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Dienstag, 19. Juni 2012

Links für die 23. und 24. Kalenderwochen


Die interessantesten Links zuerst:

Widerstand gegen Betreuungsgeld formiert sich
SPD-Fraktion: Mehrheit der Vernunft gegen geplante Familienleistung
Berlin (dapd). Kurz vor dem Kabinettsbeschluss zum Betreuungsgeld formiert sich der Widerstand gegen die von der Regierung geplante Familienleistung

Herdprämie oder Wahlfreiheit
Von SIMONE SCHELK
Opposition, Wirtschaft und Sozialverbände schmähen es als Herdprämie, die schwarz-gelbe Regierung spricht von neuer Wahlfreiheit für junge Familien: Heute soll der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld im Kabinett verabschiedet werden – nach langem Gerangel auch in den Reihen von Union und FDP. Und man kann davon ausgehen, dass es bei der Abstimmung im Bundestag zugehen wird, wie – pardon – im Kindergarten.Selten war ein Thema in dieser Legislaturperiode so umstritten wie das Betreuungsgeld.

OECD-Studie
Negative Folgen für Integration durch Betreuungsgeld
Die Prämie hält laut einer neuen OECD-Studie besonders Frauen aus Zuwandererfamilien davon ab, einen Job zu suchen. Bleiben diese Mütter zu Hause, haben auch ihre Kinder später schlechtere Chancen.
Von Stefanie Bolzen
Das in Deutschland geplante Betreuungsgeld kann nicht nur die generelle Beschäftigungsquote von Frauen schwächen, sondern sich darüber hinaus negativ auf die Integration von Zuwanderern auswirken.

Betreuungsgeld bremst Integration bei Zuwanderern
Stefanie Bolzen  
Die geplante Prämie hält laut OECD-Studie besonders Frauen aus Zuwandererfamilien davon ab, einen Job zu suchen. Nachteile für KInder.
BRÜSSEL.

Umschulung für Schlecker-Frauen
Von der Kasse in die Kita
von Jahel Mielke
Die entlassenen Schlecker-Frauen sollen umschulen, sagt Bundesarbeitsministerin von der Leyen. In den verbliebenen Schlecker-Märkten beginnt der Ausverkauf.


Von der Hartz-IV-Bezieherin zur Erzieherin?
Arbeitsministerin von der Leyen greift eine Idee ihrer Nachfolgerin im Familienministerium auf und will angesichts der Personalknappheit in der Kinderbetreuung Hartz-IV-Bezieher umschulen
Von Thomas Pany

Erziehungspapst Largo: «Die Familie muss massiv aufgewertet werden»
Der Kinderarzt und Bestsellerautor Remo H. Largo wünscht sich mehr Frauenpower in der Politik und plädiert für Gratiskrippen: «Solange die Gesellschaft nicht bereit ist, umzudenken, bleibt es für Eltern schwierig, Familie und Beruf zu vereinbaren.»
von Karen Schärer

"Frauen im Top-Management": Bundesministerin Kristina Schröder diskutiert auf WELT-Konferenz in Berlin
Berlin (ots) - Wie lässt sich die Anzahl an Frauen im Top-Management deutscher Unternehmen schnell und nachhaltig erhöhen?

"Mit Köpfchen durch die Decke"
200 Experten berieten auf der "Welt"-Konferenz über Wege zu Frauenkarrieren Von Ileana Grabitz und Flora Wisdorff

Frauenförderung sollte Chefsache sein
Studie: Nur wenn Mentalitätswandel von Führungskräften forciert wird, ist er erfolgreich
Von Ileana Grabitz

KRISTINA SCHRÖDER
Was haben diese Frauen bloß gegen diese Frau?
VON Tina Hildebrandt | Elisabeth Niejahr
Lange war die Frauenbewegung tief gespalten. Nun hat Kristina Schröder Landfrauen und radikale Feministinnen gegen sich aufgebracht – und so vereint.

FidAR-Präsidentin: 'Koalition macht Politik gegen die Frauen' / 'Gesetzliche Mindestquote für Frauen in Führungsgremien bleibt auf unserer Agenda'


Politik:

Abgang einer unbequemen Großstadtpolitikerin
Nach 17 Jahren gibt Frankfurts Oberbürgermeisterin Roth ihr Amt ab. Mit ihrer liberalen Haltung zu Drogenpolitik, zum Moscheebau und zum Atomausstieg hat sie es ihrer Partei oft nicht leicht gemacht.
Von Hannelore Crolly


EU plant Gesetz zu Frauenquote in Aufsichtsräten - Zeitung
Quelle: Dow Jones Newswire Web
EU-Justizkommissarin Viviane Reding will einem Pressebericht zufolge börsennotierten Unternehmen eine Frauenquote in Aufsichtsräten gesetzlich vorschreiben. Mindestens 40 Prozent der Aufsichtsratsposten sollen 2020 mit Frauen besetzt sein, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Kreise, die mit den Vorgängen vertraut sind. Den entsprechenden Gesetzesvorschlag wolle Reding im Oktober vorlegen.

Bundesfamilienministerium startet größtes Unternehmensbündnis für Frauen
BESTE KARRIERECHANCEN FÜR FRAUEN IN ZEHN REGIONEN DEUTSCHLANDS
Morgen (Dienstag) geht Deutschlands größtes Unternehmensbündnis für mehr Frauen in Führungspositionen an den Start. 100 Unternehmen quer durch alle Branchen beteiligen sich an dem dreijährigen Modellprojekt. Die "Regionalen Bündnisse" investieren in die  Zukunft ihrer Region: Politik und Wirtschaft verpflichten sich in einer Gemeinsamen Erklärung, die Karriereentwicklung von Frauen zu fördern und Strukturen für mehr Chancengleichheit zu schaffen.

Betreuungsgeld
Bundeskanzlerin spricht mit CDU-Frauen
Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Mittag im Bundestag mit den Frauen der Unionsfraktion zusammengekommen, um über das umstrittene Betreuungsgeld zu sprechen. Auch in der CDU gibt es Vorbehalte gegen die ab 2013 geplante Zahlung an Eltern, die ihre kleinen Kinder zu Hause betreuen wollen.

