frauen müssen protestieren"
Interview: Lisa Städtler
Barbara Duden
69, ist eine deutsche Historikerin, Soziologin und Medizinhistorikerin. Sie lehrt an der Leibniz Universität in Hannover.
Wirtschaftskrise
EU - Deutsche Frauen müssen mehr arbeiten
Sabine Brendel
Statistiker: Mehr Frauen in deutschen Chefetagen
NACHGEFRAGT
Bayerische Wirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen für Frauen in der Arbeitswelt
von Simone Michel
Brossardt: „Konkrete Hilfe statt Symbolpolitik“
MEHR FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN
Diskussionsveranstaltung des BDI zum Thema "Mehr Frauen in Aufsichtsräte und Vorstände"
Am 8. Juni 2011 folgten etwa 90 hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik der Einladung des BDI, um gemeinsam zu diskutieren, wie der Frauenanteil in den Führungsgremien der Wirtschaft erhöht werden kann. Die Diskussion stand vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine gesetzliche Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte.
„Women Wildly Wanted“: Mehr Frauen für das Studium der Informatik
Rüdiger Labahn Informations- und Pressestelle
Frauen und Informatik: hier ein sehr informatives Video über Hintergründe und gläserne Decken im Netz...
Anke Domscheit-Berg über Frauen im Netz
Politik:
21. Frauen- und Gleichstellungsministerkonferenz: Harald Wolf: „Berlin kämpft gegen prekäre Beschäftigung bei Frauen!“
AG Familie, Senioren, Frauen und Jugend
GFMK: Rüge für Gleichstellungspolitik der Bundesregierung
Astrid Rothe-Beinlich mahnt Abschaffung der Minijobs an
Grüne begrüßen Beschluss der LandesministerInnen für gesetzliche Quote
Erfurt (Bündnis 90/Die Grünen THL) - Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag begrüßt den heutigen Beschluss der Frauen- und GleichstellungsministerInnen der Länder für eine gesetzliche Frauenquote für Frauen in Führungspositionen.
Bilanz des Euro-Pakts
EU prangert Merkels Wirtschafts-Performance an
Gesellschaft:
Hamburger Bischofsstuhl
"Zwei starke Frauen stehen zur Wahl"
Die Hamburger Bischofswahl geht in ihre heiße Phase. Am 17. Juni müssen sich die 140 Mitglieder der Nordelbischen Synode entscheiden.
Nicht ohne starken Partner
Dr. Paul Stoop Informations- und Kommunikationsreferat
15.06.2011 12:54
Männer scheuen Team-Wettbewerbe aus Sorge vor faulen Mitstreitern
Gesundheit:
Ratgeber zur Vereinbarkeit von Praxis und Familie erschienen
Frauen leiden anders
Schmerzexperte fordert, Ärzte müssten Geschlechtsunterschiede stärker berücksichtigen
Baierbrunn (ots) - Frauen leiden viel häufiger als Männer an von Schmerzen dominierten Erkrankungen wie Migräne oder Fibromyalgie ("Muskelrheuma"). Ärzte berücksichtigten aber noch zu wenig, dass Therapien bei ihnen anders wirken als bei männlichen Patienten, kritisiert der Wiener Schmerzforscher Professor Hans-Georg Kress http://www.presseportal.de/pm/52278/2064798/frauen-leiden-anders-schmerzexpert
Neues Fachheft der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verdeutlicht Handlungsbedarfe für Prävention
Im Alltag verhalten sich Männer oft weniger gesundheitsbewusst als Frauen. Traditionelle Männerrollen verhindern eher eine Achtsamkeit und Aufmerksamkeit für den eigenen Körper und begünstigen die Bereitschaft, Risiken einzugehen. http://www.bzga.de/presse/pressemitteilungen/?nummer=678
Hauptstadt:
UDE: Jeder vierte Beschäftigte ist „Ü50“
Im Bundestag notiert: Genitalverstümmelung
Entwicklungszusammenarbeit/Kleine Anfrage
International:
40 Jahre Frauenstimmrecht in Bern gewürdigt
Montag, 6. Juni 2011, 19:43 Uhr, Aktualisiert 21:02 Uhr
Symposion "Ägypten im Wandel"
Frauen in Saudi-Arabien wegen Autofahrens festgenommen
Fahrerinnen übten auf verlassenem Gelände
Die saudiarabische Polizei ist erneut gegen Frauen vorgegangen, die entgegen den im Land herrschenden Gesetzen Auto fuhren: Riad (AFP) © 2011 AFP
Lateinamerika: Mutige Frauen kämpfen für Menschenrechte