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Mittwoch, 21. September 2011

Das war die 37. Kalenderwoche: Die Ferien sind vorbei!



"Als schroff, als übermoralisch und verständnislos gegenüber dem Berliner Schlendrian-Verlangen wurde Künast in der Stadt empfunden" erläutert die Welt am Montag das Scheitern der Grünen-Kandidatin beim Einzug ins Rote Rathaus der Stadt. Auch im Info-Radio ist die Journalistin um eine Analyse der Person Renate Künast bemüht - burschikos und streng sei sie. Sollte das aber einen Berliner stören, der in seinem Kommunikationsverhalten durchaus für eine gewisse Robustheit berühmt ist? Was hat Wowi, was Renate nicht hat – abgesehen vom Privileg der Berlin-Tempelhofer Geburt? Und hier gleich die dritte Frage: Wie sähe eine Charakterisierung aus, handelte es sich um einen René Künast? Wie wär's mit durchsetzungsfähig, zielbewusst, führungsstark, vielleicht sogar korrekt.....?
Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Passen sich Frauen ihrer überwiegend männlichen Umgebung an, entwickeln also die viel geforderte Durchsetzungsfähigkeit und verwirren ihre Kollegen und Mitarbeiter nicht länger mit langen, Harmonie provozierenden Reden, sondern wählen die klare Ansage, ist ihnen häufig harsche Kritik an ihrer Person gewiss – oder mehr.....
So ähnlich könnte es vielleicht bei Angelika Dammann gewesen sein? Zuerst als "SAP-Vorzeigefrau" (Bild) in der Öffentlichkeit bestaunt und gefeiert, währte ihre Tätigkeit als weiblicher Personalvorstand gerade ein Jahr.  Veröffentlichungen aus ihrem Arbeitsvertrag durch einen  - Kollegen – machen die Zusammenarbeit mit dem DAX-Unternehmen rasch unmöglich. Bei der Presse will der Skandal um Flüge im Firmenjet und eine vermeintliche Nebentätigkeit als Anwältin nicht so recht verfangen, verglichen mit dem, was VW, Siemens oder auch die Hamburg-Mannheimer in der Vergangenheit zu bieten hatten. Im jüngsten Interview mit der Welt am Sonntag kann die ehemalige Personalchefin ihren Ansatz künftiger Personalpolitik deutlich machen. Neben einer entschlossenen Förderung von Frauen plädiert sie für "mehr Ausländer in Führungsetagen", "die Notwendigkeit die Vielfalt der Kunden und Konsumenten in der Belegschaft widerzuspiegeln." Auch wenn es um die Beförderung von Führungskräften geht, sollen nicht allein die "Ergebnisse" zählen sondern ebenso die Fähigkeit, Topkräfte zu rekrutieren und zu halten; denn auch "diese Leistungen" schlagen sich "sehr wohl in betriebswirtschaftlichen Kennziffern" nieder. Könnte es sein, dass diese grundsätzliche "Bewusstseinsänderung", die sie statt einer zu kurz greifenden Frauenquote in früheren Interviews forderte, die – nun sagen wir mal – konservativen Kräfte bei SAP herausforderte?
Manchmal hilft ja die normative Kraft des Faktischen dem Wandel des Bewusstseins auf die Sprünge. Bei einer prognostizierten Lücke von 14.000 Fachkräften verfügt Brigitte Ederer als Personalvorstand bei Siemens möglicherweise über einen größeren Spielraum. Seit gut einem Jahr eine von fünf Frauen im Vorstand eines DAX-30-Konzerns, sieht Ederer die Frauenquote ebenfalls kritisch, will aber für Bedingungen sorgen, die es mehr Mädchen und jungen Frauen ermöglicht, einen technischen Beruf zu ergreifen und im Unternehmen zu arbeiten, ohne auf Kinder verzichten zu müssen. Ein "Preis", den sie für ihre Karriere bezahlt hat.
Im Reich der Mitte scheint aus westlicher Perspektive die Welt endgültig auf dem Kopf zu stehen, zumindest was das Fonds-Geschäft betrifft. In Hongkong verwalten Frauen das Geld, das ganz große. Liu Yang, Christina Chung, Samantha Ho und Lilian Co sind die vier Top-Fondsmanagerinnen, die im "Durchschnitt mehr als 10 Prozent Rendite" erwirtschaften und das Kundengeld in acht Jahren z.T. um das Achtfache vermehrt haben. Internationale Gesellschaften folgen dem chinesischen Pragmatismus und besetzen ihre Filiale in Hongkong mit komplett weiblichen Teams, was in New York, London oder gar Frankfurt einer Revolution gleich käme. Eine 3000 Jahre währende männerdominierte Gesellschaftsform rollte für diese Frauen nicht gerade den roten Teppich aus; viel eher sorgten Reformpolitik und die wirtschaftliche Umstellung für die erforderliche Chance – und kluge Väter. Mit den im Westen erworbenen Kenntnissen in "Finanzwissenschaften" und der englischen Sprache waren sie in den Neunzigern äußerst gefragte Fachkräfte - unter dem männlichen Personal offenbar nicht zu finden. Der Bericht im manager-magazin (9I11, S.118) lässt hoffen, dass zunehmend auch Managerinnen eine breitere mediale Öffentlichkeit zugestanden wird. Eine vermehrte Berichterstattung über und mit Führungsfrauen dürfte deren Präsenz und Ideen allmählich selbstverständlicher werden und zunehmend in das Alltagsgeschehen einfließen lassen. Ach, China.....