Kaum weibliche Abgeordnete
Von unserem Volontär Marcel Braune
Torgau (TZ). Lautstark fordert Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen eine Frauenquote für Führungspositionen in der Wirtschaft. Denn nach wie vor herrscht hier gelinde gesagt ein Männerüberschuss. Ähnlich gestaltet sich das Bild in der Politik – im Großen wie im Kleinen. Ja, auch in der Region Torgau sind Frauen in den meisten Kommunalparlamenten „Mangelware“.

Hauptstadt:

Einladung zur Öffentlichen Anhörung zu "Frauen in Wissenschaft und Technik"
Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung
Berlin: (hib/ROL) Frauen sind sowohl in der Wissenschaft wie in der Technik nach wie vor benachteiligt. Frauen stellen heute die Hälfte der Studienanfänger, der Studenten und Absolventen an den Hochschulen. An den Schnittstellen zur Promotion und Habilitation scheiden jedoch überproportional viele Frauen aus dem System aus. Die Chancen eines männlichen Hochschulabsolventen, später Professor zu werden, sind fünf Mal so groß wie die einer Hochschulabsolventin.

Wirtschaft:

Starke Frauen sprechen über Wirtschaft und Mode
Kristina Tröger, Landesvorsitzende des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU) Hamburg/Schleswig-Holstein, lud zum Gespräch. Nicht wie sonst ins Hotel "Vier Jahreszeiten", sondern in die Hanse Lounge. Doch das Motto der Einladung blieb: "Unternehmerinnen im Gespräch mit Persönlichkeiten aus der Wirtschaft".

Der Weg nach oben
Auf den Chefetagen deutscher Unternehmen bleiben Männer immer noch weitgehend unter sich. Wie kommen mehr Frauen nach oben? Ist eine Quote nötig? Darüber diskutieren an diesem Mittwoch im Berliner Axel-Springer-Haus hochkarätige Experten aus Politik und Wirtschaft auf der zweiten Konferenz der "Welt"-Gruppe zum Thema "Frauen im Top-Management". Auf Einladung von "Welt"-Gruppe, Deutscher Post DHL, Goldman Sachs und McKinsey beleuchten sie Strategien für Frauen, die an die Spitze wollen. Als Gastredner werden unter anderem Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt erwartet. Aus der Wirtschaft sind unter anderen dabei: Dorothee Blessing, Partnerin bei Goldman Sachs, Margarete Haase, Vorstand der Deutz AG, und Adecco-Geschäftsführerin Petra Reinholz.

Manager halten Frauenförderung für ausreichend
Die Chefs der deutschen Firmen halten Frauenförderung zwar nicht mehr für "Gedöns". Allerdings meint das Gros der männlichen Führungskräfte, dass die Gleichbehandlung schon erreicht worden sei. Von Ileana Grabitz
Die vielen Appelle seitens Politik und Personalexperten haben durchaus schon Wirkung gezeigt: Selbst für die Chefs von Dax-Konzernen gehört es inzwischen zum guten Ton, wann immer sich die Gelegenheit ergibt auf die große Bedeutung von Geschlechtervielfalt im Unternehmensalltag hinzuweisen.

Studie
Immer mehr Frauen ziehen in Aufsichtsräte ein
Die Aufsichtsräte der deutschen Großkonzerne sind keine reinen Männerclubs mehr. Laut einer Umfrage ist der Anteil der Frauen in den Kontrollgremien seit Anfang 2011 um mehr als ein Drittel gestiegen.
Frankfurt am Main - Es tut sich was in den Aufsichtsräten der deutschen Aktiengesellschaften. Laut einer Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) hat sich der Frauenanteil in den Kontrollgremien deutlich erhöht.


Frauen auf dem Weg nach oben
Auf Einladung der "Welt"-Gruppe suchten gut 200 hochkarätige Experten aus Politik und Wirtschaft nach Wegen, um die Karrieren weiblicher Talente zu beflügeln
Von Ileana Grabitz und Flora Wisdorff
Sollte irgendjemand noch daran gezweifelt haben, dass Diskriminierung von Frauen im Unternehmensalltag oft schon beim Rollenverständnis anfängt, so belehrte Katrin Suder das Plenum gleich zu Beginn der Konferenz eines Besseren..

Frauenquote
Lauter verlorene Männer
Die Wirtschaft will weiblich werden. Wie wild befördern die Konzerne Frauen. Auf der Strecke bleibt eine Männergeneration, doch flüchten ist keine Option.
Von BETTINA WEIGUNY
So schnell dreht der Wind. Galten bislang die Kriterien „weiblich, ledig, jung“ als Nachteil bei der Karriereplanung, ist nun das Gegenteil der Fall: Bewerberinnen haben erstmals in der Geschichte einen Gender-Bonus bei der Jobsuche. Ist es doch peinlich, wenn es keine Frau an der Spitze zu präsentieren gibt.

Wie Männer nur noch zur Sättigungsbeilage werden
Reinhard Sprenger berät Firmen. Er sagt ihnen, was Führungskräfte gerne falsch machen, was hinter der Modekrankheit "Burn-Out" steckt und warum die Quote Männer zur Sättigungsbeilage macht.
Von Andrea Seibel

Fachkräfte gesucht
Es ist ein altes Lied: Die deutsche Wirtschaft braucht dringend Fachkräfte. Daher sollen Jugendliche und Frauen nun verstärkt ausgebildet werden. Mit einer Internetkampagne sollen zudem mehr Fachkräfte angeworben werden.
Mit einer verstärkten Ausbildung von Jugendlichen und mehr Berufsmöglichkeiten für Frauen will Deutschland dem Fachkräftemangel entgegentreten.

