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Mittwoch, 19. Juni 2013

Wie der/die HerrIn so's Gescherr?


Also gut, es hat nicht geklappt – das mit dem fraktionsübergreifenden Gesetzesentwurf für eine Frauenquote. Dennoch bleibt das Thema auf der Wahl-Agenda. Trotz überzeugter Gegnerschaft stellt sich die FDP der Diskussion und lud am 03. Juni in den Bundestag ein. "Trendwende ohne Quote" titelte die Veranstaltung und versammelte QuotengegnerInnen und BefürworterInnen auf dem Podium wie im Publikum. 
Hier meldeten sich zwei überzeugte VertretER für eine gesetzliche Regelung zu Wort. Um Rekrutierungsroutinen und tradierte Verhaltensweisen beim Gerangel um die Macht effektiv zu überwinden, bedürfe es wirkungsvoller Werkzeuge. Der zweite Befürworter hatte ausgerechnet, dass es rund 250 Frauen bedarf, um die Aufsichtsratsposten der angestrebten Quote entsprechend zu besetzen. Raunen im Publikum. Kaum vorstellbar, dass es unter den zahlreichen Juristinnen, Betriebs- und Volkswirtschaftlerinnen, Wirtschaftsberaterinnen in der gesamten Republik nicht zweihundertfünfzig qualifizierte Anwärterinnen geben sollte.

Der Mittelbau müsse gefördert werden, statt mit Gewalt Quotenfrauen in die Poleposition zu katapultieren; so ein Argument der Gegner. Der Eingriff in die unternehmerische Freiheit widerstrebt den Liberalen, die eine eher natürliche Entwicklung bevorzugen. Warum aber eigentlich "fördern"? Frauen haben im Schnitt die besseren Abschlüsse, studieren mit Jura, BWL und VWL für die meisten Posten auch das Richtige. "Nicht behindern" würde reichen.
Gerade im Gesundheitssektor wird schnell offenbar, dass die folgende Gleichung gerade nicht aufgeht:
Frauen x (Basis + Mittelbau) = entsprechende Besetzung auf den Führungsposten.
Eher so: Viele "IndianerINnen", wenig "HäuptlingINnen".

Erst wenn oben die Entscheidung getroffen wird, gleichgültig ob durch einem Mann oder eine Frau,   dann passiert auch unten etwas:
Bahnchef Rüdiger Grube will den Technik-Vorstand nun mit einer Frau besetzen. Kein Klassiker, wie die Position des Personalvorstandes, sondern ein richtig harter Job, der Durchsetzungskraft und Verhandlungsgeschick verlangt. Das Novum: unter den Kandidaten befinden sich gleich mehrere Frauen!
Einen ebenfalls harten Job wird Bettina Volkens ausfüllen. Sie ist nach der Berufung von Simone Menne ins Finanzressort die zweite Frau im Lufthansa-Vorstand und wird als Arbeitsdirektorin mit Tarifverhandlungen befasst sein sowie mit der unangenehmen Aufgabe Stellen abzubauen. Der Lufthansa-Konzernchef Christoph Franz selbst ist es, der sich für ein Mehr an Frauen in Führungspositionen ausspricht und von seinen Führungskräften gute Argumente fordert, wenn ein zu freier Posten nicht weiblich besetzt wird. 
Wie der Herr so eben's G'scherr.

Eine gesetzliche Quote würde in internationalen, börsennotierten Unternehmen nicht dem deutschen weiblichen Nachwuchs die entsprechenden Chefsessel sichern, sondern Führungsfrauen aus dem Ausland lautet ein weiteres gegnerisches Argument. Wir erinnern uns: rund 250 bräuchten wir....  Aber sei's drum. Ist eine international besetzte Führungsebene in international agierenden Unternehmen so undenkbar – nur weil sie weiblich ist? Selbst wenn sich landauf, landab nicht die erforderliche Anzahl an qualifizierten Führungsfrauen finden ließe, dann könnten wir doch von den Chefinnen aus England, Frankreich oder den USA lernen?! Und auch sie könnten als lang vermisste Vorbilder für jüngere Frauen aus dem Mittelbau fungieren?!

Eine Trendwende sei nun auch ohne Quote zu erkennen, war dem Motto der Veranstaltung entsprechend, mehrmals vom Podium zu hören. Ohne klare Forderung – auch aus Brüssel – nach einer gesetzlichen und mit Sanktionen versehenen Regelung wäre diese, nun zu Recht gelobte Wende wohl kaum eingetreten. Die Quote wirkt bereits – wenn auch indirekt.
Eine Quote um der Quote willen, ist kaum das erklärte Ziel der Befürworterinnen und Befürworter. Sie kann nur Krücke sein, um die ersten Gehversuche aus verkrusteten Strukturen zu erleichtern. Manche Unternehmen brauchen keinen Zwang. Perfekt! Dann braucht es natürlich auch keine Quote. Sollte im ein oder anderen Fall eine Gehhilfe doch erforderlich sein, aber als zu schmachvoll empfunden werden? Dann kann man es ja mal ohne versuchen. Hauptsache kein Stillstand und v.a. kein entspannter Rückfall in alte Strukturen. Die Trendwende hat gerade erst begonnen....

Links zum Thema:

Bahnchef will härtesten Job einer Frau geben
Bahnchef Rüdiger Grube setzt beim härtesten Job im Konzern auf eine Managerin. Rund ein halbes Dutzend Kandidaten sind in der engeren Wahl für den Technik-Vorstand – die meisten sind Frauen. Von Nikolaus Doll

Bahnchef Grube sendet das falsche Signal
von Ferdinand Knauß
Die Deutsche Bahn steht unter dem Druck der Quotenpropaganda, eine Frau als Technikvorstand zu berufen. Ein Lehrstück der Dominanz der Ideologie über die Vernunft.

Eine Exotin rückt in den Lufthansa-Vorstand auf
Mit ungewöhnlichen Ideen und Loyalität zu ihrem Chef hat sich Bettina Volkens den Weg in den Lufthansa-Vorstand gebahnt. Nun stehen der Arbeitsdirektorin harte Zeiten bevor. Von Nikolaus Doll und Ernst August Ginten

Wechsel im Vorstand: Lufthansa macht Simone Menne zur Finanzchefin
Die Lufthansa setzt auf Frauen-Power - und beruft die Managerin Simone Menne in den Vorstand. Es ist das erste Mal, dass eine weibliche Führungskraft das Finanzressort eines Dax-Konzerns leitet.

Wieder erobern zwei Frauen einen Vorstandsposten
Beim Autozulieferer Continental und beim Dax-Konzern Henkel werden erstmals Frauen in den Vorstand berufen. Beide leiten die Personalabteilungen.

Frauen arbeiten sich immer schneller an die Spitze
Eine Frau im Vorstand eines Dax-Konzerns ist immer noch eine Schlagzeile wert, zuletzt bei der Lufthansa. Experten beobachten jedoch, dass der Run auf den Chefsessel eine Eigendynamik entwickelt. Von Olaf Gersemann

Strategie für Führungsfrauen:

Studie zu Führungsfrauen
Zu viel lächeln ist auch nicht gut
04.06.2013 ·  Ein gewinnendes Lächeln oder ein Scherz auf den Lippen sind in der Arbeitswelt nicht immer von Vorteil. Münchener Forscher haben herausgefunden: Frohnaturen wird das Chefsein nicht unbedingt zugetraut. Jedenfalls dann nicht, wenn die Spaßvögel Frauen sind.

International:

Im Iran hat Zahra für Wirbel im Wahlkampf gesorgt. Frauen waren zwar ausgeschlossen, aber eine weibliche Comicfigur wird zur Hoffnungsträgerin....

Comicfigur will Nachfolgerin Ahmadinedschads werden
Eine virtuelle Wahlkampagne im Internet macht die Mullahs offenbar nervös: Der (echte) Geheimdienst überwacht die 52-jährige Kandidatin und deren Schöpfer, ein arabischer und ein iranischer Künstler. Von Sonja Gillert

HEUTE WAHL IM IRAN!
Diese Comic-Figur will Präsidentin werden
Zahra steht für die, die sich nicht zur Wahl stellen dürfen. Sie ist ein Produkt der unterdrückten Opposition. Schlägt bald ihre Stunde?

WAHLKAMPF BEGINNT!
Diese Frau will Irans erste Präsidentin werden
Die Anmeldefrist ist vorbei: 400 Iraner wollen Nachfolger von Ahmadinedschad werden. Der selbst aber ist unter Druck. Der Wächterrat will ihn vor Gericht bringen

Literaturempfehlung:

Für die Ferienlektüre seien die Romane von Sibylle Lewitscharoff empfohlen, der neuen Büchnerpreisträgerin.