"Siemens droht eine Lücke von 14.000 Fachkräften"
Autor: Jens Hartmann
Siemens-Vorstand Brigitte Ederer ist auf der Suche nach Fachkräften. Sie will vor allem auch Frauen für den Elektrokonzern gewinnen.

EX-SAP-MANAGERIN
Autor: Ileana Grabitz
"Frauen hängen weniger an Positionen als Männer"
Der Abschied von SAP war schmerzhaft für Topmanagerin Dammann, aber nötig. Sie wünscht sich mehr Frauen in Chefetagen und einen neuen Führungsstil.

Was sonst noch passierte...

Politik:

KRISTINA SCHRÖDER
Lottes Mutter will jetzt kämpfen
VON Hans Monath
Die Familienministerin ist zurück aus der Babypause. Freundlich empfangen wird sie nicht. Ihre Parteifreunde stellen das Elterngeld infrage.

GESCHLECHTERPOLITIKEN
Frauenaufbruch ’89
Was wir wollten – Was wir wurden. Manuskripte 92 von Eva Schäfer, Bärbel Klässner, Helga Adler, Astrid Landero (Hrsg.).
Als am 3. Dezember 1989 auf einen spontanen Aufruf hin 1 200 Frauen aus allen Regionen der DDR im großen Theatersaal der Berliner Volksbühne zusammentrafen, war dies einer jener Momente, in denen selbst das Patriarchat, das den Realsozialismus überdauert hatte, aufzubrechen schien.

Starke Beharrungskräfte
Dr. Alexander Ulfig
Ist die Gleichstellungspolitik links oder rechts?
Professor Günter Buchholz über Gleichberechtigung und Privilegierung
Der Wirtschaftswissenschftler Professor Günter Buchholz hat in der Zeitschrift "Der Freitag" einen bemerkenswerten Artikel unter dem Titel „Von der Frauenemanzipation zur Frauenprivilegierung – oder warum die Gleichstellungspolitik keine linke, sondern eine rechte Politik ist“ geschrieben.