Karriere trotz Teilzeit – in diesen Firmen geht das
In Deutschland arbeitet nur ein Prozent der männlichen Führungskräfte in Teilzeit. Bei den Frauen sind es 15 Prozent. Die Politik hat die Vorteile des Konzepts erkannt und prüft Erleichterungen.
Von I. Grabitz und F. Wisdorff
Hinter der hellbraunen Tür in der vierten Etage der Firmenzentrale des Berliner Energieversorgers Gasag ist der Teufel los. Ein blond gelocktes Mädchen turnt über Tische und Bänke und bahnt sich seinen Weg durch ein Gewusel von Spielzeug und Plüschtieren. Mitten im Chaos sitzt ein Mann – und schreibt seelenruhig Mails auf seinem Laptop.

Gesellschaft:

"Die Firmenkultur muss sich ändern"
Wie schaffen mehr Frauen den Weg an die Spitze? Wie männlich sind die Mechanismen der Macht? Auf der "Welt"-Konferenz "Frauen im Topmanagement" suchten 200 Gäste Antworten
Von Ileana Grabitz

Biotechnologie-Expertin Frau Prof. Dr. Wiltrud Treffenfeldt mit dem „IBN-Award 2012“ ausgezeichnet
Autor: idw
Für ihr herausragendes berufliches und ehrenamtliches Engagement zur Stärkung der Industriellen Biotechnologie im Sinne einer nachhaltigen Bioökonomie wurde Frau Professor Dr. Wiltrud Treffenfeldt in Hamburg mit dem diesjährigen „IBN-Award“ ausgezeichnet. Die feierliche Ehrung war Höhepunkt des internationalen Symposiums "Biotechnology in the Food Industry – Opportunities and Challenges" am 14.6.2012 mit rund 80 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.


Gesundheit:

Erste promovierte Ärztin Deutschlands wird geehrt
HALLE (eb). Mit einer Feier am 13. Juni und einer Ausstellung wird die Universität Halle-Wittenberg an den 250. Todestag von Dorothea Christiana Erxleben erinnern.
Sie promovierte 1754 als erste deutsche Ärztin in Halle. Erxleben (1715-1762) erwarb von ihrem Vater, einem Quedlinburger Arzt, außergewöhnliche Kenntnisse, aber erst 1741 erlaubte Preußenkönig Friedrich II. ihr ein Studium.

Kliniken wollen Institut für Krebserkrankungen bei Frauen
Düsseldorf – Zur besseren Behandlung von Krebserkrankungen bei Frauen planen die Frauenkliniken der Universitätskrankenhäuser Essen, Köln und Bonn gleiche Qualitätsstandards. Gemeinsam mit dem Brustzentrum des Luisenkrankenhauses Düsseldorf und europäischen Partnern soll das Europäische Institut für Gynäkologische Onkologie gegründet werden, wie der Leiter der Frauenheilkunde der Uniklinik Köln, Peter Mallmann, am Freitag beim 9. Düsseldorfer Brustkrebskongress ankündigte.

Podiumsdiskussion zur Chancengleichheit für Frauen
„Jung, flexibel, qualifiziert, kinderlos und niemals krank – Habe ich nur dann eine Chance auf dem Berliner Arbeitsmarkt?“ Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion mit Hedwig François-Kettner, Pflegedirektorin der Charité – Universitätsmedizin Berlin.


Ausland:

Das Mühlviertel und sein weiblicher Aufholbedarf
MÜHLVIERTEL. Zu einem Gespräch über die Entwicklung des Mühlviertels, Frauen in der Politik und die erste Reihe trafen die OÖNachrichten die beiden VP-Bürgermeisterinnen Gertraud Deim und Kathrin Kühtreiber.

„Es geht um die ganze Gesellschaft“
Von FELIX GAEDTKE UND GAYATRI PARAMESWARAN
Die Menschenrechtlerin Teesta Setalvad wirft dem Staat vor, die Überlebenden der religiösen Unruhen in Gujarat im Stich zu lassen

Frauenfeindlichkeit
Jede Stunde ein Mitgiftmord
Christine Möllhoff
Stuttgart - Madhu lernte Sameep über eine Internetpartnerbörse kennen. Der 33-jährige Banker schien eine gute Partie. Man heiratete bald, doch die Ehe wurde zum Albtraum. Sameep begann, die 29-Jährige zu schlagen, um mehr Mitgift zu erpressen. Am Ende mit den Nerven, teilte Madhu ihren Eltern mit, dass sie ihn verlassen werde. Sie kam nicht mehr dazu. Am Tag danach fand man sie tot auf – mit Würgemalen am Hals. Jede Stunde wird in Indien eine Frau wegen Mitgiftstreitereien ermordet.

"Hillary Clinton ist brillant und denkt global"
Politikberaterin Anne-Marie Slaughter erklärt, warum Syrien nicht Libyen ist und Afghanistan ein schwerer Brocken
Seit ihren Studienzeiten beschäftigt sich die 53-jährige Politikwissenschaftlerin mit internationaler Politik und ist aus akademischen als auch politisch-pragmatischen Debatten nicht wegzudenken. Slaughter, die nach ihren zwei Jahren bei Hillary Clinton wieder in Princeton lehrt, schreibt regelmäßig in den großen amerikanischen Zeitungen und kommt auch gerne zu Debatten nach Europa. Wie ins bayrische Schloss Elmau, wo unser Politischer Korrespondent Richard Herzinger das Vergnügen hatte, sie zu interviewen.

Türkei: Abtreibungsrecht auf der Kippe
Bald soll es nur mehr bis vier Wochen nach Empfängnis möglich sein, eine Schwangerschaft abzubrechen.
Viele Frauen hier sind schockiert", sagt Diba Nigar Göksel, Chefredakteurin des Politik-Journals Turkish P­olicy Quarterly, wenn man sie auf das geplante Gesetz anspricht: Die konservativ-islamische Regierungspartei AKP von Recep Tayyip Erdogan will das Recht auf Abtreibungen beschränken.

MAROKKO
Eine Frau regiert in Marrakesch
Von HANNE WALTER
In Marokko wird erstmals eine große Stadt von einer Frau regiert. Es ist eine kleine Revolution für das konservative Königreich. Fatima Zahra Mansouri verbindet Moderne und Tradition - und das kommt bei den Menschen an.


Dienstag, 6. März 2012

Das war die 09. Kalenderwoche: Deutschland im Dornröschenschlaf – Dornröschen schlaflos in Deutschland?