Büchner-Preis geht nach Berlin
Zu viel Wahrheit tut nicht gut
04.06.2013
von Gregor Dotzauer
Metaphysische Spiele: Die Berliner Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff erhält den Georg-Büchner-Preis. http://www.tagesspiegel.de/kultur/buechner-preis-geht-nach-berlin-zu-viel-wahrheit-tut-nicht-gut/8299422.html

LITERATUR
Für Sibylle Lewitscharoff sind wir „fantastische Wesen“ | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:

Dienstag, 17. April 2012

Das waren die 14. und 15. Kalenderwochen: Ein Interview

Female-Resources: Herr Staatssekretär, Sie sind seit zwei Legislaturperioden im Amt – im Ministerium für Familie, Senioren, Männer und Jugend. In den nächsten Wochen werden Sie Vater – wird sich etwas ändern?
Staatssekretär: (lacht) ja, allerdings. Ich denke, die Nächte werden für meine Frau und mich wesentlich kürzer. Wir freuen uns sehr auf unser erstes Kind. Etwas aufregend wird es natürlich auch durch den Umzug nach Stuttgart. Meine Frau hat ein sehr interessantes Angebot von einem Automobilhersteller bekommen...
F.R.: Sie gehen mit und verlassen Berlin?
S.: Ja, natürlich! Es hat sich so ergeben. Für meine Frau ist das wirklich eine sehr attraktive Position – von den Herausforderungen her und auch sonst.
F.R.: Was wird aus Ihrer Karriere? Fürchten Sie nicht das Klischee: kaum ist ein Kind da, bleibt der Mann zuhause?
S.: Für mich ist die Familie, sind Kinder wichtiger als das politische Amt oder etwas unter Beweis stellen zu müssen. Auch braucht meine Frau jetzt, meine volle Unterstützung....
F.R.: Der Klassiker – hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein Mann? Aber mal Hand aufs Herz, Sie sind bereit, alles aufzugeben, was Sie sich erarbeitet haben, auch Ihre Unabhängigkeit?
S.: (lacht) Das klingt so fatalistisch. Aber es hat sich alles ganz selbstverständlich ergeben. Meine Prioritäten haben sich jetzt verändert. Natürlich wird meine Frau sich in der Familie engagieren, aber bei einer 60 bis 70 Stunden-Woche? Na ja, das kennen Sie ja.
F.R.: Aber es gibt doch Kindertagesstätten, Kindergärten, Tagesmütter...
S.: Nein, nein, das kommt für uns nicht in Frage. Sehen Sie und hier setzt eben das Betreuungsgeld ein, das auch unter Mitwirkung unserer Partei vor zehn Jahren durchgesetzt werden konnte. Meine Frau und ich haben also völlig frei entschieden, die Kinderbetreuung selbst in die Hand zu nehmen.
F.R.: Sind 150,- Euro denn ein adäquater Ausgleich für den Posten, den Sie aufgeben?
S.: Sie bedeuten eine Anerkennung seitens der Gesellschaft. Der Staatshaushalt wird außerdem weniger belastet; denn so sparen wir die Subventionen, die für die öffentliche Betreuung notwendig wären. Pro Platz beläuft sich das auf ca. 1.800,- Euro. Das summiert sich. Glücklicherweise konnten wir in den vergangenen Jahren, die größte Anzahl der Kitaplätze zurückfahren. Vor allem für finanziell nicht ganz so gut aufgestellte Familien ist das Betreuungsgeld eine interessante Alternative.
F.R.: Der Staat würde Geld sparen, je weniger Plätze zur Kinderbetreuung bereit stehen und je mehr Kinder Zuhause bleiben?
S.: Sehen Sie die eigentliche Entlohnung – wenn ich das mal so nennen darf – liegt doch darin, die eigenen Kinder groß zu ziehen, sie bei Ihrer Entwicklung zu beobachten und sie zu unterstützen.....
F.R.: Gewiss, aber wie sieht es später z.B. mit der Rente aus?
S.: Sie meinen das Thema Altersarmut?
F.R.: Ja.
S.: Nun, meine Frau verdient gut und da bin ich natürlich mit abgesichert.
F.R.: Ist eine selbstständige, unabhängige finanzielle Absicherung nicht beruhigender, falls – Gott behüte – Unvorhergesehenes passiert?
S.: Na, Sie haben ja noch altmodische Vorstellungen. Das hätte ich von Ihnen als Journalistin nicht erwartet. Also nochmal, zu Ihrer Beruhigung und für Ihre Leser: meine Frau und ich führen eine harmonische Ehe, die stabil ist. Eine Scheidung - falls Sie darauf anspielen - kommt vor diesem Hintergrund sowieso nicht in Frage. Wenn die Kinder soweit sind, werde ich wieder arbeiten, Teilzeit. Also so in zehn bis fünfzehn Jahren.
F.R.: In der Politik, in einem Ministerium?
S.: Das wäre durchaus eine Option. Ich bin qualifiziert, verfüge bereits über Erfahrungen.... (lacht) und dann gibt es ja auch noch die Männerquote in den Ministerien.
F.R.: Wir wünsche Ihnen alles Gute und danken für das Interview.


Geschlecht verteilt
Die Argumente für und gegen die Frauenquote in der Wirtschaft liegen auf dem Tisch. Aber wie sähe wohl eine Arbeitswelt aus, in der über eine Männerquote diskutiert wird?
Von Carola Sonnet
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14./15. April 2012, Nr. 88 – Beruf und Chance

Die dunkle Seite der Kindheit
Kleinkinder dauerhalftem Stress auszusetzen, ist unethisch, verstößt gegen Menschenrecht, macht akut und chronisch krank. Dieses Wissen hindert die Bundesregierung und Wirtschaftsverbände nicht daran, die Erhöhung der Zahl der außerfamiliären Betreuungsplätze zum Ausweis moderner Familienpolitik zu stilisieren. Eine Analyse der Risiken und Nebenwirkungen der deutschen Krippenoffensive.

Führungspositionen in Ministerien selten in Frauenhand
Die Politik möchte mehr Frauen in den Führungsetagen der Wirtschaft sehen. Doch sie selbst zögert auch. In Ministerien und Behörden gibt es nur wenige weibliche Abteilungsleiter. Je nach Haus sind zwischen 9 und 30 Prozent der Spitzenämter mit Frauen besetzt.
Von HENRIKE ROSSBACH, BERLIN

Wenige Frauen in Bundesregierung
Frauen sind in Führungspositionen der Bundesregierung unverändert schwach vertreten. Dies geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums (BMI) auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Abgeordneten Bärbel Höhn hervor. Danach sind nur 16 Prozent der Spitzenposten im Kanzleramt mit einer Frau besetzt.

Frauenanteil in den Bundesministerien
Unter der Quote
Und wo bleiben die weiblichen Führungskräfte in der Politik? Während in Berlin über eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent in Unternehmen debattiert wird, besteht in den Ministerien selbst erheblicher Nachholbedarf. Kein einziges Ressort würde die Quote erfüllen. Schlusslicht ist ausgerechnet ein Ministerium, das von einer Frau geführt wird.


Politik:

BUNDESFAMILIENMINISTERIN
Schröder knüpft ihre politische Zukunft an Nein zur Frauenquote
Die Bundesfamilienministerin bekräftigt ihre Ablehnung einer Frauenquote. So lange sie an der Macht sei, wolle sie diese verhindern. Die Leiterin der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders hingegen fordert im Tagesspiegel die Quote.

PIRATIN MARINA WEISBAND

"Das Internet verleitet dazu, sich hochzuschaukeln"
Die Mordaufrufe gegen einen Emdener Schüler haben Ober-Piratin Marina Weisband erschreckt. Im Interview spricht sie über Anonymität im Netz, Entgleisungen und Online-Lynchmobs, Demokratie per Internet und den Höhenflug ihrer Partei.

Freibeuter mit Frauenmangel
Rostock (OZ) - Die Piratenpartei will die Gleichstellung der Geschlechter in Zukunft stärker fördern. Dabei könne auch eine Frauenquote in der Wirtschaft helfen, wenn eine Quote auch sonst innerhalb der Partei „kein geeignetes Mittel" sei. Das sagte der politische Geschäftsführer der Piraten in Mecklenburg-Vorpommern, Johannes Loepelmann, am Dienstag gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG.

MECHTHILD RAWERT – SPD
Gesellschaftliche Teilhabe ist elementar
Die gebürtige Coesfelderin Mechtild Rawert ist Diplom-Pädagogin und seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestags. Die SPD-Politikerin hat in ihrem Berliner Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg seit über 30 Jahren ihr Zuhause gefunden und lebt damit an einem Ort, der für die Vielfalt an kulturellen Einflüssen bekannt ist. Dies passt zu ihren politischen Schwerpunkten.

Wirtschaftsforscher warnen
Betreuungsgeld steigert Armutsrisiko von Frauen
Wirtschaftsforscher schlagen Alarm: Das geplante Betreuungsgeld lande voraussichtlich bei niedrig qualifizierten, wenig verdienenden Müttern und Familien.