Wirtschaft:

WIRTSCHAFTSEXPERTIN HELGA LUKOSCHAT IM INTERVIEW

"Wer Frauen nicht fördert, schadet sich selbst"
Die Wirtschaftsexpertin Helga Lukoschat spricht im Interview mit der Frankfurter Rundschau über Familie und Karriere, Quoten und Selbstverpflichtung.
Interview: Franziska Schubert

Überforderte Doppelverdiener
Von Corinna Nohn
Der Mann schafft das Geld ran, die Frau kümmert sich um Kind und Haushalt - die Zeiten sind vorbei? Von wegen! Paare mit Kindern sind einer Studie zufolge zufriedener, wenn der Mann arbeiten geht und die Frau nicht. Doppelverdiener-Familien leiden aus mehreren Gründen.

Karrierewege und Quoten: Frauenwirtschaftstage am KIT
Karlsruhe (bb). Die Deutsche Telekom wagte mit der Einführung einen Vorstoß, fand bislang aber nur wenige Nachahmer: Die Frauenquote spaltet die Gemüter. Sie, aber auch die Erfolgsfaktoren und Stolpersteine in Karrieren von Frauen stehen im Mittelpunkt zweier Podiumsdiskussionen, mit denen sich das KIT erstmals an den Frauenwirtschaftstagen Baden-Württemberg beteiligt. Die Veranstaltungen am Donnerstag, 13. und Freitag, 14. Oktober, stehen allen interessierten Frauen und Männern offen. Anmeldungen sind noch bis zum 22. September möglich.

 Bildung & Gesellschaft:

„Try it! Junge Frauen erobern die Technik“
Die Femtec. Hochschulkarrierezentrum für Frauen Berlin GmbH führt im November 2011 erneut ihren kostenlosen bundesweiten Schülerinnen-Workshop „Try it! Junge Frauen erobern die Technik“ für Schülerinnen ab der 11. Klasse durch. Der Workshop, der vom 16. bis 19. November 2011 an der TU Berlin stattfindet, richtet sich an Schülerinnen, die Spaß an mathematisch-naturwissenschaftlichen Schulfächern haben und sich für ein Studium der Ingenieur- oder Naturwissenschaften interessieren.

Bildung als Entwicklungsmotor
Dr. Margret Karsch   Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Der Bildungsstand der Frauen beeinflusst die Fertilitätsrate eines Landes stark - für die wirtschaftliche Entwicklung ist jedoch der Bildungsstand der gesamten Bevölkerung entscheidend.
Bildung steht im Zentrum aller Entwicklungsfragen, weil sie den größten Einfluss auf die verschiedensten Lebens- und Gesellschaftsbereiche hat. 

Die Verfechterin des ökologischen Apollo-Programms
ROBERT CZEPEL
Stanford, Hollywood und das Weiße Haus - Wissenschafterin Kristina Johnson vereint Forschung, Politik und Wirtschaft. Kürzlich war sie zu Gast in Wien
Barack Obama holte sie an Bord, um ein hochgegriffenes Ziel zu verfolgen: Die Umstellung der US-Wirtschaft auf erneuerbare Energieträger - ein Projekt, das der US-Präsident als ökologisches Apollo-Programm bezeichnet hat. 

Preis für Verwirklichung von Geschlechterdemokratie: Anne-Klein-Frauenpreis
Zu Ehren Anne Kleins vergibt die Heinrich-Böll-Stiftung den Anne-Klein-Frauenpreis. Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin. 

Saar-Uni bei Geschlechter-Gleichstellung vorn
Saarbrücken – Die Universität des Saarlandes hat in den vergangenen Jahren Fortschritte bei der Geschlechter-Gleichstellung erreicht. 

Gesundheit:

Stoffwechselprofile bei Frauen und Männern:
Überwältigende Unterschiede nachgewiesen
Dies ist der Stoff, aus dem Nobelpreise gemacht sind: Erst vor wenigen Tagen veröffentlichten Prof. Dr. Thomas Illig und Kirstin Mittelstraß vom Helmholtz Zentrum München die Ergebnisse ihrer Forschungen in den internationalen Fachzeitschrift PloS Genetics und Nature. Wir sprachen mit Prof. Illig in München.

