Posts mit dem Label Sport werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sport werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 3. April 2012

Das war die 13. Kalenderwoche: Klischees können so schön sein....

Weitere Links finden Sie im Anschluss

"Jemals eine Piloerektion erlebt"? Bestimmt! Alle!
Diese Frage richtet sich nämlich an Interessenten des Modells Jaguar XK. Klingt irgendwie aufregend und ein bisschen unanständig. Pilo lässt sich ohne allzu viele Umstände mit Pilot assoziieren und erektion.... Na ja, Sie wissen schon. Wer nun indigniert zum nächsten Artikel weiterblättert, bringt sich um die Auflösung; denn umgangssprachlich müsste es heißen: "Jemals eine Gänsehaut erlebt?" Waren die Werbemacher um die Erweiterung unseres Wortschatzes bemüht, indem sie einen medizinischen Begriff für das Phänomen bemühten, das ganz profan bei Kälte, Aufregung oder auch Ekel auftreten kann? Wohl kaum; denn die Zielgruppe, die hier angesprochen werden soll, dürfte männlich und zwischen 25 und maximal 35 sein – oder sich so fühlen. Ob dieses lustige Wortspiel, dass sich am James-Bond-Klischee orientiert, auch die tatsächliche Käufergruppe anspricht, die immerhin 91.200,-€ als Grundpreis für die Kontraktion des Haarbalgmuskels berappen soll, bleibt fraglich. Bei meiner Recherche im näheren Umfeld – finanziell entsprechend potent – musste die Hürde des Werbespruchs erst überwunden werden, um einen freien Blick auf den attraktiven Flitzer zu bekommen.
Abenteuer, das Dasein als einsamer Wolf mit ungebremstem Fahrvergnügen genießen, lautet konstant die Werbebotschaft deutscher Autohersteller und richtet sich fast ausschließlich an Männer, die – gleich welchen Alters – kaum der Überzeugung bedürfen. Dagegen gilt es, den Partnerinnen die Investition schmackhaft zu machen, um nicht den Haussegen schief hängen zu lassen und um sich nicht allzu sehr der Lächerlichkeit preis zu geben (vergleiche oben). Das sagt jedenfalls mein Mann und überredete mich, ihn zur Präsentation des neuen Mercedes SL in der Berliner Niederlassung zu begleiten. Eine Modenschau exklusiver Designer-Damenmode eröffnete das Spektakel, das seinen krönenden Abschluss mit dem hereinfahrenden Star auf dem Laufsteg fand – natürlich mit Model (immerhin in Abendrobe) auf der Kühlerhaube. Soweit, so normal. Schnell ist dieses Bild auch jenen präsent, die nicht dabei waren. Etwas schwieriger wird es wohl bei der Vorstellung, dass eine Fahrerin den Wagen steuert und einer der Ingenieure oder Techniker des Hauses – gerne auch jünger – auf der Kühlerhaube balanciert. Eine simple 1:1 – Umkehrung der Verhältnisse dürfte aber auch in diesem Kontext kaum die Lösung sein, denn Frauen setzen nun mal andere Schwerpunkte, auch wenn sie gerne schnelle Autos sportlich fahren. Mit der wachsenden Zahl an Akademikerinnen, Frauen in Führung und in technischen Berufen erschließt sich nicht nur für Autohersteller eine attraktive Zielgruppe; Frauen, die durchaus unabhängig vom Partner einen solchen – auch familienuntauglichen - Wagen reizvoll finden könnten. Um sie außerhalb des toten Winkels und des Klischees wahrzunehmen, müssten Verantwortliche in den Marketing- und PR-Abteilungen vor dem Abbiegen mal den Blick über die Schulter wagen.

Erste Beispiele wie Autowerbung anders aussehen könnte:
Ein Beispiel aus Frankreich:
und aus Deutschland:
Der Mercedes SLK 250 CDI tritt auf dem Hockenheimring gegen einen Mercedes 190 2.5-16V Evo an.
Hinterm dem Steuer sitzen Ex-DTM-Pilotin Ellen Lohr und Ex-DTM-Pilot Roland Asch.

Gefangen im Neurononsens
Zwischen Barbie und Matchbox-Autos: Die amerikanische Psychologin Cordelia Fine spürt der "Geschlechterlüge" nach Von Marion Lühe
Immer wieder hört man von bemühten Eltern, sämtliche Versuche, ihre Kinder geschlechtsneutral zu erziehen, seien gescheitert. Mädchen hätten die ihnen zum Spielen angebotenen Autos ins Puppenbett gelegt, Jungen hätten der Barbie-Puppe kurzerhand den Kopf abgerissen.

MIGRANTINNEN INTERESSIERT AN TECHNIK
Studie zeigt Aufgeschlossenheit für neue Berufswege
Das Potenzial junger Frauen mit Migrationshintergrund wird in der Wirtschaft und Wissenschaft nicht ausreichend erkannt. Dabei kann sich jedes dritte Mädchen mit Zuwanderungshintergrund vorstellen, einen technischen Beruf zu erlernen.
Rund ein Drittel der Mädchen mit Zuwanderungshintergrund kann sich vorstellen, später in einem technischen, ingenieurwissenschaftlichen, handwerklichen oder IT-Beruf zu arbeiten. Das ist das Ergebnis einer Befragung im Rahmen des Girls’Day 2011 von über 2.000 Mädchen zu ihren Berufswünschen.

Weitere entscheidende Schwerpunkte dieser Woche:

Gleichstellungsdebatte
Unter Frauen
Über die Frauenquote zu diskutieren kann auch Spaß machen – zumindest solange keine Männer dabei sind. Ein Besuch bei den Frauen der International Bar Association.
Von CAROLINE FREISFELD

Der Zorn der Frauen
Weibliche Abgeordnete von CDU und FDP stimmen beim Betreuungsgeld nicht mehr mit ihrer schwarz-gelben Koalition
Von Robin Alexander
Am Donnerstag schrammte Schwarz-Gelb knapp an einer großen Blamage vorbei. Denn im Bundestag wurde nicht weniger geprobt als ein Aufstand der Frauen von CDU und FDP gegen ihre eigene Kanzlerin. Am frühen Abend stand ein Antrag der Grünen zur Abstimmung: "Kein Betreuungsgeld einführen - Kinder und Familien durch den Ausbau der Kindertagesbetreuung fördern."


Politik:

Millionen Minijobberinnen droht Altersarmut
Berlin. Millionen Minijobberinnen in Deutschland sind von Altersarmut bedroht. Gefährdet sind sie vor allem dann, wenn sie jahrzehntelang nur einen 400-Euro-Minijob ohne soziale Absicherung haben.
Ihre Rente wird nach heutigen Werten dann monatlich deutlich unter 200 Euro liegen, geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Links-Fraktion hervor, die der Nachrichtenagentur dpa in Berlin vorliegt.

Das Papa-Problem der SPD
VON Michael Schlieben
Sigmar Gabriel wird demnächst Vater. Setzt er deshalb aus? Gar im Wahlkampf? Genossinnen und andere Feministinnen machen daraus ein Politikum.
Kann ein junger Vater Kanzler werden? Darf der Vorsitzende einer Volkspartei ein paar Monate Auszeit nehmen, um den frischgeborenen Nachwuchs zu wickeln und in die Kita einzugewöhnen? Will er lieber sein Kind oder seine Partei im Stich lassen? Und weckt seine Abwesenheit nicht Begehrlichkeiten bei den Kollegen, die, ehrgeizig und kinderlos, einfach weiter arbeiten?