Die EU-Kommissarin Viviane Reding stellt die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage zum Thema gesetzliche Frauenquote vor und darf sich darauf verlassen, dass ihr Projekt auf solidem Grund steht; denn 88 Prozent der befragten Europäer sehen durchaus Handlungsbedarf und 75 Prozent befürworten sogar eine gesetzliche Regelung, um dem absurden Missverhältnis zwischen dem Anteil von Frauen und Männern auf den Chefsesseln beizukommen.
Und in Berlin? Ungeachtet der Entwicklung in Brüssel, der insgesamt positiven Ergebnisse in den Quotenländern und ungeachtet der ausführlich diskutierten Tatsache, dass qualifizierte und motivierte Frauen oberhalb der Glasdecke kaum gesichtet werden – mit oder ohne Kinder -  muss Bundesfamilienministerin Kristina Schröder von den Koalitionsfrauen eine Abfuhr für ihre milde Flexiquote kassieren. Das kann schon mal den Schlaf kosten.
Soweit die ganz offizielle Parteipolitik, ganz vorne auf der politischen Bühne. Mit der Vereinigung Liberale Frauen buchstabieren jedoch einige FDP-Politikerinnen liberale Arbeitsmarkt- und Gesellschaftspolitik weiblich. Beim Klick auf http://www.liberale-frauen.de/ – ganz im optimistischen Gelb/Blau der Parteifarben - sieht man sich mit der Berliner Erklärung Frauenbündnis für die Quote konfrontiert. Fraktionsübergreifend wird hier die Umsetzung des im Grundgesetz verankerten Gleichstellungsgebots gefordert. Mit der basisdemokratischen Berliner Erklärung, die alle BefürworterInnen bequem online unterzeichnen können, findet eine Art Parallelpolitik statt, unabhängig von geltenden Parteigrenzen, die mit einer Mehrheit von ca. 70 Prozent PolitikErn ja immer noch überwiegend männlich definiert werden. http://www.berlinererklaerung.de/ Vielleicht lässt sich mit einem Berliner Nein zu jeglicher regulierenden Frauenquote die eigene Wählerschaft beruhigen, wenn möglicherweise die eigentliche Entscheidung in Brüssel fällt?
Ist erst mal die kritische Masse überwunden, sitzt also nicht mehr nur eine einzelne Frau hier im Aufsichtsrat und eine dort im Vorstand, sondern teilen sich gleich mehrere Frauen die Verantwortung in der gleichen Chefetage, dann dürfte sich der Wandel stabilisieren. Dann würden z.B. nicht mehr nur überwiegend Männer für eine Beförderung in Frage kommen, weil sie eben nicht mehr so selbstverständlich in das Wahrnehmungsschema des bzw. der Vorgesetzen passen. Und dann – irgendwann – wird eine gesetzliche Regelung überflüssig, ja die Frauenquote einen ähnlichen Status einnehmen wie so manch veraltetes Gesetz. Ob 100 Jahre reichen? Unterstützung kommt nun allmählich auch von jenen (männlichen) Führungskräften, die von den bestehenden Strukturen ganz gut profitiert haben und die wissen, wie es zugeht - von Vätern, die sich um die beruflichen Erfolgsaussichten ihrer  erwachsenen Töchter sorgen.
Wer weiß, ob die Schleckergeschwister ein solch tragisches Scheitern der Drogeriemarktkette hätten verhindern können, wären sie früher an der Leitung des Unternehmens beteiligt worden?  12.000 verlorene Arbeitsplätze sind ein hoher Preis. Die meisten  waren/sind von Frauen besetzt, in Teilzeit, in jedem Fall mit wenig attraktiven Gehältern. Im Vergleich z.B. zur Autobranche scheint dieses Szenario politisch jedoch keinen Helferreflex auszulösen. Die mediale und damit öffentliche Wahrnehmung bleibt insgesamt gering. Sind Männerjobs wichtiger oder liegt es an dem sehr autarken bis autistischen Führungsstil des Unternehmensgründers Schlecker, der auch in der Vergangenheit so isolierend wirkte? Vielleicht ist es aber auch gar nicht so einfach, medienwirksam über diese Schicksale zu berichten, gelten diese Frauen womöglich in den Redaktionen doch nicht als die klassischen Ernährerinnen der Familie - verglichen z.B. mit einem Opelaner?
Hier könnten möglicherweise Journalistinnen Abhilfe schaffen und den Perspektivwechsel vollziehen. Welche Themen wie in die Öffentlichkeit gelangen und aufbereitet werden, darüber entscheiden – auch 2012 - meistens ChefredakteurE. Einen Mangel an weiblichem Nachwuchs dürfte es in den Fluren bei Zeitung, Radio- und Fernsehanstalten allerdings kaum geben, sind doch über 60 Prozent der Absolventen von Journalistenschulen weiblich. Nun werben Journalistinnen ihrerseits für eine Frauenquote und gleichberechtigte Teilhabe in den Chefredaktionen. Auf der eigens eingerichteten Webseite  http://www.pro-quote.de/  wird die Forderung erläutert und kann bequem per Klick unterstützt werden. Namen und z.T. Fotos der Initiatorinnen und UnterstützerInnen sorgen für Transparenz und Präsenz auf allen Kanälen. Achten Sie mal darauf, z.B. in Ihrer Tageszeitung, welche Themen von AutorEn behandelt werden, wie viele AutorINnen die dritte Seite füllen und wie viele von AutorINnen veröffentlichte Bücher auf der Literaturseite besprochen werden.......