3,1 % weniger Schwangerschaftsabbrüche im zweiten Quartal 2011
WIESBADEN – Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist im zweiten Quartal 2011 – verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresquartal – um 3,1 % gesunken.

Literatur:

Vom Weg nach ganz oben
Erfolgreiche Frauen aus Wirtschaft, Politik und Sport berichten auf ganz persönliche Weise, wie sie ihren Weg an die Spitze gegangen sind.
"Female Leadership - DIE MACHT DER FRAUEN"
von Kerstin Plehwe (Hanseatic Lighthouse, 19,90 Euro)


Wer ist die Autorin? Kerstin Plehwe ist Unternehmerin, sie arbeitet als Publizistin, Rednerin und Beraterin für Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Allerletztes:

Ob Führungsfrauen mit den Vorführdamen der aktuellen Business-Vogue identifizieren? Zwar räkeln sich die mit Business-Makeup versehenen Models nicht lasziv mit und um Handtaschen der führenden Marken, machen aber wenig glaubhaft, irgendetwas mit der anvisierten Zielgruppe gemeinsam zu haben. Eine gute Alternative zum Windowshoppig; von einigen interessanten Portraits abgesehen und von der letzten Seite:
"Frauen ist das Lenken eines Automobils nicht gestattet" (Gesetz in Saudi-Arabien)
"Frauen ist das Lenken eines Automobils im Bademantel nicht gestattet." (Gesetz im Bundesstaat Kalifornien, USA)
Business Vogue 10/2011

Dienstag, 12. Juli 2011

Das war die 27. Kalenderwoche: Tränen – Wirklichkeit – Sensationen - Telekom


Tränen, ganz, ganz viele Tränen vergossen die deutschen Nationalspielerinnen nach dem Aus gegen Japan am Samstag, als sie sich tapfer von den Fans verabschiedeten. Die Mannschaft wird auch bei Olympia nicht dabei sein, nachdem die Schwedinnen sich gegen Australien durchgesetzt haben. Bitter. Sehr bitter für Birgit Prinz, die mit versteinerter Miene das letzte Spiel verfolgte und der wirklich ein anderer Abschied zu gönnen gewesen wäre. Willkommen in der Wirklichkeit? Ganz ohne Häme! Dank einer energischen Marketingmaschinerie, wie sie auch für die Fußball-WM der Männer angeworfen wird, sahen sich die Nationalspielerinnen und ihre Trainerin großen Erwartung ausgesetzt. Werbespots, Interviews, die täglichen Kommentare in Radio, Fernsehen und Printmedien verringern den ohnehin hohe Druck eines solchen internationalen Wettkampfs in der Regel nicht.  Auch das erfordert Übung. Auch hier haben die männlichen Profis einen Vorsprung. In Sachen Selbstmarketing scheinen Männer ja zudem biologisch im Vorteil zu sein. Aber was soll's. Verlieren gehört halt dazu – zu einer WM, auch wenn die Frauenschaft als Favorit gehandelt wurde. Die Spielanalysen werden zeigen, wo die Fehler lagen, woran gearbeitet werden muss. Vielleicht hat Silvia Neid die Gruppenchemie der Elf etwas zu sehr durcheinander gebracht mit ihrer radikalen Entscheidung, Birgit Prinz vom System zu nehmen - diese Ansicht warf mein Mann in die Debatte ein. Der Welpenschutz scheint allmählich zu vergehen und das Spiel der Frauen wird zunehmend ernster genommen. Auch wenn es nach dem Women's World Cup 2011 vermutlich wieder stiller um die Fußballerinnen wird, diese WM bleibt ein schöner Etappensieg für den von Frauen gespielten Fußball. Das Potential das dieser Sportart in Sachen Emanzipation und der Entwicklung von Selbstbewusstsein innewohnt, sollte auch im Frauenfußballentwicklungsland Deutschland seine Wirkung tun; auch in anderen Bereichen der Gleichstellung, wo die Nation bekanntlich noch etwas hinterherhinkt. Den Japanerinnen ist – abgesehen von den Fouls – ein brilliantes Tor geglückt. Vielleicht trägt dieses Wunder von Wolfsburg dazu bei, dem von Katastrophen geschüttelten Land moralisch wieder aufzuhelfen; wie nach dem Krieg das von den deutschen Herren erspielte Wunder von Bern gegen den Favoriten Ungarn.
So, und jetzt gehe ich meine schwedische Flagge suchen....