"Die Piraten sind die Neuen. Wir sind die Grünen"
Renate Künast twittert nicht, hat aber etwa 9000 Freunde bei Facebook. Auch mit dem Wort Shitstorm kann sie etwas anfangen. Die Piratenpartei sieht sie als eine Art Herausforderung.
Von Jochen Gaugele und Claus Christian Malzahn

Pfarrerstochter auf Stimmenfang für die Linken
Pfarrerstochter Katharina Schwabedissen gilt selbst bei politischen Gegnern als ehrliche Haut. Deshalb soll sie nun die Linkspartei in den Wahlkampf führen – und auch im Bürgertum Wähler fischen. Von Till-R. Stoldt


Hauptstadt:

Ministerin Schröder: "Kitas haben einen positiven Einfluss auf das Wohlergehen von Alleinerziehenden und ihren Kindern"
Neue Studie über die Auswirkungen von Ganztagesbetreuung für die Kinder von Alleinerziehenden vorgestellt
Frühkindliche Betreuung hat gerade für Kinder von Alleinerziehenden positive Auswirkungen, da unter anderem das Armutsrisiko, von dem Alleinerziehende überdurchschnittlich häufig betroffen sind, durch eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung gesenkt werden kann. Das ist eines der Ergebnisse der Studie "Gesamtgesellschaftliche Effekte einer Ganztagesbetreuung von Kindern von Alleinerziehenden", des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Bundesministerin Schröder: "Frauen nutzen persönliche Kontakte im Beruf zu wenig"
Kooperation von Bundesfamilienministerium und XING hilft Frauen beim Aufbau eines persönlichen Netzwerks
Gerade nach einer längeren Unterbrechung führt der Weg zurück ins Arbeitsleben oft über persönliche Kontakte. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kooperiert daher mit dem beruflichen Netzwerk XING, um Frauen, die nach einer Baby- oder Familienpause wieder ins Arbeitsleben einsteigen wollen, beim Aufbau eines persönlichen Kontaktnetzes zu unterstützen und ihnen so die Rückkehr in den Beruf zu erleichtern.

Antrag
des Landes Baden-Württemberg
Entschließung des Bundesrates zur Bekämpfung der Entgeltungleichheit von Frauen und Männern

Gesetzgeberischer Handlungsbedarf bei Genitalverstümmelung besteht nicht
Berlin: (hib/BOB) Ein zwingender gesetzgeberischer Handlungsbedarf bei Genitalverstümmelung ergibt für die Bundesregierung derzeit nicht. Sie sei nach geltendem Recht bereits strafbar, betont die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/9005) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17/8811). Sie stelle eine vorsätzliche oder gefährliche Köperverletzung mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs dar. Ob zusätzlich der Tatbestand der Misshandlung von Schutzbefohlenen erfüllt sei, hänge von den Umständen des Einzelfalls ab, ebenso ob eine schwere Köperverletzung wegen Verlustes der Fortpflanzungsfähigkeit vorliegt.

Länder sollen sich an Hilfen für Opfer sexueller Gewalt in Familien beteiligen
Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Berlin: (hib/AW) Die Abgeordneten aller Fraktionen im Familienausschuss appellieren an die Bundesländer, sich an den Hilfeleistungen für Opfer sexueller Gewalt im familiären Umfeld gemäß den Empfehlungen des Runden Tischs „Sexueller Kindesmissbrauch“ zu beteiligen. Dieser hatte sich neben den Entschädigungsleistungen für Opfer sexueller Gewalt in Heimen und anderen Erziehungsinstitutionen für ein ergänzendes Hilfesystem für Opfer, deren Schadensersatzansprüche bereits verjährt sind, ausgesprochen.

Splittingvorteil geht fast komplett an Familien mit Kindern
Berlin: (hib/HLE) Die Ehe ist mit einem Anteil von 72 Prozent weiter die meistgelebte Familienform der Eltern mit minderjährigen Kindern. Auch heute noch würden rund 90 Prozent der Splittingwirkung im Einkommensteuerrecht auf Ehepaare mit Kindern entfallen, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (17/9006) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/9006).

Grüne fordern Verzicht auf Betreuungsgeld
Berlin: (hib/AW) Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen spricht sich erneut gegen das geplante Betreuungsgeld aus. In einem Antrag (17/9165) fordert sie die Bundesregierung auf, stattdessen in den quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung zu investieren. Das Ziel müsse es sein, allen Kindern unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem sozialen Umfeld gleiche Bildungschancen für das künftige Leben zu ermöglichen. Nach Angaben der Fraktion wird das von der Regierungskoalition geplante Betreuungsgeld jährliche Kosten zwischen 1,4 und zwei Milliarden Euro verursachen.


Wirtschaft:

Aus der Rolle
"Ohne Frauen geht es nicht"
Reederei-Chef Konstantin Bissias erklärt die Gewaltenteilung in seinem Unternehmen und zu Hause
Von Sophia Seiderer
Die Physikerin Claudia Nemat hat es in den Vorstand der Deutschen Telekom geschafft. Das findet auch die Süddeutsche Zeitung bemerkenswert und schreibt über sie: "Nemat hat es in den Vorstand geschafft, obwohl sie mit einem Chefarzt verheiratet ist und somit keinen Hausmann an ihrer Seite hat."

Streit um Frauenquote immer heftiger
VON MICHAEL BRÖCKER
Berlin (RP). Der Streit über die Einführung einer Frauenquote in der Wirtschaft wird immer heftiger. Die EU-Kommission geht auf Konfrontationskurs zur Bundesregierung. "Ich werde alles dafür tun, dass die Quote für Aufsichtsräte kommt", sagte EU-Justizkommissarin Viviane Reding dem "Spiegel" in einem Streitgespräch mit der deutschen Familienministerin Kristina Schröder (CDU).

Gesetzliche Frauenquote: Frauen im mittleren Management erwarten keinen Karriere-Nutzen
München (ots) - 67 Prozent der Frauen im mittleren Management sind davon überzeugt, dass sich ihre berufliche Situation durch die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen nicht ändern würde. Jede Zweite ist darüber hinaus der Meinung, dass die derzeitige Diskussion den Kern des eigentlichen Problems generell nicht trifft. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Befragung von Frauen im mittleren Management im Auftrag der Personalberatung Rochus Mummert.

Warum alle Schlecker retten wollen
Von Jahel Mielke
Einst war das Unternehmen Schlecker wegen seiner Arbeitsbedingungen verpönt. Doch es gibt Argumente für eine staatlich finanzierte Transfergesellschaft.
Er gilt als der unbeliebteste Unternehmer Deutschlands, und doch wollen ihm alle helfen: Seitdem Anton Schlecker, jahrzehntelang verschrien als Billigheimer und Ausbeuter, seine Drogeriemarktkette vor die Wand gefahren hat, stehen Mitarbeiter, Politik und Gewerkschaften parat.

Politik mit Schlecker
Die Entscheidung über die Gründung der Transfergesellschaft fällt am Mittwoch. Im Vorfeld werden düstere Gemälde gezeichnet, was ohne die Transfergesellschaft passieren würde. Doch das Interesse des Insolvenzverwalters rechtfertigt nicht das Eingreifen des Staates. Eine Analyse.

Rettungsaktion für Schlecker-Beschäftigte scheitert an FDP
Stuttgart/München/Berlin (dpa) - Die Rettungsaktion für die 11 000 Schlecker-Beschäftigten ist in letzter Minute am Widerstand der FDP gescheitert.
Von dpa
Bayern weigerte sich am Donnerstag nach wochenlangem Tauziehen, gemeinsam mit 13 anderen Ländern eine Bürgschaft für den Kredit von 70 Millionen Euro für die Transfergesellschaft zu schultern.