Ums Betreuungsgeld tobt ein Glaubenskampf
Die CSU steht einer breiten Front der Ablehnung gegenüber. Frankreich und Skandinavien gewähren seit Jahren diese Leistung
Von Dorothea Siems

Das Betreuungsgeld schafft keine Wahlfreiheit
Die CSU erhofft sich vom Betreuungsgeld eine Aufwertung des traditionellen Familienbildes. Doch daraus wird nichts werden, kommentiert Katharina Schuler.
VON Katharina Schuler
Das Betreuungsgeld – sollte es denn kommen – hat gute Chancen, als eine der absurdesten Sozialleistungen, die es je gegeben hat, in die Annalen der Bundesrepublik einzugehen. Und das gilt sowohl für sein Zustandekommen als auch für seinen Inhalt.

SOZIALLEISTUNGEN
Widerstand gegen Betreuungsgeld wächst
Die Debatte um das geplante Betreuungsgeld für die Erziehung von Kleinkindern daheim kommt nicht zur Ruhe. Weitere Stimmen aus der Regierungskoalition wenden sich gegen die geplante Leistung. Auch aus der Wirtschaft melden sich kritische Stimmen.
Berlin - Der Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, hat das zwischen CDU und CSU umstrittene Betreuungsgeld als unsinnig bezeichnet. Er sagte der "Bild"-Zeitung: "Das Betreuungsgeld ist nach meiner Überzeugung grundverkehrt. Ich hoffe sehr, dass die Koalition von diesem unsinnigen Vorhaben Abstand nimmt."

Betreuungsgeld
Der Bayern liebstes Kind
Von Robert Birnbaum
Die CSU will sich ihr „Betreuungsgeld“ nicht nehmen lassen – trotz Widerstands aus Wirtschaft und CDU.
Der Tonfall ist rau, die Fronten scheinen unverrückbar beim frisch aufgeflammten Dauerzank um das Betreuungsgeld: Hier die CSU, die ihre Idee mit Zähnen und Klauen verteidigt, da so ungefähr der gesamte Rest, und mittendrin eine gespaltene CDU.

Debatte um Betreuungsgeld
Kubicki nimmt FDP in die Pflicht
Im Koalitionsvertrag haben sie sich auf das Betreuungsgeld geeinigt. Doch jetzt hadern Union und Liberale mit der Einführung. FDP-Chef Rösler betont: "Das war von Anfang an kein Modell der FDP." Doch Parteikollege Kubicki fordert, der Eltern-Prämie zuzustimmen. CDU-Vizechef Röttgen verteidigt unterdessen die unionsinternen Kritiker. Die Hängepartie geht weiter.

"Herdprämie" oder Beitrag zur Wahlfreiheit?
Götzer (CSU) und Gambke (Grüne) diskutieren über das geplante Betreuungsgeld
Von Johannes Viertlböck

Für die CSU ist es eine Herzensangelegenheit, für viele Kritiker aus Politik, Wirtschaft und Sozialverbänden dagegen ein rotes Tuch: das Betreuungsgeld. Setzt die von Union und FDP getragene Bundesregierung ihre Pläne um, würden Eltern ab kommendem Jahr 100 Euro pro Monat für jedes Kind im zweiten Lebensjahr zusätzlich erhalten; ab 2014 steigt der Betrag auf 150 Euro für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr.

Was gut ist für die Frauen, ist gut für den Planeten
Klaus Töpfer und Reiner Klingholz analysieren „Das Trilemma des Wachstums“
(Von Reinhard Urschel)
Wenn die großen Fragen der Menschheit gewälzt werden, dann müssen wir uns an einen neuen Begriff gewöhnen. Unter Philosophen ist er schon lange gebräuchlich, nicht aber in der politischen Welt.

Interview mit Maria Mies: 13 Jahre Aufklärung über neoliberale Politik
Über die Ursachen der Krisen
Von Isabella Greif
Im März 2012 ist der achtundzwanzigste und vorläufig letzte „Infobrief gegen Konzernherrschaft und neoliberale Politik““ erschienen, den die Kölner Soziologie-Professorin Dr. Maria Mies seit 1999 mit einem Redaktionskollektiv – zuletzt nur aus Frauen bestehend – herausgegeben hat „Wir wollten die Menschen aufklären und zum Widerstand aufrufen“ gegen die neoliberale Politik der Globalisierung. Analyse, Diskussion, Kritik und Formen des Widerstandes wurden in den Infobriefen ausgebreitet. Bis heute ist es Maria Mies wichtig zu zeigen, dass Widerstand sich lohnt.

Alle gegen die Lohnschere
Der erste von zwei jährlichen "Equal Pay Days" am Donnerstag hat zahlreiche Politikerinnen zu Statements gegen Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern motiviert. Die Schere muss geschlossen werden, darin war man sich quer über die Parteigrenzen hinweg einig. Nur beim Weg dorthin orientiert man sich unterschiedlich.

Altkanzler Schröder fordert Agenda 2030
SPD-Politiker: "Rente mit 67 Jahren ist richtig"
Angesichts der alternden Gesellschaft braucht Deutschland nach Ansicht von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) nach der Agenda 2010 eine weiteres umfassendes Reformprogramm. Schröder sprach sich im "Handelsblatt" für eine Agenda 2030 aus, um Deutschland weiter auf Wachstumskurs zu halten. Auch für eine gesetzliche Frauenquote in den Aufsichtsräten von Unternehmen machte er sich stark.

Weckruf für politische Frauen
Von rob
Kommunalpolitisches Frauennetzwerk Stormarn bietet Messe für Frauen an, die politisch aktiv werden wollen
Bad oldesloe. Der 21. April ist genau der richtige Zeitpunkt für eine Messe "Frauen für Politik in Stormarn". Vor dem 6. Mai kommen auch Landespolitikerinnen gerne, und für die Kommunalwahl 2013 haben die Parteien noch keine Kandidatenlisten vorbereitet. Auf denen sollen möglichst viele Frauen stehen, wenn es nach "Kopf" geht, dem kommunalpolitischen Frauennetzwerk Stormarn.

Friederike Maier
Ist Vollbeschäftigung für Männer und Frauen möglich?
Mitten in der schärfsten Wirtschaftskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges geschieht in der Bundesrepublik Deutschland Bemerkenswertes: Die Zahl der Beschäftigten ist unerwartet hoch, so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr, die registrierte Arbeitslosigkeit geht zurück und liegt mit einer Arbeitslosenquote von 7,5% für Männer und 7,0% für Frauen im Januar 2012 auf einem niedrigeren Niveau als vor der Krise 2009.

„Ich bin Hannelore Kraft“
Von Andreas Niesmann
450 Handelsblatt-Leser treffen auf eine bestens gelaunte NRW-Ministerpräsidentin. Das Protokoll eines Abends, bei dem es um Borussia Mönchengladbach, Karl Marx und Frauen in der Politik ging.

Frauen fordern: Stormarner Politik soll weiblicher werden
Bad Oldesloe – Kommunalpolitisches Frauennetzwerk (Kopf) organisiert die erste Politikmesse in Stormarn. Sie soll Frauen ermutigen, politisch aktiv zu werden.
„Frauen macht Kommune“, mit diesem Aufruf möchte das kommunalpolitische Frauennetzwerk im Kreis Stormarn (Kopf) mehr Frauen für Politik interessieren. Mit diesem Ziel organisieren die Mitglieder auch die erste Politikmesse in Stormarn. Unterstützt werden sie dabei von der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF) Berlin. Am Sonnabend, 21. April, sind Interessierte eingeladen, von 9.30 bis 15 Uhr im Kreistagssitzungssaal an Workshops und Podiumsdiskussionen teilzunehmen.


Hauptstadt:

Neu im Familien-Wegweiser: Vater werden
Wenn ein Kind unterwegs ist, richten sich die meisten Informationsangebote in erster Linie an die Mutter. Aber auch werdende Väter suchen zunehmend Informationen und Anlaufstellen, die ihre Fragen beantworten. Der Familien-Wegweiser gibt einen Überblick über die wichtigsten  Informationsangebote für werdende Väter.



Wirtschaft:

Männermangel macht Frauen ehrgeizig
von Daniel Rettig
Laut einer neuen Studie entscheiden sich Frauen eher für eine Karriere, wenn in der Gesellschaft ein Mangel an Männern herrscht.
Seit Monaten diskutiert die deutsche Öffentlichkeit über das Für und Wider einer Frauenquote. Egal ob man eine solche gesetzliche Regelung unterstützt oder ablehnt – der Kern der Debatte dreht sich vor allem um einen Punkt: Frauen soll der berufliche Aufstieg erleichtert werden.