Neue Gefühlswelten
Die Spielerinnen müssen mit neuen Herausforderungen umgehen, die sonst nur ihre männlichen Kollegen belasten (...) Diese harte Realität hat dem Turnier aber auch seine Künstlichkeit genommen.
Von Christian Kamp (F.A.S. 10.07.11 Nr. 27, S. 16)

Die Entfremdung zwischen Silvia Neid und Birgit Prinz
Vom Denkmal zum Maskottchen
Von Marcus Bark
Was genau passierte, wissen nur wenige Eingeweihte, aber dass zwischen Bundestrainerin Silvia Neid und Birgit Prinz etwas kaputt ging, ist offensichtlich. Die Geschichte einer Entfremdung.

Birgit Prinz in Interview und Pressekonferenz. Wer die Spielerin und studierte Psychologin mal außerhalb des Stadiums erleben möchte: Ganze Sätze, ungekünstelte Antworten..... Schade, dass wir das vorerst nicht mehr sehen........


Was sonst noch passierte:

Wirtschaft:

"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer", sagte meine Großmutter immer. Eine Frau im Aufsichtsrat ist noch keine Gleichstellung. Die im ersten Quartal gefeierte Personalchefin bei SAP, Angelika Dammann, will das Unternehmen nun wieder verlassen. Fast scheint es, dass die Führungsfrau, die sich contra Quote und pro Leistung ausgesprochen hat, nun über letztere gestolpert ist. Durchsetzungsfähig – eine Qualität, die immer wieder von Führungskräften verlangt wird – machte sie sich offenbar nicht beliebt bei der Belegschaft; auch mit dem Betriebsrat soll sie sich nicht so gut verstanden haben Und dann der Skandal mit dem Firmenjet, den sie für weitere zwei Jahre für sich beanspruchte – angeblich. In einem offenen Brief streitet sie diesen Vorwurf ab. Ob oder ob nicht – wer weiß. Aber wie wäre der ganze Prozess wohl verlaufen, wenn statt der durchsetzungsfähigen, hochgewachsenen Angelika Dammann, ein durchsetzungsfähiger  (sagen wir mal)  Andreas Dammann in gleicher Position, ebenso agiert hätte.......

Angelika Dammann
SAP-Personalchefin geht nach Firmenjet-Kritik
Regelmäßige Heimflüge im Firmenjet, das passte nicht zum Konzernimage: Die SAP-Personalchefin Angelika Dammann verlässt das Software-Unternehmen. In einem Brief an die Mitarbeiter beklagt sie sich über die öffentliche Debatte.

Aber das Leben geht weiter und die Hoffnung stirbt zuletzt; bei der Telekom gibt es gleich zwei Vorstandsfrauen:

Frauen im Telekom-Vorstand
Zwei auf einen Schlag
Von Helmut Bünder und Julia Löhr
Es sollte ein Coup werden, doch er ist nur halb geglückt. Die Frauenoffensive der Telekom wirft Fragen auf: Will der Konzern so vom tristen Geschäft ablenken? Und wie geeignet sind diese Frauen wirklich?