Verdi will Schlecker-Frauen nicht zu Klagen ermuntern
HAMBURG (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft Verdi will die entlassenen Schlecker-Mitarbeiter nicht zu Kündigungsschutzklagen ermuntern. "Wir haben kein Interesse daran, Klagen zu forcieren", sagte Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Franke "Spiegel Online". "Aber wir werden unsere Mitglieder natürlich beraten und gegebenenfalls Rechtsschutz gewähren."

CAROLYN MCCALL
„Wenn man Quoten vorschreibt, wird sich das rächen“
Die Chefin der Fluglinie Easyjet, Carolyn McCall, warnt vor möglichen Negativfolgen von Frauenquoten. Den Expansionskurs des Unternehmens will sie weiter vorantreiben, auch mit Investments in die Flugzeugflotte.

DIW: Immer mehr junge Erwachsene leben von Niedriglohn
Berlin (dpa) - Jeder dritte junge Erwachsene in Deutschland muss mit Einkommen unter der Niedriglohn-Schwelle auskommen. Dies geht aus einer am Donnerstag vorgestellten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor.
Danach steigt der Anteil der Geringverdiener bei jüngeren Arbeitnehmer deutlich stärker als im deutschen Durchschnitt. Nicht einmal jeder zweite schaffe innerhalb von fünf Jahren des Aufstieg auf ein höheres Einkommensniveau. Einziger Trost: Junge Geringverdiener könnten ihre Niedriglohn-Jobs dennoch häufiger als Karriere-Sprungbrett nutzen als ihre älteren Kollegen, sagt Wissenschaftler Daniel Schnitzlein.

In Lingen gibt es kein Verständnis für die schlechtere Bezahlung von Frauen
Lingen. Die Lohntüte von Frauen ist nach wie vor kleiner als die der Männer. Der Unterschied der Gehälter liegt bei durchschnittlich 23 Prozent. In den oberen Etagen der Firmen setzt sich das Problem fort.
Der Aufstieg in deutsche Führungsetagen gelingt Frauen viel seltener als Männern. Und wenn doch, verdienen sie Medien zufolge im Schnitt gut 1000 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. Und das, obwohl Frauen bei den Qualifikationen den Männern in nichts nachstehen. In unserer Frage der Woche wollten wir wissen: „Warum verdienen Frauen in Chefetagen so viel weniger als Männer?

Wie die Herdprämie den Arbeitsanreiz mindert
Das Betreuungsgeld sollte Geringqualifizierte, Alleinerziehende und Familien mit niedrigem Einkommen einen finanziellen Anreiz bieten, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Allerdings ist das arbeitsmarktpolitisch keine gute Idee, wie eine Studie in Thüringen zeigt.

Der Charme der Sonne
Chefstrategin Aglaia Wieland über den Stand des Wüstenstromprojekts Desertec
Mit der Ausrufung der sogenannten Energiewende in Deutschland im vergangenen Jahr ist es still um das Wüstenstrom-Projekt Desertec geworden. Für die Chefstrategin der "Desertec Industrial Initiative" (Dii), Aglaia Wieland, ist das jedoch kein Nachteil: "Die Ruhe gibt uns die notwendige Zeit, etwas zu tun."


Gesellschaft:

FUSSBALL NATIONALMANNSCHAFT
DFB-Frauen: Neid nominiert Maier nach
Bundestrainerin Silvia Neid hat U20-Nationalspielerin Leonie Maier für die Partie um den Gruppensieg in der EM-Qualifikation gegen die punktgleichen Spanierinnen nachnominiert.

DIE ERSTE FERNSEHNACHRICHTENFRAU
Sie schrieb Geschichte - und wurde doch nur als Geliebte gesehen
Wibke Bruhns sorgte 1971 für einen Eklat: Sie war Deutschlands erste Nachrichtensprecherin und fordert nun eine Quote für Chefredakteurinnen. War sie Willy Brandts Geliebte?
Von Lea Thies

DANIEL BARENBOIM
"Das kann man nur menschlich lösen"
Daniel Barenboim, der große Dirigent und Chef der Berliner Staatsoper, über nationale Orchesterstile, die Überwindung kultureller Grenzen in der Musik und über den politisch unlösbaren israelisch-palästinensischen Konflikt.

Frauenrechtlerin Adrienne Rich gestorben
Poesie als linguistische Aromatherapie
Frau, Lesbe und Jüdin: All diese Persönlichkeiten vereinten sich in der feministischen Autorin Adrienne Rich. Zeit ihres Lebens versuchte die US-Amerikanerin das Tabu gleichgeschlechtlicher Liebe durch Poesie zu durchbrechen. Am Dienstag verstarb die 82-Jährige in Santa Cruz.

Leitartikel in Deutschland
Die Meinungsmacker
Von Barbara Hans
Deutsche Zeitungen sind voll von klugen Kommentaren, wegweisenden Ideen, schlauen Volten. Doch eine Auswertung überregionaler Blätter beweist: Fast immer stammen sie von Männern. Was ist mit der weiblichen Hälfte der Bevölkerung? Ein Plädoyer.

Tragisch bis treudoof
Von Katja Kullmann     

  
  
 
Jetzt gibt es auch noch ein «Manifest für den Mann». Die Männer jubeln. Was meinen Frauen dazu?
Zu Beginn kurz dies: Selten hat die Autorin dieses Zeitungsartikels sich so sehr auf einen Schreibauftrag gefreut. Endlich hat sie mal ein wirklich interessantes Thema zugeteilt bekommen. Es geht um ein Buch mit dem bombastischen Titel: «Das entehrte Geschlecht. Ein notwendiges Manifest für den Mann». Keine Frage, dass die Autorin – eine an Männern durchaus interessierte Frau in ihren allerbesten Jahren – sich voller Spannung und Neugierde auf das Buch gestürzt hat.

Frauenquote
Anstrengender Dialog
Axel Brüggemann
Manchmal muss man Frauen zu ihrem Glück einfach zwingen: Immer mehr Männer sind für die Frauenquote. Für Frauen gilt das nicht unbedingt, wie unser Autor feststellt
Vielleicht finden wir Männer Frauen deshalb so faszinierend, weil sie so herrlich kompliziert sind. Meine Freundin zum Beispiel gerät oft in Rage, wenn wir am Morgen die politische Lage des Landes debattieren. Besonders bei der Frauenquote. „So ein Schwachsinn“, sagt sie dann und köpft das Frühstücksei. „Wenn wir so gut sind wie ihr, brauchen wir keine Quote.“

Ausstellung in München
Frauen
Zehn Jahre lang gibt es die Pinakothek der Moderne in München mittlerweile schon. Und jetzt, zum Jubiläum, fährt die Pinakothek ihre bislang größte Ausstellung auf! Und die heißt kurz und knapp: Frauen.


Gesundheit:

Neue mach’s mit-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert über HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat heute in Berlin eine neue Kampagne zur Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (sexually transmitted infections, STI) vorgestellt. Mit der Aufforderung „mach’s mit - Wissen & Kondom“ will die neue Präventionskampagne Menschen weiterhin motivieren, sich mit Kondomen vor einer HIV-Infektion zu schützen und sich zugleich noch stärker als bislang über Ansteckungswege und Symptome anderer STI zu informieren.