«Frauen sollen Militärdienst leisten»
Alice Schwarzer über Polizistinnen, Müllfrauen und einen nicht existierenden Generationenstreit
Die Vorreiterin der Frauenrechtsbewegung wird dieses Jahr siebzig, aber leiser wird sie keineswegs. Und auch ihre Themen haben kein bisschen an Brisanz verloren: Karriere oder Familie? Quote oder nicht? Machos oder Waschlappen? Die NZZ hat sich mit Alice Schwarzer über die aktuellen Brennpunkte der Frauenbewegung unterhalten.
Interview: Sylke Gruhnwald, Alice Kohli

Kompetenzzentrum hilft bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Von Harald Ries
Soest/Meschede.  Am Ende müssen wieder einmal die Frauen ran. Als beste Strategie im Kampf gegen den Fachkräftemangel gilt die verstärkte Nutzung des brachliegenden weiblichen Arbeitskräftepotentials. Und darum kümmert sich seit Anfang März das neue Kompetenzzentrum Frau & Beruf Hellweg-Hochsauerland.

Rathausspitze ist männlich
VON CHRISTIANE BOURS
Ratingen (RP). In Ratingen gab es noch nie eine Dezernentin, von 18 Amtsleiterstellen im Rathaus sind nur fünf mit Frauen besetzt. Doch ein Umschwung ist spürbar dank flexiblen Arbeitszeiten und Förderung, so Personalamtsleiter Christian Roß.

Die Frauenquote in der Privatwirtschaft
In der Presse rollt die Frauenquote wieder wie ein Tsunami. Nun möchte ich die Qualifikation von Frauen nicht schon wieder anhand der Leistungen der Frauen im Schach erklären, aber auf dieses Thema Frauenquote muss deutlicher eingegangen werden.

Diese Frauen meinen es ernst
Von Simone Schellhammer
„Es gibt Ideen“, sagte Ursula von der Leyen. „die werden erst verspottet, dann bekämpft – in dieser Phase befinden wir uns gerade – und schließlich sind sie selbstverständlich.“ Die Bundesarbeitsministerin und CDU-Politikerin stand hinter dem DJ-Pult einer Partylocation im Hamburger Schanzenviertel am Mikrophon und machte den 200 Unterstützerinnen von „Pro Quote“ Mut, die am Wochenende zu einer Art Vollversammlung gekommen waren. Unter ihnen Anne Will (ARD), Lisa Ortgies (WDR), Iris Radisch („Zeit“), Anja Reschke (NDR), Ines Pohl („taz“) und Gabi Bauer (ARD).

Speed-Dating für Frauen mit Karriereabsichten auf der women&work
Auf der Messe women&work am 5. Mai in Bonn bietet das Internetportal „Mentoring D“ (www.mentoring-d.de) diesen neuen Weg an, jungen Frauen berufliche Hilfestellung zu geben.
Mentoring einmal anders 
In vier Minuten erfahren, wie die Karriere besser laufen kann? Das geht. Auf der Messe women&work am 5. Mai in Bonn bietet das Internetportal „Mentoring D“ (www.mentoring-d.de) diesen neuen Weg an, jungen Frauen berufliche Hilfestellung zu geben.

35 Frauen sprechen in Eltmann über die Zukunft
Bildungstag 35 Frauen aus Zweigvereinen im Bereich Haßberge beschäftigten sich beim Regionalen Bildungstag im Pfarrsaal in Eltmann mit der Zukunft des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB). Auch hier kämpft man mit dem Problem der Überalterung. Wie kann man junge Frauen gewinnen?

Kritik an fataler gesellschaftlicher Entwicklung
Eva Herman bezeichnet in ihrem Vortrag in Lauingen die feminisierte Gesellschaft als falsche Emanzipation.
Von Horst von Weitershausen
Die Welt besteht nicht nur aus Frauen. Es leben auch Männer und Kinder auf diesem Planeten, deren Bedürfnisse nicht dem Feminismus zum Opfer fallen dürfen. Diese Kernaussage gibt den Inhalt eines beinahe zweistündigen Vortrages der bekannten Moderatorin, Autorin und Journalistin Eva Herman wider, die im Rahmen eines Frauenfrühstücks der Donau-Gemeinde Lauingen zum Thema „Das Eva Prinzip – für eine neue Weiblichkeit, Frauen in der Falle zwischen Beruf und Familie“ referierte.

Studie: Ernährungsstil von Frauen schont die Umwelt
Fleischverzicht hat Vorteile für Treibhauseffekt
Mehr Gemüse und Obst, weniger Fleisch und Wurst: Frauen ernähren sich häufig nicht nur gesünder, sondern schonen durch ihre Essgewohnheiten auch die Umwelt deutlich mehr als Männer. Das fanden Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle heraus. Das durchschnittliche Ernährungsmuster der Frauen mit einem geringen Anteil an Fleisch und Butter wirke sich deutlich besser auf den Treibhauseffekt und den Flächenverbrauch aus.

Bohnet: "Hürde für Frauen ist Gender Gap zu Hause"
Die angesehene Ökonomin Iris Bohnet im relevant-Interview: über ihre Arbeit, ihre Erfahrungen als zweifache Mutter und die Herausforderungen auf dem Weg zur Gleichstellung der Frauen weltweit.

Umstrittenes Programm "Girls around me"
Von Mirjam Hauck
Die App, die Frauen zum Objekt macht
Die visuelle Gestaltung der "Girls around me"-App ist eindeutig: Grünlich leuchtende Frauensilhouetten räkeln sich oder tanzen auf dem virtuellen Stadtplan von Google Maps. Die Zielgruppe ist klar: einsame Männer, die Frauen kennen lernen wollen. In der Eigenwerbung heißt das: "Lust auf einen One-Night-Stand? Finde die besten Locations, wer dort ist und wie du sie erreichen kannst."

Tegla Loroupe
Laufschuhe statt Kalaschnikows
Kenias Laufstar Tegla Loroupe hat ihre Sportkarriere genutzt, die Fesseln einer archaischen Gesellschaft zu sprengen und Hoffnung zu stiften. Doch ein Kampf überfordert auch sie - der mit dem deutschen Fiskus.
Von MICHAEL REINSCH, KAPENGURIA


Gesellschaft:

Armut grenzt aus, macht einsam und krank
Welche Gesichter Armut im Saarland hat, darüber sprach SZ-Mitarbeiterin Monika Jungfleisch mit Wolfgang Edlinger, dem Vorsitzenden der Saarländischen Armutskonferenz. Der 61-jährige Diplom-Pädagoge schildert seine Erfahrungen mit Betroffenen und beschreibt, was Armut aus Menschen macht, wie Armut im Saarland sichtbar wird und warum er aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen für eine grundlegende Änderung unserer Wirtschaftspolitik wirbt.

Rollenvorbilder
Frauen, die sich dreckig machen
Von Meike Fries
In TV-Serien kommen Ingenieurinnen oder Physikerinnen kaum vor. Damit fehlen Mädchen und jungen Frauen die Rollenbilder für die Studien- und berufswahl, finden Experten.
Sie jagen als Kommissarin Verbrecher, retten als Ärztin Leben oder leiten eine Werbeagentur: Die Zeiten, da Frauen in Fernsehfilmen dem Chef nur den Kaffee servieren, sind vorbei.

Frauenanteil sinkt bei höheren Hochschulabschlüssen
(DiePresse.com)
Frauen führen zwar die Statistik der Erstabschlüsse an Hochschulen an. Aber nur jede Dritte hängt ein Masterstudium an. Die ÖH fordert gleichstellungspolitische Maßnahmen.
Nicht nur die Zahl der Studenten wird in Österreich in den kommenden Jahren weiter wachsen, auch jene der Studienabschlüsse nimmt - wenn auch langsamer - zu.

Das Frauenbild von manchen Kirchen und die der Islamisten,
sind erstaunlich ähnlich.
Es sei wider den göttlichen Willen, Frauen in leitende Funktionen
aufzunehmen.
Ach ja: Das Gehirn der Frauen ist ja auch kleiner als das des Mannes.
Der Darwinismus wurde von der alten Kirche schon vorweg gedacht:
Kleines Gehirn, wenig Leistung. Erst spätere Forschungen, setzten dieser Irrlehre ein Ende.

Islamisten bedrohen kritische Reporter
dpa-info.com GmbH
Berlin (dpa) - Die Drohungen radikaler Islamisten gegen Reporter in Deutschland haben Empörung ausgelöst. Das Bundesinnenministerium verurteilte die Attacken gegen kritische Berichterstattung scharf.
In den bisher bekannt gewordenen Fällen seien bereits strafrechtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, teilte Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche mit.

Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Im Schatten der Straflosigkeit
Die Auswirkung des indischen Nord-Ost Konflikts auf das Leben von Frauen in Nagaland und Assam - Filmvorführung und Ausstellungseröffnung
Ausstellungseröffnung „Unheard Voices“ von Kausiki Sarma und Filmvorführung mit anschließender Diskussion "A Measure of Impunity – The Impact of Conflict on Women in Nagaland and Assam" von Sanjoy Hazarika


Gesundheit:

Frauen öfter bei Krebsuntersuchung
von Susanna Hoke
Brandenburger Männer sind „Vorsorgemuffel“
Auch in Brandenburg gehen Männer eher selten zum Arzt, meist werden sie von den Frauen geschickt. Die haben es auch einfacher, viele Vorsorgeuntersuchungen erledigt der Frauenarzt.
Potsdam (uk)
Von den deutschen Frauen gehören die Brandenburgerinnen zu den gesundheitsbewusstesten: Laut dem Barmer GEK Arztreport nahm im Jahr 2009 fast die Hälfte an einer Krebsvorsorgeuntersuchung teil.