Links der Woche:

WELT AM SONNTAG|
Europas Bürger wollen Frauenquote
EU-Kommission bereitet Gesetz vor
Brüssel - Drei von vier EU-Bürgern wollen, dass Frauen per Gesetz bei gleicher Qualifikation dieselben Chancen auf Spitzenposten bekommen. 88 Prozent halten es für inakzeptabel, dass Frauen in Europas Chefetagen unterrepräsentiert sind. http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article13903218/Europas-Buerger-wollen-Frauenquote.html

Chefetagen bleiben männlich dominiert
Ein Drittel der 160 Unternehmen in den DAX-Indizes der Deutschen Börse hat keine einzige Frau in seinen Führungsgremien - weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat.
Anfang März will Viviane Reding, Vizepräsidentin der EU-Kommission, ihre Analyse zu Frauen in Führungspositionen europäischer Top-Firmen vorlegen. Die Kommissarin hat bereits eine Quotenregelung angekündigt, sollte sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Fakt ist: In den Vorständen und Aufsichtsräten der Unternehmen in den deutschen Börsenindizes DAX, M-, Tec- und S-DAX sind Frauen noch immer deutlich unterrepräsentiert.

GLEICHSTELLUNG
Autor: Miriam Hollstein
FDP lässt Schröders Frauenquote abblitzen
Familienministerin Schröder hat um eine gemeinsame Linie gebeten, doch die FDP-Frauen wollen die Flexi-Quote nicht unterstützen. Und Kanzlerin Merkel schweigt bedeutsam.
Der Brief ist höflich im Ton, aber hart in der Sache. Adressatin ist Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Geschrieben hat die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion, Nicole Bracht-Bendt.


Schlecker-Betriebsratschefin: Wo bleibt die Politik?
Ehingen.  Schlecker-Gesamtbetriebsratschefin Christel Hoffmann ist sauer auf die Politik. "Ich fühle mich sehr alleingelassen", sagte sie am Donnerstag.
Sie habe keinen Anruf, keine E-Mail, gar keine Reaktion auf die harten Einschnitte bekommen, die Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Mittwoch verkündet hatte. Lediglich die Lokalpolitik habe sich gemeldet.

Politik soll Schlecker-Frauen helfen
Ein Kahlschlag soll die marode Drogeriekette Schlecker retten: Laut Sanierungskonzept des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz soll jede zweite Filiale geschlossen werden. Zehntausende Beschäftigte werden dabei wohl ihren Job verlieren - vornehmlich Frauen. Und auch die Schlecker-Tochter IhrPlatz schließt 142 Läden. Jetzt werden die Stimmen immer lauter, die auf schnelle politische Unterstützung für die Schlecker-Mitarbeiterinnen drängen.

DJV: "Frauen sind nicht die schlechteren Journalisten"
Der Deutsche Journalisten-Verband unterstützt die aktuelle Initiative von Journalistinnen nach Einführung einer Frauenquote in den Chefetagen von Verlagen und Sendern.
Es sei begrüßenswert, dass etliche Journalistinnen, darunter Sandra Maischberger, Miriam Meckel und Silke Burmester, auf die andauernde Ungleichbehandlung in journalistischen Führungspositionen aufmerksam machten, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Frauen sind nicht die schlechteren Journalisten.

GLEICHSTELLUNG
Die richtige Quote
Hunderte von Journalistinnen fordern mehr Macht in der Führung deutscher Medien. Soll man das erzwingen?
Den Sinn von Quoten habe ich nie verstanden. Vor Jahren sprach ich mich beispielsweise gegen Quoten für Migranten aus, vielleicht auch, weil ich in dieser Frage einen blinden Fleck habe. Doch waren auch rationale Argumente gegen die Quote schnell zur Hand: die Angst, dass sie ebenfalls als eine Form von Diskriminierung angesehen werden könnte, wenngleich als eine positive.

Politik:

Frauen in der Politik stärken
Der Landesbeirat für Frauenfragen hat sich konstituiert und erneut Gisela Bill zu seiner Vorsitzenden gewählt. Zentrale Themen in dieser 9. Amtsperiode sollen die Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) sein, die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns sowie das Festschreiben einer Frauenquote für Führungspositionen in der Privatwirtschaft.


Bundespräsidenten-Kandidatin Klarsfeld
Besuch der alten Dame
Die Linkspartei hat Beate Klarsfeld als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl nominiert. Klarsfeld gilt als „Nazi-Jägerin“. Aber das war sie nur im Westen - in der DDR war sie merkwürdig blind.
Von JOCHEN STAADT
Geht es nach der Linkspartei, soll Beate Klarsfeld Bundespräsidentin werden. Die „Nazi-Jägerin“ wurde 1968 berühmt, weil sie Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger eine Ohrfeige verpasst hatte - dafür, dass er Mitglied der NSDAP gewesen war. Mit dem Besuch dieser alten Dame in der Bundesversammlung lässt sich Staat machen.


Hauptstadt:

Rechtsausschuss gegen gesetzlich verordnete Frauenquote in Führungspositionen
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/VER) Der Rechtsausschuss des Bundestags lehnt eine gesetzliche Regelung für die paritätische Besetzung von Führungspositionen in der Wirtschaft mit Männern und Frauen ab. Dies hatte die Fraktion Die Linke in einem Antrag (17/4842) gefordert.

Rechtsausschuss gegen gesetzlich verordnete Frauenquote in Führungspositionen
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/VER) Der Rechtsausschuss des Bundestags lehnt eine gesetzliche Regelung für die paritätische Besetzung von Führungspositionen in der Wirtschaft mit Männern und Frauen ab. Dies hatte die Fraktion Die Linke in einem Antrag (17/4842) gefordert.
Die Fraktion begründet ihre Initiative damit, dass solche Positionen in Deutschland nach wie vor von Männern dominiert würden. Besonders sei das an den Schnittstellen der Entscheidungen in Politik und Wirtschaft zu beobachten.

Wirtschaft:

"Wenn Frauen streiken, bricht System zusammen"
Der Internationale Frauentag steht bevor - und Frauenreferentin Beate Prettner fragt sich, ob es sinnvoll ist, Jahr für Jahr an den guten Willen der Männer zu appellieren. Die Antwort lautet: Nein!