Deutscher Präventionspreis 2012 ausgelobt
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr übernimmt Schirmherrschaft
„Wasser, Seife, Handtuch her, Händewaschen ist nicht schwer“ – so lautet das Motto des diesjährigen Deutschen Präventionspreises, den das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit dem Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn ausloben. Daran teilnehmen können Betreuungseinrichtungen mit Kindern unter sechs Jahren (oder deren Träger), die vorbildliche Projekte für eine kindgerechte und nachhaltige Vermittlung von Hygiene-Wissen und -Verhalten durchführen.

INTERVIEW ELISABETH BEIKIRCH
"Entbürokratisierung - ein wichtiger Baustein zur Entlastung für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Pflegende“
Elisabeth Beikirch ist Expertin im Bereich Pflege. Seit Juni 2011 ist sie als unabhängige, parteilose Ombudsfrau zur Entbürokratisierung der Pflege im Bundesgesundheitsministerium. In die Hierarchie des Ministeriums ist sie nicht eingebunden, dafür ist sie wahrscheinlich auch viel zu viel unterwegs. Denn Elisabeth Beikirchs Hauptaufgabe besteht darin, Vorschläge zur Entbürokratisierung zu machen, die dann in die Pflegereform einfließen. Und dafür hat sie viele Termine, um mit Vertretern aus allen Bereichen und Angehörigen zu sprechen und sich ein genaues Bild der Pflegesituation zu machen. Im Interview erklärt Sie ihre Aufgaben und Ziele und zieht nach einem halben Jahr eine erste Zwischenbilanz.

Opfer sexuellen Missbrauchs benötigen mehr Therapieplätze
BPtK fordert schnelle Bereitstellung der zugesagten 100 Millionen Euro
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) fordert einen schnellen Ausbau des Beratungsnetzes und der Behandlungsplätze für die Opfer von sexueller Gewalt. „Die Betroffen warten“, erklärt BPtK-Präsident Prof. Dr. Rainer Richter. „Bund und Länder haben Hilfen von 100 Millionen Euro zugesagt. Doch bis jetzt ist nichts passiert.“

Ärztinnen fordern bessere Berufschancen
Köln – Die Rahmenbedingungen für Ärztinnen in der Facharztweiterbildung müssen sich deutlich verbessern. Das hat der Deutsche Ärztinnenbund gefordert. Gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Hamburg und Leipzig hat der Verband ein Memorandum zur Verbesserung der beruflichen Entwicklung von Ärztinnen vorgelegt.

In schlechten Zeiten kommen mehr Mädchen zur Welt
LONDON (dpa). Nach einer Hungersnot bringen Frauen häufiger Mädchen zur Welt. Das bestätigt eine Studie, die in den "Proceedings B" der britischen Royal Society erschienen ist.




Ausland:

WEIL SIE GEGEN IHN GESUNGEN HABEN!
Putin droht Punk-Sängerinnen mit 7 Jahren Haft
RUSSLANDS STAATSCHEF LÄSST DIE MUSKELN SPIELEN! DREI MUSIKERINNEN DER BAND „PUSSY RIOT“ SOLLEN HINTER GITTER
Sie haben in einer Moskauer Kathedrale gebetet, jetzt sitzen sie in Käfigen vor Gericht. Der Grund: Die Musikerinnen der Punk-Band „Pussy Riot“ baten Gott um einen großen Gefallen – das russische Volk endlich von Putin zu befreien!

Religion ist Macht
In der Diskussion über die verhaftete Band Pussy Riot fühlen sich in Russland Staat und Kirche getroffen
Von Inga Pylypchuk
Verdammt und verhaftet, auch gelobt und geliebt. Keine Kunstaktion hat die Russen dermaßen gespaltet, wie das Punk-Gebet von Pussy Riot. Während Mitglieder der Band in U-Haft sitzen, diskutiert das Land - vorwiegend im Netz - heftig über Kunst, Politik und Religion.

Überwachungsstaat Aserbaidschan
Big Brother in Baku
Aus Baku berichtet Annette Langer
Sie werden beim Sex gefilmt, abgehört, verprügelt. Kurz vor dem Eurovision Song Contest erhöht die autoritäre Regierung Aserbaidschans den Druck auf Journalisten. Oppositionelle warnen nun: Auch deutsche Reporter und Schlager-Touristen sollten sich in Acht nehmen.

"Demokratie kommt nicht über Nacht"
Ägyptens Friedensnobelpreisträger al-Baradei über die enttäuschte Jugend vom Tahrir-Platz, das Elend des Militärrats, die Scharia und ein Parlament, welches das Volk nicht repräsentiert.

Neu sind nur die Gefängniswärter in Afghanistan
Afghaninnen leiden wie bei den Taliban Von Agnes Tandler
Für Samira gibt es kein Happy End: Sie ist noch ein Kind, doch die 16-jährige Afghanin war schon zweimal verheiratet. Vor gut einem Jahr fasste das junge Mädchen mit den dunklen Augen einen mutigen Beschluss.

Vorkämpferinnen des Wandels in Saudiarabien?
Frauen sind trotz Reformen noch immer die Verliererinnen im saudischen Machtgefüge
Um die Rechte der Frauen ist es in Saudiarabien bekanntermassen nicht gut bestellt. Dieser Missstand hat mehr mit Machtpolitik als mit Religion zu tun. Ein Wandel im Königreich könnte von den Frauen selber ausgehen.
Monika Bolliger, Jidda

Österreicher haben hohe Politik- und EU-Verdrossenheit, aber europaweit die größte Chance auf ein zufriedenes und glückliches Leben

Wr. Neudorf (marketagent.com) - Die Österreicher zeigen eine hohe Politik- und EU-Verdrossenheit, sie sind aber im europäischen Vergleich am zufriedensten. Das geht aus einer internationalen Trendstudie von Marketagent.com, einem der führenden Online Markt- und Meinungsforschungsinstitute im deutschsprachigen Raum, hervor. Die groß angelegte Studie wird 4 Mal pro Jahr in 11 europäischen Ländern in der D-A-CH- und CEE-Region mit insgesamt knapp 5.000 Online-Interviews durchgeführt.

Frauen haben es schwerer
AMRISWIL. An der Matinee der Grossratskandidatinnen des Bezirks Arbon waren die Frauen am Samstag im Bistro Cartonage unter sich. Die Runde war klein. Die Politikerinnen diskutierten trotzdem heftig und kontrovers.
HUGO BERGER

Gefoltert, bis sie ihr Kind verlor
Massenvergewaltigungen während dem Bosnienkrieg sind noch immer nicht aufgearbeitet
1992 hat ganz Europa gebannt auf das ehemalige Jugoslawien geblickt. Im Bosnienkrieg wurden auch Zehntausende von Frauen vergewaltigt. Bis heute warten die Opfer auf Gerechtigkeit. Amnesty International fordert die Behörden nun auf, für deren Entschädigung zu sorgen.

US-STUDIE ZUM FÜHRUNGSSTIL
Frauen sind die schlimmeren Männer
Von Reinhard Urschel
Eine US-Studie hat herausgefunden, dass Frauen als Chefs besonders risikofreudig sind. In Führungsjobs unterscheiden sie sich ansonsten aber nicht von den Männern.

Dienstag, 6. März 2012

Das war die 09. Kalenderwoche: Deutschland im Dornröschenschlaf – Dornröschen schlaflos in Deutschland?