Familie und wissenschaftliche Karriere schlecht zu vereinbaren
Gütersloh – Die Unvereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie sind laut einer Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) das größte Hindernis für Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Forschung.


Ausland:

Polit-Apokalypse von Chongqing erfasst Peking
Zwei Monate blickte Pekings Führung in einen Abgrund von Landesverrat, Mord und Korruption. Der Ex-Politstar Bo Xilai ist jetzt der Bösewicht. Seine Frau steht unter Mordverdacht.
Von Johnny Erling
Die apokalyptischen Warnungen des Ministerpräsidenten Wen Jiabao vor einer "historischen Tragödie für China", wenn es zu einer neuen Kulturrevolution käme, waren für Beobachter schwer verständliche Kost.

Angriffe zum Auftakt des direkten Duells
Die Wahlschlacht ist eröffnet
Von Alexander U. Mathé
Barack Obama und Mitt Romney starten Krieg der Worte
Rick Santorum wirft das Handtuch.
Washington/Wien. Das Duell um die US-Präsidentschaft hat begonnen. Trotz schwindender Siegeschancen hatte Rick Santorum den Favoriten um die republikanische Kandidatur, Mitt Romney, über Wochen in Schach gehalten.

Wienerin Summit: „Mut zur Macht“
– so lautete der Appell an alle Frauen beim zweiten internationalen Frauengipfel der „Wienerin“ in Kooperation mit der Industriellenvereinigung.
Gemeinsam mit der Industriellenvereinigung veranstaltete die „Wienerin“ am 29. März im Haus der Industrie, Wien, den zweiten Wienerin Summit. Zum heurigen Schwerpunktthema „Frau.Macht.Wandel“ trafen sich internationale und nationale Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Rund 300 Gäste wurden von „Wienerin“-Chefredakteurin Sylvia Margret Steinitz mit den Worten: „Wir sind heute hier, um Ziele zu formulieren, und Ziele formuliert man 'auf dem Weg'“ begrüßt. Steinitz ergänzte: „Was wir wollen, ist die 'Mitmacht'“.

Nackt-Protest von Femen
"Muslimische Frauen, zieht euch aus"
Neue Runde im Nackt-Protest: Diesmal zogen die wilden Weiber von Femen vor dem Pariser Eiffelturm blank. Ziel des Protests: Die ukrainischen Aktivistinnen kämpfen für die Freiheit muslimischer Frauen.
"Muslim Women, let's get naked" (Muslimische Frauen, zieht euch aus) stand auf einem Schild der Femen-Gruppe. Die Protestlerinnen traten zuerst in Burkas gekleidet auf und warfen diese symbolisch von sich.

Frankreichs ehemalige Justizministerin im Interview über ihr Engagement für Präsident Sarkozy
Rachida Dati: "Ich war nie weg"
Von WZ-Korrespondentin Birgit Holzer
Gegen ihren Willen EU-Abgeordnete, mischt Dati nun wieder in Paris mit.
Nicolas Sarkozy machte sie 2007 zur ersten Justizministerin mit Migrationshintergrund und einem Symbol für seine Politik der Vielfalt und der Öffnung. Zwei Jahre später änderte er seine Prioritäten - Rachida Dati schied aus der Regierung aus und wurde gegen ihren Willen EU-Abgeordnete.

Vergewaltigungsopfer warten bis heute auf Gerechtigkeit
Bis zu 50.000 missbrauchte Frauen Aufklärung verläuft nur schleppend.
Sarajevo. (da) Erst wurden sie Opfer von Vergewaltigungen, dann der Ignoranz staatlicher Behörden für ihr Schicksal. Bis zu 50.000 Mädchen und Frauen wurden während des Krieges in Bosnien und Herzegowina missbraucht, schätzt die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik. Doch nicht einmal 40 Personen wurden bislang vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag oder vor nationalen Gerichten in Bosnien und Herzegowina aufgrund von Vergewaltigungsfällen angeklagt.

Wenig gewonnen, viel erreicht: Die politische Zukunft des "arabischen Frühlings"
Serie "Die Zeit des Zorns", Teil 4
Von Christoph Burgmer
Der Jubel im Westen über die arabische Rebellion ging mit vielen Missverständnissen, Fehlanalysen und Illusionen einher. Der Freudentaumel verdrängte das schlechte Gewissen, über Jahrzehnte geostrategisch kommode Diktaturen unterstützt zu haben. Nach dem Sieg islamistischer Kräfte bei den ersten freien Wahlen in Ägypten machen sich aber bereits Enttäuschungen breit.

„Mein Weg ist untypisch“
Rachida Dati war Frankreichs erste Justizministerin mit Migrationshintergrund
Nicolas Sarkozy machte sie 2007 zur ersten Justizministerin mit Migrationshintergrund und einem Symbol für seine Politik der Vielfalt und der Öffnung. Zwei Jahre später änderte er seine Prioritäten: Rachida Dati schied aus der Regierung aus und wurde gegen ihren Willen EU-Abgeordnete. Dennoch engagiert sie sich im Wahlkampf nun wieder für den Präsidenten.
Das Gespräch führte Birgit Holzer

Dienstag, 6. März 2012

Das war die 09. Kalenderwoche: Deutschland im Dornröschenschlaf – Dornröschen schlaflos in Deutschland?


Die EU-Kommissarin Viviane Reding stellt die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage zum Thema gesetzliche Frauenquote vor und darf sich darauf verlassen, dass ihr Projekt auf solidem Grund steht; denn 88 Prozent der befragten Europäer sehen durchaus Handlungsbedarf und 75 Prozent befürworten sogar eine gesetzliche Regelung, um dem absurden Missverhältnis zwischen dem Anteil von Frauen und Männern auf den Chefsesseln beizukommen.
Und in Berlin? Ungeachtet der Entwicklung in Brüssel, der insgesamt positiven Ergebnisse in den Quotenländern und ungeachtet der ausführlich diskutierten Tatsache, dass qualifizierte und motivierte Frauen oberhalb der Glasdecke kaum gesichtet werden – mit oder ohne Kinder -  muss Bundesfamilienministerin Kristina Schröder von den Koalitionsfrauen eine Abfuhr für ihre milde Flexiquote kassieren. Das kann schon mal den Schlaf kosten.
Soweit die ganz offizielle Parteipolitik, ganz vorne auf der politischen Bühne. Mit der Vereinigung Liberale Frauen buchstabieren jedoch einige FDP-Politikerinnen liberale Arbeitsmarkt- und Gesellschaftspolitik weiblich. Beim Klick auf http://www.liberale-frauen.de/ – ganz im optimistischen Gelb/Blau der Parteifarben - sieht man sich mit der Berliner Erklärung Frauenbündnis für die Quote konfrontiert. Fraktionsübergreifend wird hier die Umsetzung des im Grundgesetz verankerten Gleichstellungsgebots gefordert. Mit der basisdemokratischen Berliner Erklärung, die alle BefürworterInnen bequem online unterzeichnen können, findet eine Art Parallelpolitik statt, unabhängig von geltenden Parteigrenzen, die mit einer Mehrheit von ca. 70 Prozent PolitikErn ja immer noch überwiegend männlich definiert werden. http://www.berlinererklaerung.de/ Vielleicht lässt sich mit einem Berliner Nein zu jeglicher regulierenden Frauenquote die eigene Wählerschaft beruhigen, wenn möglicherweise die eigentliche Entscheidung in Brüssel fällt?
Ist erst mal die kritische Masse überwunden, sitzt also nicht mehr nur eine einzelne Frau hier im Aufsichtsrat und eine dort im Vorstand, sondern teilen sich gleich mehrere Frauen die Verantwortung in der gleichen Chefetage, dann dürfte sich der Wandel stabilisieren. Dann würden z.B. nicht mehr nur überwiegend Männer für eine Beförderung in Frage kommen, weil sie eben nicht mehr so selbstverständlich in das Wahrnehmungsschema des bzw. der Vorgesetzen passen. Und dann – irgendwann – wird eine gesetzliche Regelung überflüssig, ja die Frauenquote einen ähnlichen Status einnehmen wie so manch veraltetes Gesetz. Ob 100 Jahre reichen? Unterstützung kommt nun allmählich auch von jenen (männlichen) Führungskräften, die von den bestehenden Strukturen ganz gut profitiert haben und die wissen, wie es zugeht - von Vätern, die sich um die beruflichen Erfolgsaussichten ihrer  erwachsenen Töchter sorgen.
Wer weiß, ob die Schleckergeschwister ein solch tragisches Scheitern der Drogeriemarktkette hätten verhindern können, wären sie früher an der Leitung des Unternehmens beteiligt worden?  12.000 verlorene Arbeitsplätze sind ein hoher Preis. Die meisten  waren/sind von Frauen besetzt, in Teilzeit, in jedem Fall mit wenig attraktiven Gehältern. Im Vergleich z.B. zur Autobranche scheint dieses Szenario politisch jedoch keinen Helferreflex auszulösen. Die mediale und damit öffentliche Wahrnehmung bleibt insgesamt gering. Sind Männerjobs wichtiger oder liegt es an dem sehr autarken bis autistischen Führungsstil des Unternehmensgründers Schlecker, der auch in der Vergangenheit so isolierend wirkte? Vielleicht ist es aber auch gar nicht so einfach, medienwirksam über diese Schicksale zu berichten, gelten diese Frauen womöglich in den Redaktionen doch nicht als die klassischen Ernährerinnen der Familie - verglichen z.B. mit einem Opelaner?
Hier könnten möglicherweise Journalistinnen Abhilfe schaffen und den Perspektivwechsel vollziehen. Welche Themen wie in die Öffentlichkeit gelangen und aufbereitet werden, darüber entscheiden – auch 2012 - meistens ChefredakteurE. Einen Mangel an weiblichem Nachwuchs dürfte es in den Fluren bei Zeitung, Radio- und Fernsehanstalten allerdings kaum geben, sind doch über 60 Prozent der Absolventen von Journalistenschulen weiblich. Nun werben Journalistinnen ihrerseits für eine Frauenquote und gleichberechtigte Teilhabe in den Chefredaktionen. Auf der eigens eingerichteten Webseite  http://www.pro-quote.de/  wird die Forderung erläutert und kann bequem per Klick unterstützt werden. Namen und z.T. Fotos der Initiatorinnen und UnterstützerInnen sorgen für Transparenz und Präsenz auf allen Kanälen. Achten Sie mal darauf, z.B. in Ihrer Tageszeitung, welche Themen von AutorEn behandelt werden, wie viele AutorINnen die dritte Seite füllen und wie viele von AutorINnen veröffentlichte Bücher auf der Literaturseite besprochen werden.......