HELENA MORRISSEY
Autor: Tina Kaiser
Die Frau mit den neun Kindern und den 51 Milliarden
Helena Morrissey muss grinsen, wenn sie an den schlimmsten Moment ihrer Karriere denkt. Vor 20 Jahren war das, sie hatte gerade ihr erstes Kind bekommen und arbeitete als einzige Frau in einem Team von 16 Fondshändlern beim Londoner Investmenthaus Schroders. Als sie aus dem Mutterschutz zurückkam, stand eine Beförderung an. Den Job bekam ein anderer, und Morrissey beschwerte sich. „Mein Chef sagte, ich sei als junge Mutter der Aufgabe nicht gewachsen.“

Frauen in Thüringen arbeiten mehrheitlich zu Niedriglöhnen
Erfurt (Fraktion DIE LINKE THL) - „Wenn mehr als die Hälfte der in Thüringen beschäftigten Frauen zu Niedriglöhnen arbeiten muss, braucht sich die Politik nicht zu wundern, dass die Abwanderungsquote so hoch ist", sagt Karola Stange zu den heute vom DGB veröffentlichen Zahlen zur Arbeitsmarktsituation von Frauen. „Wenn dann noch nahezu jede fünfte Frau von Armut betroffen ist, vermehren sich die Gründe, nicht in Thüringen bleiben zu wollen", so die Gleichstellungspolitikerin der LINKEN.

Experteninterview
"Frauen sind zu wenig vernetzt"
Christina Holtz-Bacha hat den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, inne. BR.de sprach mit ihr darüber, warum es immer noch so wenig Frauen in Führungspositionen gibt.

Berliner Wirtschaft
"Der Ehrgeiz der Senatorin tut uns gut"
Stephan Schwarz, Chef der Handwerkskammer, über Sybille von Obernitz und die Wirtschaftsförderung.
Das Gespräch führte Alfons Frese

Breite Frauenallianz für Lohngleichheit/ Wie viel ist eine Frau wert?
(Medieneinladung) Ein neues Bündnis von Frauen aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften ist sich einig: Jetzt muss es endlich vorwärts gehen mit der Lohngleichheit. Noch immer verdienen Frauen für die gleiche Arbeit durchschnittlich 18.2 % weniger. Auch der Gewerbeverband anerkennt, dass es Lohnunterschiede gibt, die nicht erklärbar sind. Konkret heisst dies, dass bereits zu Beginn des Berufslebens in Stellen mit tiefem Anforderungsniveau die Löhne der Männer über 9.2 % höher als die der Frauen liegen.

Wissenschaft als Beruf für Frauen - und Männer
Forschungsorganisationen laden ein zur gemeinsamen Diskussion: Wie wird die Wissenschaft attraktiver für Frauen?
6. März 2012
Unter Federführung der Max-Planck-Gesellschaft laden die großen deutschen Forschungsorganisationen am 6. März 2012 nach Berlin ein, um über Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung in der Forschung zu diskutieren. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Paktes für Forschung und Innovation statt.

DIE WELT
KOMMENTAR
Autor: Andrea Seibel
Über die Benachteiligung von Frauen wird seit Jahren geredet, geredet, geredet
Man kann es nicht mehr hören, aber vielleicht ist das der Clou des Ganzen: Seit Jahr und Tag wird über die Benachteiligung von Frauen geredet, geredet, geredet, und besonders moniert, dass es in Dax-Unternehmen und allgemein zu wenige Frauen in Führungspositionen gibt. Unsere Gesellschaft braucht offenbar diesen Weichklopfer-Sound. Es nagt am Gewissen, wenn man nur lange genug darüber spricht und das Thema am Kochen hält, dann verändert sich die Gesellschaft in der Tat.

FRAUENPOWER FÜR DEN KYFFHÄUSERKREIS
Cornelia Kraffzick - ASF-Vorsitzende
Frauen leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden, haben ein Zehntel des Einkommens und ein Hundertstel des Eigentums auf dieser Welt. Gedanken zu diesem Thema erreichten auch kn, die wir Ihnen liebe Leserinnen und Leser nicht vorenthalten möchten...

Girls’ Day: Lisa Gnadl bietet Plätze an
(red). Auch in diesem Jahr wird die SPD-Landtagsfraktion im Rahmen des Girls’ Days am 26. April ein interessantes Programm für Mädchen im Alter von zwölf bis 15 Jahren anbieten. Bei diesem Mädchen-Zukunftstag sollen Schülerinnen Gelegenheit erhalten, Einblicke in oftmals für sie noch unbekannte, von Männern dominierte Berufe zu gewinnen.

FEIERABEND: BRIGITTE EDERER
Autor: Andrea Rexer
"Das ging unter die Haut"
Als junge Frau wollte Brigitte Ederer die Welt verbessern, später musste die Managerin bei Siemens Hunderte Stellen streichen. Für die österreichische Sozialdemokratin eine der schlimmsten Situationen in ihrem Leben. Ein Expertengespräch über Idealismus


Gesellschaft Kunst & Sport:

Raus aus dem Windschatten der zweiten Reihe
Dortmunder "Frauenmahl" plädiert für mehr Frauen in Machtpositionen
Von Bettina v. Clausewitz
Dortmund (epd). "Warum sollte ich mir das antun, mit all den Alphatieren auf den Chefetagen in den Ring zu steigen", sagen sich viele Frauen und verzichten auf eine Karriere. Gleichzeitig lamentiert die Frauenbewegung seit langem darüber, dass es nur wenige Frauen in Führungspositionen gibt. "Wir sind selbst unsere größten Gegnerinnen", las deshalb die Journalistin Maria Dickmeis ihren Geschlechtsgenossinnen bei Kerzenschein im gotischen Kirchenschiff der Evangelischen Stadtkirche St. Petri in Dortmund die Leviten. Frauen sollten lernen, souveräner, professioneller und vor allem spielerischer mit Macht umzugehen.

Basketballerinnen spielen in Wolfenbüttel
28.02.2012, 13:36 Uhr
Die Frauen-Nationalmannschaft tritt zum Abschluss der Qualifikation für die Basketball-EM 2013 am 14. Juli in Wolfenbüttel gegen Schweden an.
Köln (SID) - Die Frauen-Nationalmannschaft tritt zum Abschluss der Qualifikation für die Basketball-EM 2013 am 14. Juli in Wolfenbüttel gegen Schweden an. Zuvor absolviert die Mannschaft von Bundestrainer Andreas Wagner im Kampf um das Ticket für die Endrunde in Frankreich (15. bis 30. Juni 2013) drei weitere Heimspiele, die Spielorte stehen noch nicht fest. Die anderen Gegner in der Gruppe A sind Rumänien, Spanien und Bulgarien. Nur die beiden ersten Mannschaften qualifizieren sich für die EM.