Die EU-Kommissarin Viviane Reding stellt die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage zum Thema gesetzliche Frauenquote vor und darf sich darauf verlassen, dass ihr Projekt auf solidem Grund steht; denn 88 Prozent der befragten Europäer sehen durchaus Handlungsbedarf und 75 Prozent befürworten sogar eine gesetzliche Regelung, um dem absurden Missverhältnis zwischen dem Anteil von Frauen und Männern auf den Chefsesseln beizukommen.
Und in Berlin? Ungeachtet der Entwicklung in Brüssel, der insgesamt positiven Ergebnisse in den Quotenländern und ungeachtet der ausführlich diskutierten Tatsache, dass qualifizierte und motivierte Frauen oberhalb der Glasdecke kaum gesichtet werden – mit oder ohne Kinder -  muss Bundesfamilienministerin Kristina Schröder von den Koalitionsfrauen eine Abfuhr für ihre milde Flexiquote kassieren. Das kann schon mal den Schlaf kosten.
Soweit die ganz offizielle Parteipolitik, ganz vorne auf der politischen Bühne. Mit der Vereinigung Liberale Frauen buchstabieren jedoch einige FDP-Politikerinnen liberale Arbeitsmarkt- und Gesellschaftspolitik weiblich. Beim Klick auf http://www.liberale-frauen.de/ – ganz im optimistischen Gelb/Blau der Parteifarben - sieht man sich mit der Berliner Erklärung Frauenbündnis für die Quote konfrontiert. Fraktionsübergreifend wird hier die Umsetzung des im Grundgesetz verankerten Gleichstellungsgebots gefordert. Mit der basisdemokratischen Berliner Erklärung, die alle BefürworterInnen bequem online unterzeichnen können, findet eine Art Parallelpolitik statt, unabhängig von geltenden Parteigrenzen, die mit einer Mehrheit von ca. 70 Prozent PolitikErn ja immer noch überwiegend männlich definiert werden. http://www.berlinererklaerung.de/ Vielleicht lässt sich mit einem Berliner Nein zu jeglicher regulierenden Frauenquote die eigene Wählerschaft beruhigen, wenn möglicherweise die eigentliche Entscheidung in Brüssel fällt?
Ist erst mal die kritische Masse überwunden, sitzt also nicht mehr nur eine einzelne Frau hier im Aufsichtsrat und eine dort im Vorstand, sondern teilen sich gleich mehrere Frauen die Verantwortung in der gleichen Chefetage, dann dürfte sich der Wandel stabilisieren. Dann würden z.B. nicht mehr nur überwiegend Männer für eine Beförderung in Frage kommen, weil sie eben nicht mehr so selbstverständlich in das Wahrnehmungsschema des bzw. der Vorgesetzen passen. Und dann – irgendwann – wird eine gesetzliche Regelung überflüssig, ja die Frauenquote einen ähnlichen Status einnehmen wie so manch veraltetes Gesetz. Ob 100 Jahre reichen? Unterstützung kommt nun allmählich auch von jenen (männlichen) Führungskräften, die von den bestehenden Strukturen ganz gut profitiert haben und die wissen, wie es zugeht - von Vätern, die sich um die beruflichen Erfolgsaussichten ihrer  erwachsenen Töchter sorgen.
Wer weiß, ob die Schleckergeschwister ein solch tragisches Scheitern der Drogeriemarktkette hätten verhindern können, wären sie früher an der Leitung des Unternehmens beteiligt worden?  12.000 verlorene Arbeitsplätze sind ein hoher Preis. Die meisten  waren/sind von Frauen besetzt, in Teilzeit, in jedem Fall mit wenig attraktiven Gehältern. Im Vergleich z.B. zur Autobranche scheint dieses Szenario politisch jedoch keinen Helferreflex auszulösen. Die mediale und damit öffentliche Wahrnehmung bleibt insgesamt gering. Sind Männerjobs wichtiger oder liegt es an dem sehr autarken bis autistischen Führungsstil des Unternehmensgründers Schlecker, der auch in der Vergangenheit so isolierend wirkte? Vielleicht ist es aber auch gar nicht so einfach, medienwirksam über diese Schicksale zu berichten, gelten diese Frauen womöglich in den Redaktionen doch nicht als die klassischen Ernährerinnen der Familie - verglichen z.B. mit einem Opelaner?
Hier könnten möglicherweise Journalistinnen Abhilfe schaffen und den Perspektivwechsel vollziehen. Welche Themen wie in die Öffentlichkeit gelangen und aufbereitet werden, darüber entscheiden – auch 2012 - meistens ChefredakteurE. Einen Mangel an weiblichem Nachwuchs dürfte es in den Fluren bei Zeitung, Radio- und Fernsehanstalten allerdings kaum geben, sind doch über 60 Prozent der Absolventen von Journalistenschulen weiblich. Nun werben Journalistinnen ihrerseits für eine Frauenquote und gleichberechtigte Teilhabe in den Chefredaktionen. Auf der eigens eingerichteten Webseite  http://www.pro-quote.de/  wird die Forderung erläutert und kann bequem per Klick unterstützt werden. Namen und z.T. Fotos der Initiatorinnen und UnterstützerInnen sorgen für Transparenz und Präsenz auf allen Kanälen. Achten Sie mal darauf, z.B. in Ihrer Tageszeitung, welche Themen von AutorEn behandelt werden, wie viele AutorINnen die dritte Seite füllen und wie viele von AutorINnen veröffentlichte Bücher auf der Literaturseite besprochen werden.......

Links der Woche:

WELT AM SONNTAG|
Europas Bürger wollen Frauenquote
EU-Kommission bereitet Gesetz vor
Brüssel - Drei von vier EU-Bürgern wollen, dass Frauen per Gesetz bei gleicher Qualifikation dieselben Chancen auf Spitzenposten bekommen. 88 Prozent halten es für inakzeptabel, dass Frauen in Europas Chefetagen unterrepräsentiert sind. http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article13903218/Europas-Buerger-wollen-Frauenquote.html

Chefetagen bleiben männlich dominiert
Ein Drittel der 160 Unternehmen in den DAX-Indizes der Deutschen Börse hat keine einzige Frau in seinen Führungsgremien - weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat.
Anfang März will Viviane Reding, Vizepräsidentin der EU-Kommission, ihre Analyse zu Frauen in Führungspositionen europäischer Top-Firmen vorlegen. Die Kommissarin hat bereits eine Quotenregelung angekündigt, sollte sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Fakt ist: In den Vorständen und Aufsichtsräten der Unternehmen in den deutschen Börsenindizes DAX, M-, Tec- und S-DAX sind Frauen noch immer deutlich unterrepräsentiert.

GLEICHSTELLUNG
Autor: Miriam Hollstein
FDP lässt Schröders Frauenquote abblitzen
Familienministerin Schröder hat um eine gemeinsame Linie gebeten, doch die FDP-Frauen wollen die Flexi-Quote nicht unterstützen. Und Kanzlerin Merkel schweigt bedeutsam.
Der Brief ist höflich im Ton, aber hart in der Sache. Adressatin ist Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Geschrieben hat die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, Nicole Bracht-Bendt.


Schlecker-Betriebsratschefin: Wo bleibt die Politik?
Ehingen.  Schlecker-Gesamtbetriebsratschefin Christel Hoffmann ist sauer auf die Politik. "Ich fühle mich sehr alleingelassen", sagte sie am Donnerstag.
Sie habe keinen Anruf, keine E-Mail, gar keine Reaktion auf die harten Einschnitte bekommen, die Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Mittwoch verkündet hatte. Lediglich die Lokalpolitik habe sich gemeldet.