Links der Woche:

WELT AM SONNTAG|
Europas Bürger wollen Frauenquote
EU-Kommission bereitet Gesetz vor
Brüssel - Drei von vier EU-Bürgern wollen, dass Frauen per Gesetz bei gleicher Qualifikation dieselben Chancen auf Spitzenposten bekommen. 88 Prozent halten es für inakzeptabel, dass Frauen in Europas Chefetagen unterrepräsentiert sind. http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article13903218/Europas-Buerger-wollen-Frauenquote.html

Chefetagen bleiben männlich dominiert
Ein Drittel der 160 Unternehmen in den DAX-Indizes der Deutschen Börse hat keine einzige Frau in seinen Führungsgremien - weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat.
Anfang März will Viviane Reding, Vizepräsidentin der EU-Kommission, ihre Analyse zu Frauen in Führungspositionen europäischer Top-Firmen vorlegen. Die Kommissarin hat bereits eine Quotenregelung angekündigt, sollte sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Fakt ist: In den Vorständen und Aufsichtsräten der Unternehmen in den deutschen Börsenindizes DAX, M-, Tec- und S-DAX sind Frauen noch immer deutlich unterrepräsentiert.

GLEICHSTELLUNG
Autor: Miriam Hollstein
FDP lässt Schröders Frauenquote abblitzen
Familienministerin Schröder hat um eine gemeinsame Linie gebeten, doch die FDP-Frauen wollen die Flexi-Quote nicht unterstützen. Und Kanzlerin Merkel schweigt bedeutsam.
Der Brief ist höflich im Ton, aber hart in der Sache. Adressatin ist Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Geschrieben hat die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, Nicole Bracht-Bendt.


Schlecker-Betriebsratschefin: Wo bleibt die Politik?
Ehingen.  Schlecker-Gesamtbetriebsratschefin Christel Hoffmann ist sauer auf die Politik. "Ich fühle mich sehr alleingelassen", sagte sie am Donnerstag.
Sie habe keinen Anruf, keine E-Mail, gar keine Reaktion auf die harten Einschnitte bekommen, die Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Mittwoch verkündet hatte. Lediglich die Lokalpolitik habe sich gemeldet.

Politik soll Schlecker-Frauen helfen
Ein Kahlschlag soll die marode Drogeriekette Schlecker retten: Laut Sanierungskonzept des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz soll jede zweite Filiale geschlossen werden. Zehntausende Beschäftigte werden dabei wohl ihren Job verlieren - vornehmlich Frauen. Und auch die Schlecker-Tochter IhrPlatz schließt 142 Läden. Jetzt werden die Stimmen immer lauter, die auf schnelle politische Unterstützung für die Schlecker-Mitarbeiterinnen drängen.

DJV: "Frauen sind nicht die schlechteren Journalisten"
Der Deutsche Journalisten-Verband unterstützt die aktuelle Initiative von Journalistinnen nach Einführung einer Frauenquote in den Chefetagen von Verlagen und Sendern.
Es sei begrüßenswert, dass etliche Journalistinnen, darunter Sandra Maischberger, Miriam Meckel und Silke Burmester, auf die andauernde Ungleichbehandlung in journalistischen Führungspositionen aufmerksam machten, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Frauen sind nicht die schlechteren Journalisten.

GLEICHSTELLUNG
Die richtige Quote
Hunderte von Journalistinnen fordern mehr Macht in der Führung deutscher Medien. Soll man das erzwingen?
Den Sinn von Quoten habe ich nie verstanden. Vor Jahren sprach ich mich beispielsweise gegen Quoten für Migranten aus, vielleicht auch, weil ich in dieser Frage einen blinden Fleck habe. Doch waren auch rationale Argumente gegen die Quote schnell zur Hand: die Angst, dass sie ebenfalls als eine Form von Diskriminierung angesehen werden könnte, wenngleich als eine positive.

Politik:

Frauen in der Politik stärken
Der Landesbeirat für Frauenfragen hat sich konstituiert und erneut Gisela Bill zu seiner Vorsitzenden gewählt. Zentrale Themen in dieser 9. Amtsperiode sollen die Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) sein, die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns sowie das Festschreiben einer Frauenquote für Führungspositionen in der Privatwirtschaft.


Bundespräsidenten-Kandidatin Klarsfeld
Besuch der alten Dame
Die Linkspartei hat Beate Klarsfeld als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl nominiert. Klarsfeld gilt als „Nazi-Jägerin“. Aber das war sie nur im Westen - in der DDR war sie merkwürdig blind.
Von JOCHEN STAADT
Geht es nach der Linkspartei, soll Beate Klarsfeld Bundespräsidentin werden. Die „Nazi-Jägerin“ wurde 1968 berühmt, weil sie Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger eine Ohrfeige verpasst hatte - dafür, dass er Mitglied der NSDAP gewesen war. Mit dem Besuch dieser alten Dame in der Bundesversammlung lässt sich Staat machen.


Hauptstadt:

Rechtsausschuss gegen gesetzlich verordnete Frauenquote in Führungspositionen
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/VER) Der Rechtsausschuss des Bundestags lehnt eine gesetzliche Regelung für die paritätische Besetzung von Führungspositionen in der Wirtschaft mit Männern und Frauen ab. Dies hatte die Fraktion Die Linke in einem Antrag (17/4842) gefordert.

Rechtsausschuss gegen gesetzlich verordnete Frauenquote in Führungspositionen
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/VER) Der Rechtsausschuss des Bundestags lehnt eine gesetzliche Regelung für die paritätische Besetzung von Führungspositionen in der Wirtschaft mit Männern und Frauen ab. Dies hatte die Fraktion Die Linke in einem Antrag (17/4842) gefordert.
Die Fraktion begründet ihre Initiative damit, dass solche Positionen in Deutschland nach wie vor von Männern dominiert würden. Besonders sei das an den Schnittstellen der Entscheidungen in Politik und Wirtschaft zu beobachten.

Wirtschaft:

"Wenn Frauen streiken, bricht System zusammen"
Der Internationale Frauentag steht bevor - und Frauenreferentin Beate Prettner fragt sich, ob es sinnvoll ist, Jahr für Jahr an den guten Willen der Männer zu appellieren. Die Antwort lautet: Nein!