Familienbericht: Elternzeit kürzen, Ehegatten-Splitting abschaffen
Bislang können Eltern nach der Geburt ihres Kindes bis zu drei Jahre Elternzeit nehmen. Den Sachverständigen des aktuellen Familienberichts ist das zu viel, sie fordern eine Kürzung auf zwei Jahre. Die gesetzliche Dauer von drei Jahren sei „insgesamt fragwürdig" und für die Unternehmen „eine große organisatorische und finanzielle Belastung", wie die Welt berichtet.

Motto: »Steht für Gerechtigkeit«
Am Freitag Weltgebetstag der Frauen / Gottesdienste
Auch in Offenburg wird am Freitag, 2. März, der Weltgebetstag gefeiert. Das Motto lautet in diesem Jahr: »Steht auf für Gerechtigkeit.«
- Diesen Leitsatz haben die Frauen aus Malaysia für den Weltgebetstag 2012 gewählt. Wie kann das Zusammenleben in einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft gelingen, lautet die Frage, der sich Frauen in Malaysia jeden Tag stellen müssen.

Größte Frauen-Basisbewegung
Main-Tauber-Kreis.  Frauen und Männer feiern am morgigen Freitag den "Weltgebetstag" - eine ökumenische Aktion von mehr als 170 Ländern. Dazu gibt es oft ein gemütliches Beisammensein mit Spezialitäten aus Malaysia.
Als größte ökumenische Basisbewegung von Frauen gilt der Weltgebetstag, Entstanden ist er als "Weltgebetstag der Frauen" in den USA, wo 1887 ein erster Gebetstag in Brooklyn stattfand.

Stark, emanzipiert und selbstständig
Wer sich als Frau in Wirtschaft, Kultur oder Politik wacker schlägt, gilt sogleich als karrieregeil und familienfeindlich. Dass dieses vorschnelle Urteil keinesfalls pauschal der Realität entsprechen kann, beweist Elisabeth Welzig in ihrer Sammlung einfühlsamer Porträts erfolgreicher, österreichischer Frauen. Da erzählt eine Pilotin, wie sie sich fühlt, wenn ihre männlichen Flugschüler für den Kapitän gehalten werden, eine Frau im gehobenen Management, wie sie immer wieder betonen muss, keine Sekretärin zu sein.

KDFB: „Ohne Frauen keinen Frieden“
(Köln/kdfb) - Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) setzte sich bei der Fachtagung „Ohne Frauen keinen Frieden“ mit aktuellen Entwicklungen in der Friedens- und Konfliktforschung auseinander. Grundlage war die UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“, in der verbindlich geregelt ist, dass Frauen auf allen Ebenen von Friedensprozessen und Sicherheitspolitik angemessen zu beteiligen sind.

Starke Frauen in einer starken Wetterau
FAB gGmbH eröffnet mit Jahresempfang Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr
(red). 1992, im Gründungsjahr des Vereins Frauen Arbeit Bildung (FAB), hätte ein Jahresempfang, zu dem „starke Frauen“ der Wetterau eingeladen worden wären, noch in kleinem Rahmen stattgefunden. 20 Jahre später und zehn Jahre nach der Gründung der FAB gGmbH für Frauen Arbeit Bildung wurde es eng im Foyer der Betriebsstätte im Grünen Weg in Friedberg - was das Motto des Jahresempfangs „Starke Frauen - Starke Wetterau“ deutlich unterstrich.

Diskrepanz zwischen Start und dem Lebensverlauf
Von Ulrich Steden
Prof. Dr. Ute Klammer von der Universität Duisburg-Essen war Vorsitzende einer interdisziplinär zusammen gesetzten Sachverständigen-Kommission, die im Auftrag der Bundesregierung den „Ersten Gleichstellungsbericht“ verfasst hat, der aufzeigen sollte, ob Chancen und Risiken gemeinsam getroffener Entscheidungen auf dem Lebensweg zwischen Frauen und Männern gleich verteilt sind. Im Fokus stand dabei der „Lebensverlauf“. Denn, wie auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens in seinem Grußwort betonte, sind Mädchen heute „die besseren Schülerinnen, sie machen häufiger als Jungen Abitur“.

MERYL-STREEP-FILM
Autor: Ulf Poschardt
Mister Thatcher muss ein glücklicher Mann sein
Radical Chic des Libertären: Phyllida Lloyds Film "Die Eiserne Lady" zeigt Maggie Thatcher alias Meryl Streep als Romantikerin mit unromantischen Methoden.
Am Abend der Wahlniederlage macht der gerührte Dennis der enttäuschten Margaret Roberts einen Heiratsantrag. Die 25-jährige Krämerstochter würde dem allzu gerne zustimmen, wäre da nicht der politische Wille als Glutkern ihres Wesens, dem ein konventionelles Ehe- und Familienleben entgegenstünde.

Preis für Verwirklichung von Geschlechterdemokratie: Anne-Klein-Frauenpreis
Zu Ehren Anne Kleins vergibt die Heinrich-Böll-Stiftung den Anne-Klein-Frauenpreis. Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin. Mit dem Preis fördern wir jährlich Frauen, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen.
Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.

Erste Brandenburger Ampelfrau in Fürstenwalde
Fürstenwalde/Spree (dpa/bb) - Die erste Ampelfrau Brandenburgs regelt künftig in Fürstenwalde (Oder-Spree) den Verkehr. Wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, werde die Symbolscheibe mit einer Frau zur 22. Brandenburgischen Frauenwoche am kommenden Dienstag in Betrieb genommen. Die Lichtsignalanlage an der Kreuzung Frankfurter Straße/Geschwister-Scholl-Straße/Kirchhofstraße zeigt dann eine Frau mit Zöpfen anstelle des kleinen Mannes mit Hut. Fürstenwalde sei brandenburgische Modellkommune zur Gleichstellung von Mann und Frau. Dazu wollten die Stadtverordneten demnächst eine beispielhafte Konzeption verabschieden.