WELT AM SONNTAG|
KOPF DER WOCHE: MARION SCHICK
Autor: Hannelore Crolly
Die Personalerin
Sie war oft die Erste - und hatte stets mit Widerstand zu kämpfen. Mit Charme und Wortwitz ließ sie Kritiker verstummen. Schafft Marion Schick das auch im Vorstand der Telekom?
Hochschulpräsidentin war sie, Professorin und Managerin. Doch viele reduzierten sie jetzt auf ein paar Monate als Landesministerin

DAS sind die Powerfrauen der deutschen Wirtschaft
BILD.DE STELLT DIE WEIBLICHEN VORSTÄNDE VOR
Die meisten sind Quereinsteiger, viele kommen ursprünglich aus der Welt der Juristerei. Was sie alle gemeinsam haben: eine interessante Biografie.
Noch immer haben Frauen in Chefetagen eher Seltenheitswert. In Vorständen der Dax-Konzerne sowieso. Offenbar scheint sich dort aber die Zeit ein wenig weiter zu drehen. Die Telekom ernennt heute gleich zwei weibliche Vorstände – Siemens, BASF, Daimler, Eon und SAP haben es vorgemacht.

Parteien-Geschacher um Telekom-Spitze
FDP torpediert die Berufung von Brigitte Zypries
Berlin/Düsseldorf - Es gibt die Frauenquote – und es gibt den Parteienproporz. Und manchmal dient das eine dazu, das andere zu verschleiern. So ist es derzeit bei der Deutschen Telekom.
Drei neue Mitglieder sollen in den achtköpfigen Vorstand einziehen, alles Frauen. Ein Zeichen, so hatte sich Telekom-Chef René Obermann das gedacht, dass die Telekom das Thema Führungsfrauen ernst nehme. Statt einer Vorreiterrolle hat er nun aber eine Diskussion über die Rolle der Politik – der Bund hält 32 Prozent an der Telekom – am Hals.
Denn bei der Aufsichtsratssitzung am Montag in Berlin ging es hauptsächlich darum, dass bei dem Vorstandswechsel die richtigen Parteien gut wegkommen.

DREI FRAUEN IM TELEKOM-VORSTAND, DOCH EIN SIEG SIEHT ANDERS AUS
Telekom zerschlägt die gläserne Decke
KOMMENTAR VON SIMONE SCHMOLLACK
Vor anderthalb Jahren hat sich die Telekom als erstes DAX-Unternehmen in Deutschland überhaupt eine Quote verpasst: Bis 2015 soll ein Drittel Frauen die obersten Führungsposten besetzen. Doch jetzt geht alles vielleicht noch schneller.

TELEKOMMUNIKATION
Telekom bald mit Frauen im Vorstand
(dpa) Die lupenreine Männerherrschaft bei der Deutschen Telekom wird beendet. In wenigen Monaten ziehen erstmals zwei Frauen in den achtköpfigen Vorstand des Bonner Telefonriesen ein.

Im Portrait: Claudia Nemat
Die Männerversteherin. Bei McKinsey schaffte es sie ganz nach oben. Jetzt kommt sie in den Telekom-Vorstand. Das klassische Frauenressort ist ihr zu wenig.
Von Nadine Oberhuber (F.A.S. 10. Juli 2011, Nr. 27, S. 40)

Leistung, Quote – oder das Übliche?

Diskriminierung am Arbeitsplatz
Unterm Glasdach
Von Caroline Freisfeld
Eine Frau hat sich fünf Jahre lang gegen eine Diskriminierung ihres Arbeitgebers vor den Gerichten zur Wehr gesetzt - und am Ende gewonnen.

Fachkräftemangel:

Konzerne werben um Top-Frauen
VON M. BRÖCKER, R. KOWALEWSKY UND C. NÜNEMANN
Das Ziel der Telekom, mehr Frauen an die Spitze zu holen, führt nun zum Parteienstreit um eine Stellenbesetzung. Insgesamt zeigt sich, dass Unternehmen immer stärker um Spitzenfrauen ringen – Quereinsteigerinnen haben beste Chancen. Es geht um Millionen-Gehälter.