HELENA MORRISSEY
Autor: Tina Kaiser
Die Frau mit den neun Kindern und den 51 Milliarden
Helena Morrissey muss grinsen, wenn sie an den schlimmsten Moment ihrer Karriere denkt. Vor 20 Jahren war das, sie hatte gerade ihr erstes Kind bekommen und arbeitete als einzige Frau in einem Team von 16 Fondshändlern beim Londoner Investmenthaus Schroders. Als sie aus dem Mutterschutz zurückkam, stand eine Beförderung an. Den Job bekam ein anderer, und Morrissey beschwerte sich. „Mein Chef sagte, ich sei als junge Mutter der Aufgabe nicht gewachsen.“

Frauen in Thüringen arbeiten mehrheitlich zu Niedriglöhnen
Erfurt (Fraktion DIE LINKE THL) - „Wenn mehr als die Hälfte der in Thüringen beschäftigten Frauen zu Niedriglöhnen arbeiten muss, braucht sich die Politik nicht zu wundern, dass die Abwanderungsquote so hoch ist", sagt Karola Stange zu den heute vom DGB veröffentlichen Zahlen zur Arbeitsmarktsituation von Frauen. „Wenn dann noch nahezu jede fünfte Frau von Armut betroffen ist, vermehren sich die Gründe, nicht in Thüringen bleiben zu wollen", so die Gleichstellungspolitikerin der LINKEN.

Experteninterview
"Frauen sind zu wenig vernetzt"
Christina Holtz-Bacha hat den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, inne. BR.de sprach mit ihr darüber, warum es immer noch so wenig Frauen in Führungspositionen gibt.

Berliner Wirtschaft
"Der Ehrgeiz der Senatorin tut uns gut"
Stephan Schwarz, Chef der Handwerkskammer, über Sybille von Obernitz und die Wirtschaftsförderung.
Das Gespräch führte Alfons Frese

Breite Frauenallianz für Lohngleichheit/ Wie viel ist eine Frau wert?
(Medieneinladung) Ein neues Bündnis von Frauen aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften ist sich einig: Jetzt muss es endlich vorwärts gehen mit der Lohngleichheit. Noch immer verdienen Frauen für die gleiche Arbeit durchschnittlich 18.2 % weniger. Auch der Gewerbeverband anerkennt, dass es Lohnunterschiede gibt, die nicht erklärbar sind. Konkret heisst dies, dass bereits zu Beginn des Berufslebens in Stellen mit tiefem Anforderungsniveau die Löhne der Männer über 9.2 % höher als die der Frauen liegen.

Wissenschaft als Beruf für Frauen - und Männer
Forschungsorganisationen laden ein zur gemeinsamen Diskussion: Wie wird die Wissenschaft attraktiver für Frauen?
6. März 2012
Unter Federführung der Max-Planck-Gesellschaft laden die großen deutschen Forschungsorganisationen am 6. März 2012 nach Berlin ein, um über Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung in der Forschung zu diskutieren. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Paktes für Forschung und Innovation statt.

DIE WELT
KOMMENTAR
Autor: Andrea Seibel
Über die Benachteiligung von Frauen wird seit Jahren geredet, geredet, geredet
Man kann es nicht mehr hören, aber vielleicht ist das der Clou des Ganzen: Seit Jahr und Tag wird über die Benachteiligung von Frauen geredet, geredet, geredet, und besonders moniert, dass es in Dax-Unternehmen und allgemein zu wenige Frauen in Führungspositionen gibt. Unsere Gesellschaft braucht offenbar diesen Weichklopfer-Sound. Es nagt am Gewissen, wenn man nur lange genug darüber spricht und das Thema am Kochen hält, dann verändert sich die Gesellschaft in der Tat.

FRAUENPOWER FÜR DEN KYFFHÄUSERKREIS
Cornelia Kraffzick - ASF-Vorsitzende
Frauen leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden, haben ein Zehntel des Einkommens und ein Hundertstel des Eigentums auf dieser Welt. Gedanken zu diesem Thema erreichten auch kn, die wir Ihnen liebe Leserinnen und Leser nicht vorenthalten möchten...

Girls’ Day: Lisa Gnadl bietet Plätze an
(red). Auch in diesem Jahr wird die SPD-Landtagsfraktion im Rahmen des Girls’ Days am 26. April ein interessantes Programm für Mädchen im Alter von zwölf bis 15 Jahren anbieten. Bei diesem Mädchen-Zukunftstag sollen Schülerinnen Gelegenheit erhalten, Einblicke in oftmals für sie noch unbekannte, von Männern dominierte Berufe zu gewinnen.

FEIERABEND: BRIGITTE EDERER
Autor: Andrea Rexer
"Das ging unter die Haut"
Als junge Frau wollte Brigitte Ederer die Welt verbessern, später musste die Managerin bei Siemens Hunderte Stellen streichen. Für die österreichische Sozialdemokratin eine der schlimmsten Situationen in ihrem Leben. Ein Expertengespräch über Idealismus


Gesellschaft Kunst & Sport:

Raus aus dem Windschatten der zweiten Reihe
Dortmunder "Frauenmahl" plädiert für mehr Frauen in Machtpositionen
Von Bettina v. Clausewitz
Dortmund (epd). "Warum sollte ich mir das antun, mit all den Alphatieren auf den Chefetagen in den Ring zu steigen", sagen sich viele Frauen und verzichten auf eine Karriere. Gleichzeitig lamentiert die Frauenbewegung seit langem darüber, dass es nur wenige Frauen in Führungspositionen gibt. "Wir sind selbst unsere größten Gegnerinnen", las deshalb die Journalistin Maria Dickmeis ihren Geschlechtsgenossinnen bei Kerzenschein im gotischen Kirchenschiff der Evangelischen Stadtkirche St. Petri in Dortmund die Leviten. Frauen sollten lernen, souveräner, professioneller und vor allem spielerischer mit Macht umzugehen.

Basketballerinnen spielen in Wolfenbüttel
28.02.2012, 13:36 Uhr
Die Frauen-Nationalmannschaft tritt zum Abschluss der Qualifikation für die Basketball-EM 2013 am 14. Juli in Wolfenbüttel gegen Schweden an.
Köln (SID) - Die Frauen-Nationalmannschaft tritt zum Abschluss der Qualifikation für die Basketball-EM 2013 am 14. Juli in Wolfenbüttel gegen Schweden an. Zuvor absolviert die Mannschaft von Bundestrainer Andreas Wagner im Kampf um das Ticket für die Endrunde in Frankreich (15. bis 30. Juni 2013) drei weitere Heimspiele, die Spielorte stehen noch nicht fest. Die anderen Gegner in der Gruppe A sind Rumänien, Spanien und Bulgarien. Nur die beiden ersten Mannschaften qualifizieren sich für die EM.

Familienbericht: Elternzeit kürzen, Ehegatten-Splitting abschaffen
Bislang können Eltern nach der Geburt ihres Kindes bis zu drei Jahre Elternzeit nehmen. Den Sachverständigen des aktuellen Familienberichts ist das zu viel, sie fordern eine Kürzung auf zwei Jahre. Die gesetzliche Dauer von drei Jahren sei „insgesamt fragwürdig" und für die Unternehmen „eine große organisatorische und finanzielle Belastung", wie die Welt berichtet.

Motto: »Steht für Gerechtigkeit«
Am Freitag Weltgebetstag der Frauen / Gottesdienste
Auch in Offenburg wird am Freitag, 2. März, der Weltgebetstag gefeiert. Das Motto lautet in diesem Jahr: »Steht auf für Gerechtigkeit.«
- Diesen Leitsatz haben die Frauen aus Malaysia für den Weltgebetstag 2012 gewählt. Wie kann das Zusammenleben in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft gelingen, lautet die Frage, der sich Frauen in Malaysia jeden Tag stellen müssen.

Größte Frauen-Basisbewegung
Main-Tauber-Kreis.  Frauen und Männer feiern am morgigen Freitag den "Weltgebetstag" - eine ökumenische Aktion von mehr als 170 Ländern. Dazu gibt es oft ein gemütliches Beisammensein mit Spezialitäten aus Malaysia.
Als größte ökumenische Basisbewegung von Frauen gilt der Weltgebetstag, Entstanden ist er als "Weltgebetstag der Frauen" in den USA, wo 1887 ein erster Gebetstag in Brooklyn stattfand.

Stark, emanzipiert und selbstständig
Wer sich als Frau in Wirtschaft, Kultur oder Politik wacker schlägt, gilt sogleich als karrieregeil und familienfeindlich. Dass dieses vorschnelle Urteil keinesfalls pauschal der Realität entsprechen kann, beweist Elisabeth Welzig in ihrer Sammlung einfühlsamer Porträts erfolgreicher, österreichischer Frauen. Da erzählt eine Pilotin, wie sie sich fühlt, wenn ihre männlichen Flugschüler für den Kapitän gehalten werden, eine Frau im gehobenen Management, wie sie immer wieder betonen muss, keine Sekretärin zu sein.

KDFB: „Ohne Frauen keinen Frieden“
(Köln/kdfb) - Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) setzte sich bei der Fachtagung „Ohne Frauen keinen Frieden“ mit aktuellen Entwicklungen in der Friedens- und Konfliktforschung auseinander. Grundlage war die UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“, in der verbindlich geregelt ist, dass Frauen auf allen Ebenen von Friedensprozessen und Sicherheitspolitik angemessen zu beteiligen sind.