Gesundheit:

Mammographie-Screening in Deutschland auf sehr gutem Weg
Erfolgreiches Programm: Höhere Entdeckungsrate von kleinen Tumoren und Karzinomen ohne Lymphknotenbefall in Folgerunde
Zum zweiten Mal seit Einführung des größten europäischen Mammographie-Screening-Programms im Jahr 2005 legt die Kooperationsgemeinschaft Mammographie die  Auswertungen der Daten für Deutschland in einem Evaluationsbericht vor.

Neuer Mitgliederrekord des Marburger Bundes
Berlin – Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) ist so große wie nie. Anfang des Jahres waren in den 14 Landesverbänden 110.305 Mitglieder organisiert. Das entspricht einem Plus von 3.827 Mitgliedern oder 3,6 Prozent gegenüber Anfang 2011. „Mit ihrer Entscheidung für den MB bekräftigen die Ärzte auch ihren verfassungsrechtlichen Anspruch, selbst zu entscheiden, welcher Gewerkschaft sie beitreten wollen und wem sie zutrauen, unter Beachtung der Verantwortung für die Gesellschaft ihre Interessen wahrzunehmen“, sagte MB-Hauptgeschäftsführer Armin Ehl.

Kind und Karriere: Für junge Ärzte unvereinbar
Die Vereinbarkeit von Klinik und Familie wird seit langem gefordert. Ergebnisse einer Umfrage zeigen allerdings: Junge Ärzte und Studenten sehen den Wunsch nach Kindern unvereinbar mit der Karriere.
Von Rebecca Beerheide

Kinder als Karrierehemmnis
Berlin – Eine Mehrheit der Medizinstudierenden in Deutschland hält die Arbeitsplatzgestaltung in Kliniken und Praxen weiterhin für nicht familienfreundlich. Das ergab eine Umfrage der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd).
Die bvmd-Arbeitsgruppe „freundilie“ befragte 2.038 Studierende und junge Ärzte an 35 Fakultäten zwischen Juli 2010 und Oktober 2011 zum Thema Familienfreundlichkeit des Berufes. „Das Thema der Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf spielt bereits während des Studiums eine große Rolle. Die Umfrage macht deutlich, dass sich fast alle Befragten persönlich mit dem Thema auseinandersetzen, da sie mit der aktuellen Situation äußerst unzufrieden sind“, betonte die Arbeitsgruppe, die sich für die Vereinbarkeit von Beruf, Freizeit und Familie einsetzt.


Ausland:

Aljadidah: Die Frauen Online-Zeitung mit österreichischem Erfahrungsschatz
Anfang des Jahres 2011 startete eine neue Website "Aljadidah", "www.aljadidah.com", das bedeutet "Die Neue". Ein neuer Star mit österreichischen Erfahrungen in der Welt der elektronischen Medien. "Aljadidah" ist die erste Online-Frauenzeitung in Österreich. Die Website befasst sich mit Frauenangelegenheiten und stellt einen spezialisierten Inhalt für sie bereit. Die Zeitschrift ist optisch an die Bedürfnisse der Leserinnen angepasst und beinhaltet das für sie Wesentliche. Der geschulte Blick der Redakteurinnen und ihr Erfahrungsschatz mit österreichischen Frauenmedien macht das möglich.

Ägypten nach der Revolution
Vorwärts Richtung Freiheit - mit den Islamisten
Ein Debattenbeitrag von Timothy Garton Ash
Die Euphorie der Tahrir-Revolution ist verklungen - wird Ägypten unter den Muslimbrüdern nun zum intoleranten Gottesstaat? Das Klischee ist im Westen weit verbreitet, aber es ist falsch. Eine pragmatische, islamistische Regierung ist vielleicht das Beste, was das Land jetzt erwarten kann.

Jede Zweite arbeitet in Teilzeit
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will die Familienförderung reformieren und neue Plätze für die Kinderbetreuung schaffen. Der Hauptgrund für Teilzeitarbeit bei Frauen ist die Kinderbetreuung.
Wien/M. l. In Österreich arbeitet fast jede zweite Frau in Teilzeit. Bei den Männern sind es nur 16 Prozent. Ein Drittel der teilzeitbeschäftigten Frauen ist mit ihrem Berufsleben unzufrieden. Dies geht aus dem „Frauenbarometer“ hervor, einer Studie des Frauenministeriums, für die 1000 Frauen und Männer befragt wurden.

Heinisch-Hosek - ORF-Pressestunde (2): Mehr Frauen in Vollzeitbeschäftigung bringen
Utl.: Mehr Sach- statt Geldleistungen für Familien - einheitliche Kinderbetreuung in Österreich - verpflichtender Papa-Monat
Wien (OTS/SK) - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat sich heute, Sonntag, in der ORF-"Pressestunde" dafür ausgesprochen, mehr Frauen in Vollzeitbeschäftigung zu bringen. Fast jede zweite Frau in Österreich arbeitet Teilzeit. "Das hebt die Erwerbsquote und mag auf den ersten Blick gut aussehen, aber nur die wenigsten können davon leben. Ich möchte, dass möglichst viele Frauen die Wahl haben, Vollzeit arbeiten gehen zu können", sagte Heinisch-Hosek, die dafür ein Fünf-Punkte-Programm erarbeitet hat.

Was Frauen wollen
Wie möchten Frauen von morgen leben? Wie verstehen sie ihre Rolle in der Gesellschaft? Beate Großegger ist Leiterin am Wiener Institut für Jugendkulturforschung und gibt vor dem Internationalen Frauentag am kommenden Donnerstag Anworten.
Junge Frauen können sich weder mit dem Emanzipationsbegriff übermäßig identifizieren, noch damit, eine typische Frau zu sein. Sie haben den Anspruch Mensch zu sein, wollen sich nicht festlegen lassen“, sagt Jugendkulturforscherin Beate Großegger.