Politik soll Schlecker-Frauen helfen
Ein Kahlschlag soll die marode Drogeriekette Schlecker retten: Laut Sanierungskonzept des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz soll jede zweite Filiale geschlossen werden. Zehntausende Beschäftigte werden dabei wohl ihren Job verlieren - vornehmlich Frauen. Und auch die Schlecker-Tochter IhrPlatz schließt 142 Läden. Jetzt werden die Stimmen immer lauter, die auf schnelle politische Unterstützung für die Schlecker-Mitarbeiterinnen drängen.

DJV: "Frauen sind nicht die schlechteren Journalisten"
Der Deutsche Journalisten-Verband unterstützt die aktuelle Initiative von Journalistinnen nach Einführung einer Frauenquote in den Chefetagen von Verlagen und Sendern.
Es sei begrüßenswert, dass etliche Journalistinnen, darunter Sandra Maischberger, Miriam Meckel und Silke Burmester, auf die andauernde Ungleichbehandlung in journalistischen Führungspositionen aufmerksam machten, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Frauen sind nicht die schlechteren Journalisten.

GLEICHSTELLUNG
Die richtige Quote
Hunderte von Journalistinnen fordern mehr Macht in der Führung deutscher Medien. Soll man das erzwingen?
Den Sinn von Quoten habe ich nie verstanden. Vor Jahren sprach ich mich beispielsweise gegen Quoten für Migranten aus, vielleicht auch, weil ich in dieser Frage einen blinden Fleck habe. Doch waren auch rationale Argumente gegen die Quote schnell zur Hand: die Angst, dass sie ebenfalls als eine Form von Diskriminierung angesehen werden könnte, wenngleich als eine positive.

Politik:

Frauen in der Politik stärken
Der Landesbeirat für Frauenfragen hat sich konstituiert und erneut Gisela Bill zu seiner Vorsitzenden gewählt. Zentrale Themen in dieser 9. Amtsperiode sollen die Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) sein, die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns sowie das Festschreiben einer Frauenquote für Führungspositionen in der Privatwirtschaft.


Bundespräsidenten-Kandidatin Klarsfeld
Besuch der alten Dame
Die Linkspartei hat Beate Klarsfeld als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl nominiert. Klarsfeld gilt als „Nazi-Jägerin“. Aber das war sie nur im Westen - in der DDR war sie merkwürdig blind.
Von JOCHEN STAADT
Geht es nach der Linkspartei, soll Beate Klarsfeld Bundespräsidentin werden. Die „Nazi-Jägerin“ wurde 1968 berühmt, weil sie Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger eine Ohrfeige verpasst hatte - dafür, dass er Mitglied der NSDAP gewesen war. Mit dem Besuch dieser alten Dame in der Bundesversammlung lässt sich Staat machen.


Hauptstadt:

Rechtsausschuss gegen gesetzlich verordnete Frauenquote in Führungspositionen
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/VER) Der Rechtsausschuss des Bundestags lehnt eine gesetzliche Regelung für die paritätische Besetzung von Führungspositionen in der Wirtschaft mit Männern und Frauen ab. Dies hatte die Fraktion Die Linke in einem Antrag (17/4842) gefordert.

Rechtsausschuss gegen gesetzlich verordnete Frauenquote in Führungspositionen
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/VER) Der Rechtsausschuss des Bundestags lehnt eine gesetzliche Regelung für die paritätische Besetzung von Führungspositionen in der Wirtschaft mit Männern und Frauen ab. Dies hatte die Fraktion Die Linke in einem Antrag (17/4842) gefordert.
Die Fraktion begründet ihre Initiative damit, dass solche Positionen in Deutschland nach wie vor von Männern dominiert würden. Besonders sei das an den Schnittstellen der Entscheidungen in Politik und Wirtschaft zu beobachten.

Wirtschaft:

"Wenn Frauen streiken, bricht System zusammen"
Der Internationale Frauentag steht bevor - und Frauenreferentin Beate Prettner fragt sich, ob es sinnvoll ist, Jahr für Jahr an den guten Willen der Männer zu appellieren. Die Antwort lautet: Nein!

HELENA MORRISSEY
Autor: Tina Kaiser
Die Frau mit den neun Kindern und den 51 Milliarden
Helena Morrissey muss grinsen, wenn sie an den schlimmsten Moment ihrer Karriere denkt. Vor 20 Jahren war das, sie hatte gerade ihr erstes Kind bekommen und arbeitete als einzige Frau in einem Team von 16 Fondshändlern beim Londoner Investmenthaus Schroders. Als sie aus dem Mutterschutz zurückkam, stand eine Beförderung an. Den Job bekam ein anderer, und Morrissey beschwerte sich. „Mein Chef sagte, ich sei als junge Mutter der Aufgabe nicht gewachsen.“

Frauen in Thüringen arbeiten mehrheitlich zu Niedriglöhnen
Erfurt (Fraktion DIE LINKE THL) - „Wenn mehr als die Hälfte der in Thüringen beschäftigten Frauen zu Niedriglöhnen arbeiten muss, braucht sich die Politik nicht zu wundern, dass die Abwanderungsquote so hoch ist", sagt Karola Stange zu den heute vom DGB veröffentlichen Zahlen zur Arbeitsmarktsituation von Frauen. „Wenn dann noch nahezu jede fünfte Frau von Armut betroffen ist, vermehren sich die Gründe, nicht in Thüringen bleiben zu wollen", so die Gleichstellungspolitikerin der LINKEN.

Experteninterview
"Frauen sind zu wenig vernetzt"
Christina Holtz-Bacha hat den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, inne. BR.de sprach mit ihr darüber, warum es immer noch so wenig Frauen in Führungspositionen gibt.

Berliner Wirtschaft
"Der Ehrgeiz der Senatorin tut uns gut"
Stephan Schwarz, Chef der Handwerkskammer, über Sybille von Obernitz und die Wirtschaftsförderung.
Das Gespräch führte Alfons Frese

Breite Frauenallianz für Lohngleichheit/ Wie viel ist eine Frau wert?
(Medieneinladung) Ein neues Bündnis von Frauen aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften ist sich einig: Jetzt muss es endlich vorwärts gehen mit der Lohngleichheit. Noch immer verdienen Frauen für die gleiche Arbeit durchschnittlich 18.2 % weniger. Auch der Gewerbeverband anerkennt, dass es Lohnunterschiede gibt, die nicht erklärbar sind. Konkret heisst dies, dass bereits zu Beginn des Berufslebens in Stellen mit tiefem Anforderungsniveau die Löhne der Männer über 9.2 % höher als die der Frauen liegen.

Wissenschaft als Beruf für Frauen - und Männer
Forschungsorganisationen laden ein zur gemeinsamen Diskussion: Wie wird die Wissenschaft attraktiver für Frauen?
6. März 2012
Unter Federführung der Max-Planck-Gesellschaft laden die großen deutschen Forschungsorganisationen am 6. März 2012 nach Berlin ein, um über Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung in der Forschung zu diskutieren. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Paktes für Forschung und Innovation statt.

DIE WELT
KOMMENTAR
Autor: Andrea Seibel
Über die Benachteiligung von Frauen wird seit Jahren geredet, geredet, geredet
Man kann es nicht mehr hören, aber vielleicht ist das der Clou des Ganzen: Seit Jahr und Tag wird über die Benachteiligung von Frauen geredet, geredet, geredet, und besonders moniert, dass es in Dax-Unternehmen und allgemein zu wenige Frauen in Führungspositionen gibt. Unsere Gesellschaft braucht offenbar diesen Weichklopfer-Sound. Es nagt am Gewissen, wenn man nur lange genug darüber spricht und das Thema am Kochen hält, dann verändert sich die Gesellschaft in der Tat.