"Wir brauchen mehr Frauen"
Autor: DIETER KELLER 
Die Metallindustrie hat immer mehr Probleme, ihre Lehrstellen zu besetzen, beklagt die Hauptgeschäftsführerin des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Gabriele Sons. Insbesondere fehlen Mädchen.

Bündnis will mehr Frauen in Männerberufen
Ditzingen (dpa/lsw) - Für junge Frauen im Südwesten soll der Weg in typische Männerberufe schon bald ein Stück leichter werden. Dafür hat ein Bündnis aus Wirtschaft, Politik und Bildung am Montag in Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Ziel sei es, den Frauenanteil bei Jobs in der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz MINT) spürbar zu erhöhen, erklärten die beiden Ministerien für Wirtschaft und Wissenschaft in einer gemeinsamen Mitteilung.

Neuer Bitkom-Chef: Mehr Frauen in die IT
von Michael Kroker
Dieter Kempf, neu ins Amt berufener Präsident des Branchenverbandes Bitkom, will sich neben klassischen ITK-Themen auch verstärkt darum kümmern, mehr Frauen für die deutsche Hightech-Branche zu gewinnen.

Zehn Jahre:

Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft
Mehr Chancengleichhheit auf dem Arbeitsmarkt
Vor zehn Jahren wurde die "Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft" unterzeichnet. Nun ziehen die Wirtschaftsverbände Bilanz.

Chancengleichheit im Betrieb
Genau zehn Jahre ist es her, dass die großen deutschen Wirtschaftsverbände mit der Bundesregierung eine Vereinbarung zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft schlossen. Nun zogen die Beteiligten ihre mittlerweile vierte Bilanz und konnten darin eine Menge Positives berichten. Die Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, so das Fazit. Für die Wirtschaft ist das zugleich der Beweis dafür, dass die freiwillige Selbstverpflichtung zur Angleichung der Chancen von Männern und Frauen funktioniert.

Verhältnis der Geschlechter: Frauen im Mittelstand
(Gastautor)
Die Zeiten, in denen Frauen sich ausschließlich um die Familie und den Mann gekümmert haben, sind schon lange vorbei. So geht aus einer aktuellen Studie hervor, dass jedes dritte Unternehmen im Mittelstandsektor von einer Frau geleitet wird.

Politik:

POLITIK WEIBLICH – 100% MACHO-FREI
Gute Frauen erfüllen Anforderungen, nicht Quoten
BZ
Das Bemerkenswerte ist doch, dass es überhaupt so bemerkenswert ist: In den Aufsichtsrat der Telekom ziehen zwei Frauen ein. Eine unspektakuläre Nachricht. Sollte es eigentlich sein. Doch die halbe Republik bricht in Begeisterung aus, obwohl sich selbst die letzten Machos längst daran gewöhnt haben, dass wir eine Kanzlerin haben und schon vor 15 Jahren eine Frau dem Verfassungsgericht vorstand, als es noch Gleichberechtigung hieß und nicht Gender Diversity.

Frauen packen die Keule aus
Hunziker und Reding fordern feste Frauenquote
Reuters
Kampfansage an die hohe Männerquote in deutschen Unternehmen: EU-Justizkommissarin Viviane Reding setzt ein Ultimatum für mehr Frauen in Führungspositionen, TV-Moderatorin Michelle Hunziker outet sich als Feministin.

Internationaler Währungsfonds
Lagarde sieht Portugal als Vorbild
Von Patrick Welter, Washington
Auf ihrer ersten Pressekonferenz verspricht die Französin Christine Lagarde einen offeneren Führungsstil. Als erste Amtshandlung fordert die neue IWF-Chefin Griechenland auf, sich an Irland und Portugal zu orientieren.