Starke Frauen in einer starken Wetterau
FAB gGmbH eröffnet mit Jahresempfang Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr
(red). 1992, im Gründungsjahr des Vereins Frauen Arbeit Bildung (FAB), hätte ein Jahresempfang, zu dem „starke Frauen“ der Wetterau eingeladen worden wären, noch in kleinem Rahmen stattgefunden. 20 Jahre später und zehn Jahre nach der Gründung der FAB gGmbH für Frauen Arbeit Bildung wurde es eng im Foyer der Betriebsstätte im Grünen Weg in Friedberg - was das Motto des Jahresempfangs „Starke Frauen - Starke Wetterau“ deutlich unterstrich.

Diskrepanz zwischen Start und dem Lebensverlauf
Von Ulrich Steden
Prof. Dr. Ute Klammer von der Universität Duisburg-Essen war Vorsitzende einer interdisziplinär zusammen gesetzten Sachverständigen-Kommission, die im Auftrag der Bundesregierung den „Ersten Gleichstellungsbericht“ verfasst hat, der aufzeigen sollte, ob Chancen und Risiken gemeinsam getroffener Entscheidungen auf dem Lebensweg zwischen Frauen und Männern gleich verteilt sind. Im Fokus stand dabei der „Lebensverlauf“. Denn, wie auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens in seinem Grußwort betonte, sind Mädchen heute „die besseren Schülerinnen, sie machen häufiger als Jungen Abitur“.

MERYL-STREEP-FILM
Autor: Ulf Poschardt
Mister Thatcher muss ein glücklicher Mann sein
Radical Chic des Libertären: Phyllida Lloyds Film "Die Eiserne Lady" zeigt Maggie Thatcher alias Meryl Streep als Romantikerin mit unromantischen Methoden.
Am Abend der Wahlniederlage macht der gerührte Dennis der enttäuschten Margaret Roberts einen Heiratsantrag. Die 25-jährige Krämerstochter würde dem allzu gerne zustimmen, wäre da nicht der politische Wille als Glutkern ihres Wesens, dem ein konventionelles Ehe- und Familienleben entgegenstünde.

Preis für Verwirklichung von Geschlechterdemokratie: Anne-Klein-Frauenpreis
Zu Ehren Anne Kleins vergibt die Heinrich-Böll-Stiftung den Anne-Klein-Frauenpreis. Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin. Mit dem Preis fördern wir jährlich Frauen, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen.
Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.

Erste Brandenburger Ampelfrau in Fürstenwalde
Fürstenwalde/Spree (dpa/bb) - Die erste Ampelfrau Brandenburgs regelt künftig in Fürstenwalde (Oder-Spree) den Verkehr. Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, werde die Symbolscheibe mit einer Frau zur 22. Brandenburgischen Frauenwoche am kommenden Dienstag in Betrieb genommen. Die Lichtsignalanlage an der Kreuzung Frankfurter Straße/Geschwister-Scholl-Straße/Kirchhofstraße zeigt dann eine Frau mit Zöpfen anstelle des kleinen Mannes mit Hut. Fürstenwalde sei brandenburgische Modellkommune zur Gleichstellung von Mann und Frau. Dazu wollten die Stadtverordneten demnächst eine beispielhafte Konzeption verabschieden.

Gesundheit:

Mammographie-Screening in Deutschland auf sehr gutem Weg
Erfolgreiches Programm: Höhere Entdeckungsrate von kleinen Tumoren und Karzinomen ohne Lymphknotenbefall in Folgerunde
Zum zweiten Mal seit Einführung des größten europäischen Mammographie-Screening-Programms im Jahr 2005 legt die Kooperationsgemeinschaft Mammographie die  Auswertungen der Daten für Deutschland in einem Evaluationsbericht vor.

Neuer Mitgliederrekord des Marburger Bundes
Berlin – Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) ist so große wie nie. Anfang des Jahres waren in den 14 Landesverbänden 110.305 Mitglieder organisiert. Das entspricht einem Plus von 3.827 Mitgliedern oder 3,6 Prozent gegenüber Anfang 2011. „Mit ihrer Entscheidung für den MB bekräftigen die Ärzte auch ihren verfassungsrechtlichen Anspruch, selbst zu entscheiden, welcher Gewerkschaft sie beitreten wollen und wem sie zutrauen, unter Beachtung der Verantwortung für die Gesellschaft ihre Interessen wahrzunehmen“, sagte MB-Hauptgeschäftsführer Armin Ehl.

Kind und Karriere: Für junge Ärzte unvereinbar
Die Vereinbarkeit von Klinik und Familie wird seit langem gefordert. Ergebnisse einer Umfrage zeigen allerdings: Junge Ärzte und Studenten sehen den Wunsch nach Kindern unvereinbar mit der Karriere.
Von Rebecca Beerheide

Kinder als Karrierehemmnis
Berlin – Eine Mehrheit der Medizinstudierenden in Deutschland hält die Arbeitsplatzgestaltung in Kliniken und Praxen weiterhin für nicht familienfreundlich. Das ergab eine Umfrage der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd).
Die bvmd-Arbeitsgruppe „freundilie“ befragte 2.038 Studierende und junge Ärzte an 35 Fakultäten zwischen Juli 2010 und Oktober 2011 zum Thema Familienfreundlichkeit des Berufes. „Das Thema der Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf spielt bereits während des Studiums eine große Rolle. Die Umfrage macht deutlich, dass sich fast alle Befragten persönlich mit dem Thema auseinandersetzen, da sie mit der aktuellen Situation äußerst unzufrieden sind“, betonte die Arbeitsgruppe, die sich für die Vereinbarkeit von Beruf, Freizeit und Familie einsetzt.


Ausland:

Aljadidah: Die Frauen Online-Zeitung mit österreichischem Erfahrungsschatz
Anfang des Jahres 2011 startete eine neue Website "Aljadidah", "www.aljadidah.com", das bedeutet "Die Neue". Ein neuer Star mit österreichischen Erfahrungen in der Welt der elektronischen Medien. "Aljadidah" ist die erste Online-Frauenzeitung in Österreich. Die Website befasst sich mit Frauenangelegenheiten und stellt einen spezialisierten Inhalt für sie bereit. Die Zeitschrift ist optisch an die Bedürfnisse der Leserinnen angepasst und beinhaltet das für sie Wesentliche. Der geschulte Blick der Redakteurinnen und ihr Erfahrungsschatz mit österreichischen Frauenmedien macht das möglich.

Ägypten nach der Revolution
Vorwärts Richtung Freiheit - mit den Islamisten
Ein Debattenbeitrag von Timothy Garton Ash
Die Euphorie der Tahrir-Revolution ist verklungen - wird Ägypten unter den Muslimbrüdern nun zum intoleranten Gottesstaat? Das Klischee ist im Westen weit verbreitet, aber es ist falsch. Eine pragmatische, islamistische Regierung ist vielleicht das Beste, was das Land jetzt erwarten kann.

Jede Zweite arbeitet in Teilzeit
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will die Familienförderung reformieren und neue Plätze für die Kinderbetreuung schaffen. Der Hauptgrund für Teilzeitarbeit bei Frauen ist die Kinderbetreuung.
Wien/M. l. In Österreich arbeitet fast jede zweite Frau in Teilzeit. Bei den Männern sind es nur 16 Prozent. Ein Drittel der teilzeitbeschäftigten Frauen ist mit ihrem Berufsleben unzufrieden. Dies geht aus dem „Frauenbarometer“ hervor, einer Studie des Frauenministeriums, für die 1000 Frauen und Männer befragt wurden.

Heinisch-Hosek - ORF-Pressestunde (2): Mehr Frauen in Vollzeitbeschäftigung bringen
Utl.: Mehr Sach- statt Geldleistungen für Familien - einheitliche Kinderbetreuung in Österreich - verpflichtender Papa-Monat
Wien (OTS/SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat sich heute, Sonntag, in der ORF-"Pressestunde" dafür ausgesprochen, mehr Frauen in Vollzeitbeschäftigung zu bringen. Fast jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit. "Das hebt die Erwerbsquote und mag auf den ersten Blick gut aussehen, aber nur die wenigsten können davon leben. Ich möchte, dass möglichst viele Frauen die Wahl haben, Vollzeit arbeiten gehen zu können", sagte Heinisch-Hosek, die dafür ein Fünf-Punkte-Programm erarbeitet hat.

Was Frauen wollen
Wie möchten Frauen von morgen leben? Wie verstehen sie ihre Rolle in der Gesellschaft? Beate Großegger ist Leiterin am Wiener Institut für Jugendkulturforschung und gibt vor dem Internationalen Frauentag am kommenden Donnerstag Anworten.
Junge Frauen können sich weder mit dem Emanzipationsbegriff übermäßig identifizieren, noch damit, eine typische Frau zu sein. Sie haben den Anspruch Mensch zu sein, wollen sich nicht festlegen lassen“, sagt Jugendkulturforscherin Beate Großegger.