FRAUENPOWER FÜR DEN KYFFHÄUSERKREIS
Cornelia Kraffzick - ASF-Vorsitzende
Frauen leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden, haben ein Zehntel des Einkommens und ein Hundertstel des Eigentums auf dieser Welt. Gedanken zu diesem Thema erreichten auch kn, die wir Ihnen liebe Leserinnen und Leser nicht vorenthalten möchten...

Girls’ Day: Lisa Gnadl bietet Plätze an
(red). Auch in diesem Jahr wird die SPD-Landtagsfraktion im Rahmen des Girls’ Days am 26. April ein interessantes Programm für Mädchen im Alter von zwölf bis 15 Jahren anbieten. Bei diesem Mädchen-Zukunftstag sollen Schülerinnen Gelegenheit erhalten, Einblicke in oftmals für sie noch unbekannte, von Männern dominierte Berufe zu gewinnen.

FEIERABEND: BRIGITTE EDERER
Autor: Andrea Rexer
"Das ging unter die Haut"
Als junge Frau wollte Brigitte Ederer die Welt verbessern, später musste die Managerin bei Siemens Hunderte Stellen streichen. Für die österreichische Sozialdemokratin eine der schlimmsten Situationen in ihrem Leben. Ein Expertengespräch über Idealismus


Gesellschaft Kunst & Sport:

Raus aus dem Windschatten der zweiten Reihe
Dortmunder "Frauenmahl" plädiert für mehr Frauen in Machtpositionen
Von Bettina v. Clausewitz
Dortmund (epd). "Warum sollte ich mir das antun, mit all den Alphatieren auf den Chefetagen in den Ring zu steigen", sagen sich viele Frauen und verzichten auf eine Karriere. Gleichzeitig lamentiert die Frauenbewegung seit langem darüber, dass es nur wenige Frauen in Führungspositionen gibt. "Wir sind selbst unsere größten Gegnerinnen", las deshalb die Journalistin Maria Dickmeis ihren Geschlechtsgenossinnen bei Kerzenschein im gotischen Kirchenschiff der Evangelischen Stadtkirche St. Petri in Dortmund die Leviten. Frauen sollten lernen, souveräner, professioneller und vor allem spielerischer mit Macht umzugehen.

Basketballerinnen spielen in Wolfenbüttel
28.02.2012, 13:36 Uhr
Die Frauen-Nationalmannschaft tritt zum Abschluss der Qualifikation für die Basketball-EM 2013 am 14. Juli in Wolfenbüttel gegen Schweden an.
Köln (SID) - Die Frauen-Nationalmannschaft tritt zum Abschluss der Qualifikation für die Basketball-EM 2013 am 14. Juli in Wolfenbüttel gegen Schweden an. Zuvor absolviert die Mannschaft von Bundestrainer Andreas Wagner im Kampf um das Ticket für die Endrunde in Frankreich (15. bis 30. Juni 2013) drei weitere Heimspiele, die Spielorte stehen noch nicht fest. Die anderen Gegner in der Gruppe A sind Rumänien, Spanien und Bulgarien. Nur die beiden ersten Mannschaften qualifizieren sich für die EM.

Familienbericht: Elternzeit kürzen, Ehegatten-Splitting abschaffen
Bislang können Eltern nach der Geburt ihres Kindes bis zu drei Jahre Elternzeit nehmen. Den Sachverständigen des aktuellen Familienberichts ist das zu viel, sie fordern eine Kürzung auf zwei Jahre. Die gesetzliche Dauer von drei Jahren sei „insgesamt fragwürdig" und für die Unternehmen „eine große organisatorische und finanzielle Belastung", wie die Welt berichtet.

Motto: »Steht für Gerechtigkeit«
Am Freitag Weltgebetstag der Frauen / Gottesdienste
Auch in Offenburg wird am Freitag, 2. März, der Weltgebetstag gefeiert. Das Motto lautet in diesem Jahr: »Steht auf für Gerechtigkeit.«
- Diesen Leitsatz haben die Frauen aus Malaysia für den Weltgebetstag 2012 gewählt. Wie kann das Zusammenleben in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft gelingen, lautet die Frage, der sich Frauen in Malaysia jeden Tag stellen müssen.

Größte Frauen-Basisbewegung
Main-Tauber-Kreis.  Frauen und Männer feiern am morgigen Freitag den "Weltgebetstag" - eine ökumenische Aktion von mehr als 170 Ländern. Dazu gibt es oft ein gemütliches Beisammensein mit Spezialitäten aus Malaysia.
Als größte ökumenische Basisbewegung von Frauen gilt der Weltgebetstag, Entstanden ist er als "Weltgebetstag der Frauen" in den USA, wo 1887 ein erster Gebetstag in Brooklyn stattfand.

Stark, emanzipiert und selbstständig
Wer sich als Frau in Wirtschaft, Kultur oder Politik wacker schlägt, gilt sogleich als karrieregeil und familienfeindlich. Dass dieses vorschnelle Urteil keinesfalls pauschal der Realität entsprechen kann, beweist Elisabeth Welzig in ihrer Sammlung einfühlsamer Porträts erfolgreicher, österreichischer Frauen. Da erzählt eine Pilotin, wie sie sich fühlt, wenn ihre männlichen Flugschüler für den Kapitän gehalten werden, eine Frau im gehobenen Management, wie sie immer wieder betonen muss, keine Sekretärin zu sein.

KDFB: „Ohne Frauen keinen Frieden“
(Köln/kdfb) - Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) setzte sich bei der Fachtagung „Ohne Frauen keinen Frieden“ mit aktuellen Entwicklungen in der Friedens- und Konfliktforschung auseinander. Grundlage war die UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“, in der verbindlich geregelt ist, dass Frauen auf allen Ebenen von Friedensprozessen und Sicherheitspolitik angemessen zu beteiligen sind.

Starke Frauen in einer starken Wetterau
FAB gGmbH eröffnet mit Jahresempfang Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr
(red). 1992, im Gründungsjahr des Vereins Frauen Arbeit Bildung (FAB), hätte ein Jahresempfang, zu dem „starke Frauen“ der Wetterau eingeladen worden wären, noch in kleinem Rahmen stattgefunden. 20 Jahre später und zehn Jahre nach der Gründung der FAB gGmbH für Frauen Arbeit Bildung wurde es eng im Foyer der Betriebsstätte im Grünen Weg in Friedberg - was das Motto des Jahresempfangs „Starke Frauen - Starke Wetterau“ deutlich unterstrich.

Diskrepanz zwischen Start und dem Lebensverlauf
Von Ulrich Steden
Prof. Dr. Ute Klammer von der Universität Duisburg-Essen war Vorsitzende einer interdisziplinär zusammen gesetzten Sachverständigen-Kommission, die im Auftrag der Bundesregierung den „Ersten Gleichstellungsbericht“ verfasst hat, der aufzeigen sollte, ob Chancen und Risiken gemeinsam getroffener Entscheidungen auf dem Lebensweg zwischen Frauen und Männern gleich verteilt sind. Im Fokus stand dabei der „Lebensverlauf“. Denn, wie auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens in seinem Grußwort betonte, sind Mädchen heute „die besseren Schülerinnen, sie machen häufiger als Jungen Abitur“.