Gesellschaft:

Tod auf der "Gorch Fock"
Marine-Magazin verunglimpft Frauen an Bord
"Gorch Fock": Frauen würden "Standards senken"
Es ist ein erstaunlicher Rückfall in sexistische Denkmuster: In einem Offiziersblatt der Marine kritisiert ein Autor die "Feminisierung" der Bundeswehr. Soldatinnen seien weniger leistungsfähig, schadeten dem Standard der Truppe - deshalb sei auch die Kadettin an Bord der "Gorch Fock" gestorben.

Für alle diejenigen, die es (noch) nicht wissen.............

Therapeutin: Liebesromane tun Frauen oft nicht gut
Autorin warnt vor Realitätsverlust
London (AFP) © 2011 AFP
Liebesromane tun Frauen oft nicht gut - zu diesem Schluss ist die britische Paartherapeutin und Autorin Susan Quilliam gelangt. Wer die Liebesgeschichten von der gewöhnlich rehäugigen Heldin und ihrem Retter mit dem kantigen Kinn glaube, sei schon auf dem besten Weg ins Unglück, meint die Therapeutin in der britischen Fachzeitschrift "Journal of Family Planning and Reproductive Health Care". "Manchmal ist das Freundlichste und Klügste, was wir unseren Patientinnen raten können, das Buch wegzulegen - und der Wirklichkeit ins Auge zu blicken."


International:

Kaum ein Schweizer Unternehmen setzt auf die Frauenquote
Von Olivia Kühni.
Der Chef der Deutschen Telekom zwingt seinen Konzern dazu, 30 Prozent Frauen in die Topetagen zu holen. Schweizer Unternehmen halten nicht viel von dieser Strategie – mit zwei Ausnahmen.

Malaysia
Frauenquote selbst verordnet
Die drittgrößte Volkswirtschaft Südostasiens ist vom Islam geprägt - rund 60 Prozent. Trotzdem will Malaysia bis 2016 dafür sorgen, dass 30 Prozent der Manager in Zukunft weiblich sind.
Von Christoph Hein, Singapur
Frauen sollen in Zukunft 30 Prozent der "Entscheider-Positionen in Unternehmen" besetzen

"Frauen sollten die Energie-Revolution anführen"
13 afrikanische Nationen auf der "Power Kick für Afrika" Konferenz in Abuja, Nigeria
Abuja, Hamburg (ots) - Die Hamburger Stiftung World Future Council meldet eine Rekordteilnahme an ihrem dritten Afrika Workshop zu erneuerbaren Energien. 70 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft sowie Zivilgesellschaft und aus 13 afrikanischen Nationen trafen sich bis Ende letzter Woche in der nigerianischen Hauptstadt Abuja, um über die Einführung regenerativer Energien und die damit verbundene Rolle von Frauen in ländlichen Regionen zu beraten.

Und was macht eigentlich

Dominique Strauss-Kahn?
Das Zimmermädchen als Opfer, Hure, Kämpferin
Von Christiane Heil, Los Angeles
Über das Zimmermädchen, das Dominique Strauss-Kahn der Vergewaltigung beschuldigt, ist wenig bekannt. Das Hotel beschreibt sie als zuverlässige Mitarbeiterin. Sie ist um keinen Trick verlegen, ergeben die Ermittlungen.

Auslandsjournal ZDF
Sendung vom 06.07.2011
Sex, Geld, Macht - Frankreichs Frauen kämpfen gegen Sexismus
Der Fall Dominique Strauss-Kahn hat Frankreich verändert. Der Kampf gegen den Sexismus hat begonnen. Frankreichs Frauen schweigen nicht mehr und die Staatsmänner erscheinen als eine verschworene Elite von Machos, die immer mehr an Glaubwürdigkeit verliert.

Vielleicht begegnet man der Sache so:

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extradrei563.html