MERYL-STREEP-FILM
Autor: Ulf Poschardt
Mister Thatcher muss ein glücklicher Mann sein
Radical Chic des Libertären: Phyllida Lloyds Film "Die Eiserne Lady" zeigt Maggie Thatcher alias Meryl Streep als Romantikerin mit unromantischen Methoden.
Am Abend der Wahlniederlage macht der gerührte Dennis der enttäuschten Margaret Roberts einen Heiratsantrag. Die 25-jährige Krämerstochter würde dem allzu gerne zustimmen, wäre da nicht der politische Wille als Glutkern ihres Wesens, dem ein konventionelles Ehe- und Familienleben entgegenstünde.

Preis für Verwirklichung von Geschlechterdemokratie: Anne-Klein-Frauenpreis
Zu Ehren Anne Kleins vergibt die Heinrich-Böll-Stiftung den Anne-Klein-Frauenpreis. Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin. Mit dem Preis fördern wir jährlich Frauen, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen.
Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.

Erste Brandenburger Ampelfrau in Fürstenwalde
Fürstenwalde/Spree (dpa/bb) - Die erste Ampelfrau Brandenburgs regelt künftig in Fürstenwalde (Oder-Spree) den Verkehr. Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, werde die Symbolscheibe mit einer Frau zur 22. Brandenburgischen Frauenwoche am kommenden Dienstag in Betrieb genommen. Die Lichtsignalanlage an der Kreuzung Frankfurter Straße/Geschwister-Scholl-Straße/Kirchhofstraße zeigt dann eine Frau mit Zöpfen anstelle des kleinen Mannes mit Hut. Fürstenwalde sei brandenburgische Modellkommune zur Gleichstellung von Mann und Frau. Dazu wollten die Stadtverordneten demnächst eine beispielhafte Konzeption verabschieden.

Gesundheit:

Mammographie-Screening in Deutschland auf sehr gutem Weg
Erfolgreiches Programm: Höhere Entdeckungsrate von kleinen Tumoren und Karzinomen ohne Lymphknotenbefall in Folgerunde
Zum zweiten Mal seit Einführung des größten europäischen Mammographie-Screening-Programms im Jahr 2005 legt die Kooperationsgemeinschaft Mammographie die  Auswertungen der Daten für Deutschland in einem Evaluationsbericht vor.

Neuer Mitgliederrekord des Marburger Bundes
Berlin – Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) ist so große wie nie. Anfang des Jahres waren in den 14 Landesverbänden 110.305 Mitglieder organisiert. Das entspricht einem Plus von 3.827 Mitgliedern oder 3,6 Prozent gegenüber Anfang 2011. „Mit ihrer Entscheidung für den MB bekräftigen die Ärzte auch ihren verfassungsrechtlichen Anspruch, selbst zu entscheiden, welcher Gewerkschaft sie beitreten wollen und wem sie zutrauen, unter Beachtung der Verantwortung für die Gesellschaft ihre Interessen wahrzunehmen“, sagte MB-Hauptgeschäftsführer Armin Ehl.

Kind und Karriere: Für junge Ärzte unvereinbar
Die Vereinbarkeit von Klinik und Familie wird seit langem gefordert. Ergebnisse einer Umfrage zeigen allerdings: Junge Ärzte und Studenten sehen den Wunsch nach Kindern unvereinbar mit der Karriere.
Von Rebecca Beerheide

Kinder als Karrierehemmnis
Berlin – Eine Mehrheit der Medizinstudierenden in Deutschland hält die Arbeitsplatzgestaltung in Kliniken und Praxen weiterhin für nicht familienfreundlich. Das ergab eine Umfrage der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd).
Die bvmd-Arbeitsgruppe „freundilie“ befragte 2.038 Studierende und junge Ärzte an 35 Fakultäten zwischen Juli 2010 und Oktober 2011 zum Thema Familienfreundlichkeit des Berufes. „Das Thema der Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf spielt bereits während des Studiums eine große Rolle. Die Umfrage macht deutlich, dass sich fast alle Befragten persönlich mit dem Thema auseinandersetzen, da sie mit der aktuellen Situation äußerst unzufrieden sind“, betonte die Arbeitsgruppe, die sich für die Vereinbarkeit von Beruf, Freizeit und Familie einsetzt.


Ausland:

Aljadidah: Die Frauen Online-Zeitung mit österreichischem Erfahrungsschatz
Anfang des Jahres 2011 startete eine neue Website "Aljadidah", "www.aljadidah.com", das bedeutet "Die Neue". Ein neuer Star mit österreichischen Erfahrungen in der Welt der elektronischen Medien. "Aljadidah" ist die erste Online-Frauenzeitung in Österreich. Die Website befasst sich mit Frauenangelegenheiten und stellt einen spezialisierten Inhalt für sie bereit. Die Zeitschrift ist optisch an die Bedürfnisse der Leserinnen angepasst und beinhaltet das für sie Wesentliche. Der geschulte Blick der Redakteurinnen und ihr Erfahrungsschatz mit österreichischen Frauenmedien macht das möglich.

Ägypten nach der Revolution
Vorwärts Richtung Freiheit - mit den Islamisten
Ein Debattenbeitrag von Timothy Garton Ash
Die Euphorie der Tahrir-Revolution ist verklungen - wird Ägypten unter den Muslimbrüdern nun zum intoleranten Gottesstaat? Das Klischee ist im Westen weit verbreitet, aber es ist falsch. Eine pragmatische, islamistische Regierung ist vielleicht das Beste, was das Land jetzt erwarten kann.

Jede Zweite arbeitet in Teilzeit
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will die Familienförderung reformieren und neue Plätze für die Kinderbetreuung schaffen. Der Hauptgrund für Teilzeitarbeit bei Frauen ist die Kinderbetreuung.
Wien/M. l. In Österreich arbeitet fast jede zweite Frau in Teilzeit. Bei den Männern sind es nur 16 Prozent. Ein Drittel der teilzeitbeschäftigten Frauen ist mit ihrem Berufsleben unzufrieden. Dies geht aus dem „Frauenbarometer“ hervor, einer Studie des Frauenministeriums, für die 1000 Frauen und Männer befragt wurden.

Heinisch-Hosek - ORF-Pressestunde (2): Mehr Frauen in Vollzeitbeschäftigung bringen
Utl.: Mehr Sach- statt Geldleistungen für Familien - einheitliche Kinderbetreuung in Österreich - verpflichtender Papa-Monat
Wien (OTS/SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat sich heute, Sonntag, in der ORF-"Pressestunde" dafür ausgesprochen, mehr Frauen in Vollzeitbeschäftigung zu bringen. Fast jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit. "Das hebt die Erwerbsquote und mag auf den ersten Blick gut aussehen, aber nur die wenigsten können davon leben. Ich möchte, dass möglichst viele Frauen die Wahl haben, Vollzeit arbeiten gehen zu können", sagte Heinisch-Hosek, die dafür ein Fünf-Punkte-Programm erarbeitet hat.

Was Frauen wollen
Wie möchten Frauen von morgen leben? Wie verstehen sie ihre Rolle in der Gesellschaft? Beate Großegger ist Leiterin am Wiener Institut für Jugendkulturforschung und gibt vor dem Internationalen Frauentag am kommenden Donnerstag Anworten.
Junge Frauen können sich weder mit dem Emanzipationsbegriff übermäßig identifizieren, noch damit, eine typische Frau zu sein. Sie haben den Anspruch Mensch zu sein, wollen sich nicht festlegen lassen“, sagt Jugendkulturforscherin Beate Großegger.